Ich glaube, dass einige hier – mich eingeschlossen – eine Erwartungshaltung übertragen haben. Keine Ahnung, wie das anfangs bei Tesla war. Wenn ich sehe, wie Herr Musk Twitter „organisiert“ wahrscheinlich erheblich chaotischer.
Was die „furchtbare“ Upgrade-Politik betrifft, könnte die von Erfahrungswerten anderer Hersteller getrieben sein, die mittlerweile Halden betreiben, auf denen durch Softwareupdates „abgeschossene“ Autos gelagert werden.
Unbestreitbar ist es ärgerlich, wenn sich einiges verzögert oder anders als erwartet funktioniert. Mich persönlich nerven einige Sachen definitiv und es kostet mich mehr Zeit und Engagement, als ich es bisher bei anderen Autos aufgebracht habe. Wobei es dort durchaus ebenfalls „Schmerzpunkte“ gab. Allerdings bestand dort keine Chance auf ein „Update“ – was die Erwartungshaltung kanalisiert hat.
Der Umstand, dass sich einiges vermeintlich mal fix mit einem Update lösen ließe, macht ungeduldig. Dass mir so manches Update verweigert wird, hat sicher Gründe – deren Kenntnis eventuell aber keinesfalls gesichert hilfreich sein könnten. Aufgrund möglicher fataler Auswirkungen „experimenteller“ Updates ist mir das augenscheinlich Zögerliche bei MG dennoch sympathisch.
Diverse „Software-Nacharbeiten“ dürfen schon allein deshalb kein OTA-Update erfahren, weil es der Gesetzgeber verbietet. Bei anderen bin ich unsicher, ob mir das besser gefallen würde, als ein Termin in der Werkstatt: Bei dem weiß ich, wann etwas passiert und was passiert. Morgens ins Auto steigen und ein neues Infotainment-Design zu haben, das mir nachts „mal eben draufgepackt“ wurde, erscheint mir keineswegs vorteilhafter.
Zumindest bei meinen Mobiltelefonen habe ich das automatische Aktualisieren deaktiviert, weil das schon mehrfach eine „Neustrukturierung des Tagesplans“ erzwungen hat, wenn diverse Apps hängen, etc. Beim Telefon ist das persönliche Risiko überschaubar. Bei Autos besteht dagegen eine realistische Chance auf »Das erzwungene OTA-Update fand Bremsen unsportlich« auf dem Grabstein.