Beiträge von zoranmilu

    Nach mittlerweile zwei kompletten Reparaturversuchen an meinem MG4 XPower – zunächst mit Verstrebung, dann mit Erneuerung der Lenkraddämpfung, sämtlicher Silentblock-Lager der Vorderachse und der gesamten Hinterachse – hat sich das Problem mit den Vibrationen keinesfalls gelöst, sondern ab höheren Geschwindigkeiten sogar verschlechtert. Während erst ab 90-130 km/h spürbare Vibrationen auftraten, sind diese seit dem letzten Werkstattbesuch ab 140-150 km/h drei- bis viermal stärker geworden.

    Nach allem, was ich im Austausch mit anderen Betroffenen und in verschiedenen Foren recherchiert habe, handelt es sich mutmaßlich um einen Konstruktions- bzw. Designfehler, für den es bislang keine dauerhafte Lösung gibt. Besonders enttäuschend ist, dass die Werkstatt sich darauf beruft, bei Geschwindigkeiten über 120 km/h keine Überprüfungsmöglichkeiten zu haben, da in der Schweiz offiziell nur 120 km/h erlaubt sind. In meinen Augen ist das eine ausgesprochen schwache Argumentation – schliesslich wäre es die Pflicht des Herstellers und seiner Vertragswerkstätten, bekannte Probleme auch unter ausserordentlichen Bedingungen technisch zu prüfen. Es ist wohl kaum zumutbar, dass der Kunde mit einem Fahrzeug leben soll, das offenbar nur bis 120 km/h fehlerfrei funktioniert, zumal auch Fahrten im angrenzenden Ausland häufiger vorkommen und das Fahrzeug für deutlich höhere Geschwindigkeiten ausgelegt ist.

    Ich habe das Gefühl, dass MG – wie viele Hersteller – auf eine Verzögerungstaktik setzt: Betroffene Kunden werden mit aufwändigen, langwierigen Reparaturen ruhiggestellt, in der Hoffnung, sie geben irgendwann auf. Bei einigen werden die Probleme vielleicht leicht milder, aber eine wirkliche Lösung gibt es meiner Erfahrung sowie den Foren zufolge nicht. Besonders enttäuschend ist, dass MG das Problem nicht offen kommuniziert oder wenigstens ehrlich darauf hinweist, obwohl es dem Hersteller nachweislich seit 2023 bekannt ist. Meiner rechtlichen Einschätzung nach ist das arglistige Täuschung.

    Mein Vertrauen in den Hersteller und die Verkaufsstruktur ist nach dieser Erfahrung endgültig verloren. Dieses Vorgehen zeigt für mich, wie wenig Wert auf transparente Kundenkommunikation und nachhaltige Problemlösung gelegt wird.

    Aufgrund der erfolglosen Reparaturversuche und der anhaltenden Mängel habe ich daher die Wandlung des Kaufvertrags beantragt, abzüglich der rechtlich vorgesehenen Nutzungsentschädigung.

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    Da hilft nur eine Probefahrt, würde in Zukunft nie mehr ein Auto kaufen ohne Probezufahren. Die Vibrationen merkst du schnell zwischen 100-130. Am besten unterschiedliche Fahrbahnbeläge testen, spielt auch betreffend Intensität eine Rolle.

    Analyse und Fazit


    Maßnahmen zur vollständigen Behebung der Vibrationen im MG4 XPower

    Aktueller Stand der Technik und Maßnahmen

    Die Vibrationen im MG4 XPower sind ein bekanntes Problem, das vor allem durch die Geometrie der Antriebswellen, das Design der Motorlager und die Plattformarchitektur verursacht wird. Bisher wurden mehrere Maßnahmen getestet, allerdings konnte bislang keine Lösung das Problem vollständig und dauerhaft beseitigen:


    Lenkraddämpfer : Reduziert spürbar die Vibrationen am Lenkrad, beseitigt aber nicht die Vibrationen im gesamten Fahrzeug12.


    Austausch von Aufhängungsteilen (z.B. Motorlager, Querstreben) : Führt zu einer Reduktion der Vibrationen, insbesondere im Bereich der Vorderachse, aber auch diese Lösung ist nicht vollständig wirksam. In Großbritannien wurde der Ansatz getestet und als nicht ausreichend befunden12.


    Reifenwechsel und Feinauswuchten : Kann minimale Verbesserungen bringen, insbesondere wenn ein Höhenschlag vorliegt, löst aber das Grundproblem nicht14.


    Austausch der hinteren Antriebswellen : Wird als mögliche neue Lösung diskutiert, ist aber noch nicht als vollständige Behebung bestätigt2.


    Konstruktionsbedingte Grenzen

    Die Ursache liegt in der Plattform des MG4, die ursprünglich nicht für den Allradantrieb (AWD) und die damit verbundenen Antriebswellenwinkel ausgelegt wurde. Die Tripode-Gelenke der Antriebswellen erzeugen bei bestimmten Geschwindigkeiten Resonanzen, die durch die aktuelle Fahrzeugarchitektur nicht vollständig unterdrückt werden können. Auch umfangreiche Umbauten an der Aufhängung oder dem Antriebsstrang haben sich als nicht ausreichend wirksam erwiesen, insbesondere bei britischen Modellen13.


    Aussicht auf vollständige Behebung

    Komplette Neukonstruktion des Antriebsstrangs : Eine dauerhafte und vollständige Behebung der Vibrationen wäre technisch nur durch eine grundlegende Überarbeitung der Antriebswellengeometrie und der Plattform möglich – also durch eine Neukonstruktion zentraler Fahrzeugkomponenten. Dies ist im Rahmen von Nachrüstungen oder Werkstattmaßnahmen nicht realistisch umsetzbar13.


    Modellüberarbeitung : Hinweise aus Nutzerkreisen und Petitionen deuten darauf hin, dass spätere Produktionschargen des MG4 XPower das Problem nicht mehr aufweisen, was für eine ab Werk geänderte Konstruktion spricht3.


    Fazit

    Eine vollständige Behebung der Vibrationen im MG4 XPower bei bereits ausgelieferten Fahrzeugen ist mit den derzeit verfügbaren Maßnahmen nicht möglich. Alle bekannten Reparaturversuche (Lenkraddämpfer, Austausch von Aufhängungsteilen, Reifenwechsel) führen bestenfalls zu einer Reduktion, nicht aber zur vollständigen Beseitigung der Vibrationen. Die einzige wirklich wirksame Lösung wäre eine tiefgreifende technische Überarbeitung des Antriebsstrangs und der Plattform, wie sie offenbar in neueren Modellgenerationen ab Werk erfolgt ist1234.


    Zusammenfassung der Maßnahmen und deren Wirksamkeit

    Maßnahme ........................................................................................................................................Wirkung :!:


    Vollständige Behebung möglich?


    Lenkraddämpfer Reduziert Lenkradvibrationen ..............................................................................Nein :!:

    Austausch Motorlager/Querstreben Reduziert Vibrationen insgesamt ........................................Nein :!:

    Reifenwechsel/Feinauswuchten Minimale Verbesserung möglich. ...............................................Nein :!:

    Austausch Antriebswellen (hinten) In Diskussion, nicht bestätigt .................................................Nein :!:

    Neukonstruktion Antriebsstrang Nur ab Werk, nicht nachrüstbar .......Ja (nur bei neuen Modellen) :!:



    Ich "spiele" permanent mit 3,2bar rundum (laut Reifensäule bei der Tanke) und sehe im Display meistens 3,1bar. Wie schon geschrieben, empfinde ich das Brummen mit den Werks-Turanzas und den Vredestein GJR inzwischen als tolerierbar. Gezielte Beobachtungen eines evtl. Zusammenhanges zwischen Druck und Nerv-Faktor kann ich aber nicht liefern.

    Hi Ulf


    Damit du es als tolerierbar empfinden kannst, pumpst du deine Reifen von den empfohlenen 2.5 auf 3.1/3.2 auf und gehst folgenden Kompromiss ein.


    Risiken bei zu hohem Reifendruck

    • Verringerte Bodenhaftung: Ein zu hoher Reifendruck reduziert die Kontaktfläche des Reifens zur Fahrbahn. Dadurch verschlechtert sich die Traktion, insbesondere in Kurven und bei Nässe, was das Unfallrisiko erhöht.
    • Längerer Bremsweg: Die Bremsleistung nimmt ab, da die volle Reifenfläche nicht mehr optimal genutzt wird.
    • Unbequeme, harte Fahrt: Das Fahrwerk wird härter, der Komfort sinkt, und das Auto kann auf unebenen Straßen „hoppeln“.
    • Ungleichmäßiger Reifenverschleiß: Die Lauffläche nutzt sich vor allem in der Mitte schneller ab, was die Lebensdauer der Reifen verkürzt.
    • Erhöhtes Risiko für Reifenschäden: Zu stark aufgepumpte Reifen sind anfälliger für Schäden durch Schlaglöcher oder scharfe Gegenstände, da sie weniger Stöße abfedern können.

    Ich würde sagen, NO Deal ?(