Beiträge von NoSi

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    Alarmanlage effizient, das ich nicht lache. […]
    Unser Sohn wollte im Auto bleiben und ich habe vergessen die Alarmanlage auszuschalten.

    Damit hat sie objektiv ihren Job gemacht – denn eine „Sohn-Erkennung“ bietet meines Wissens momentan kein Hersteller weltweit.

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    Auf dem Parkplatz waren mindestens 100 Menschen, keiner hat sich aber für den Alarm interessiert.

    Das ist kein Problem der Alarmanlage, sondern dem generellen Desinteresse vieler Menschen gegenüber ihrer Umwelt geschuldet. »Sich kümmern« hat Stresspotenzial, ignorieren ist einfacher.


    Dass sich „keiner interessiert“ hat, ist keineswegs sicher. Wenn ich ein Kind im Auto sehe (ich unterstelle das jetzt mal…), würde ich auch ohne Alarm zum Auto gehen – denn Kinder allein im Auto lassen ist generell fragwürdig. Das kann je nach Richter als Ordnungswidrigkeit oder sogar Straftat eingestuft werden, wenn ein Mitbürger meint, einem Kind zu Hilfe eilen zu müssen, das vermeintlich in Not ist. Der darf dann sogar die Scheibe einschlagen, etc. – das kommt dann aufs Bußgeld darauf (bis zu 25k€ möglich).


    Allerdings bin ich mir sehr wohl im Klaren darüber, dass ich mit diesem Verhalten „Interesse an mich unbekannterweise umgebenden Mitmenschen“ einer extremen Minderheit angehöre. Deshalb bleiben bei Unfällen ja auch die Leute zum Gucken stehen. Helfen tut selten bis nie jemand.


    Sollte Sohnemann auf die Idee kommen, mal an den Knöpfen herumzuspielen, das Auto rollt los und schubst dabei womöglich ein anderes von der Fähre – dann wird’s richtig teuer. „Eltern haften für ihre Kinder“.


    Sollte Sohnemann im „verantwortungsbewussten“ Alter sein, lässt sich das Problem durch „offen und Schlüssel da lassen“ grundsätzlich vermeiden.


    Generell ist das „Problem“ aller Alarmanlagen, dass sie zwar Alarm schlagen dürfen, das aber im Rahmen von Vorgaben erfolgen muss. Das Alarmieren von Nachbarn, etc. erfolgt dann typischerweise nur, wenn es sich ständig des Nächtens wiederholt, wie z.B. bei einem Hausalarm bei uns in der Nachbarschaft…

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    Die PREISE sollten jedoch ähnlich wie bei Tankstellen offen und vor Benutzung/Anfahrt eindeutig ersichtlich sein.

    Ein großes Schild vor der Säule ist relativ wertlos, weil „hier ist billig, hier mach ich voll“ sowohl für den Akku, als auch zeitökonomisch mit E-Autos schnell kontraproduktiv werden kann.

    Generell gibt's dafür Apps, ich habe bei „FDROID“ (alternativer App-Store) »EVMaps« gefunden. Wem „Open Source“ und „gefährliche Software selbst installieren“ suspekt ist, findet das auch im PlayStore von Google.

    Mir fehlen Vergleichsmöglichkeiten (wenn ich von den Apps der Kartenanbieter absehe, ich habe nur „kostenlose“ von enBW und FreshMile ← Sehr günstig bei hohen Ladeströmen, s. Video). Doch bei EVMaps kann ich mir Profile einstellen, die z.B. nur diese zwei Anbieter zeigen und direkt den Preis vergleichen – das find ich ziemlich cool für eine kostenlose App. Zur Ladestation meiner Wahl komme ich per Adresse-Antippen – mit einem der installierten Routenplaner (freie Auswahl). Da ich primär „zu Hause Ladender“ bin, ist das für mich ausreichend – zumindest erwarte ich das momentan so.

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    Der Ladepeak ist nicht maßgebend sondern der von Dir genannte Ladedurchschnitt von 107 kW!

    Was mich auf einer längeren Strecke interessiert ist einzig und allein die Dauer des Ladestopps. Wo da wie „rumgepeakt“ wird, ist mir letztendlich egal. Daraus ergibt sich »Geladene kWh / Ladezeit = kWh/h). Wie sich das verteilt, spielt dabei objektiv keine Rolle – ich muss die Ladekurve nehmen wie sie ist, einzig die Entscheidung, ob ich „voll“ mache, oder aufgrund stark abnehmender Kurve mit „80%“ zufrieden bin, ist dabei relevant. „Nur bis 80%“ ist – wenn möglich – günstiger, weil bis dahin der Abfall geringer ist und die Batterie-Lebensdauer verbessert wird. Wenn möglich ist zwischen 20% ↔ 80% im „Tagesbetrieb“ lebensdauererfördernd.

    Generell funktionieren E-Autos anders als die anderen mit „Rüssel rein, voll machen, los“ – was die mögliche Fehlerquote auf die Wahl der Säule beschränkt (woran noch genug scheitern). Grundsätzlich ist langsameres Laden besser für den Akku als immer „schnellstmöglich vollhauen“. Dazu kommen noch unterschiedliche Charakteristika abhängig vom Batterietyp, Kapazität, … – ist Physik und für E-Autofahrende deshalb – wahrscheinlich in den meisten Fällen – schon eine Weile her und war außerdem häufig kein favorisiertes Schulfach.

    Aber auch wenn es schnell gehen muss/soll, kann das Einhalten von Rahmenbedingungen (dafür) längere Fahrfreude (am Auto als Ganzes) ermöglichen.

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    Bei dem Test von Auto Mobil […] Sind ja schließlich vom Fach und wissen was sie tun. Es geht bei diesem Test NICHT um den MG4. Bitte nicht durcheinander bringen.

    Das „vom Fach“ ist so eine Sache. Wer Akkus „platt fährt“ hat – zumindest von Akkus – keine wirkliche Fachkenntnis. Wie verheerend das für die Auto-Akkus war, ist unklar, ich wünsche niemandem, dass er die Teile irgendwo als „Gebrauchte“ kauft. Denn im Gegensatz zu einem Verbrenner sind E-Autos deutlich sensibler, was „Tank leerfahren“ betrifft.

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    Na dann is ja gut dass bei Verbrennern nicht so verarscht wirst wie bei E-Auto-Kapazitäten!

    Dass Verbrenner häufig bei Tankanzeige „0“ noch fast 100 km schaffen, liegt u.a. an der „Genauigkeit“ der Messmethode und an der Option, im Kofferraum noch „umfüllbare 45 kWh“ als Reserve mitführen zu können. Damit kann ggf. auf dem Seitenstreifen „fix nachgeladen“ werden. E-Auto-Fahren erfordert dagegen deutlich mehr Sorgfalt bei der Reiseplanung, etc. Das ist schlicht „anderes reisen“. Wer „wie mit dem Verbrenner“ fahren will, sollte Verbrenner fahren.

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    Klingt doch gut….dann sollte man also möglichst immer auf dem Weg in den Urlaub nach Staus Ausschau halten…

    … und sie umfahren. Denn sowohl bei Hitze als auch bei Kälte kann eine laufende Klimaanlage z.B. vor dem Brenner im Dauerstau (können schon mal +10h werden…) ein handfestes Problem werden.

    Wer schon mal die Preise eines Renault oder Peugot hier und in Frankreich verglichen hat, wird ebenfalls feststellen, dass die sich z.T. erheblich unterscheiden. Als der Megane um die Jahrtausendwende neu raus kam, war der in 🇩🇪 erheblich preiswerter (!) als in 🇫🇷, denn Renault wollte Marktanteile bei uns. „So macht man das“. Bei den Chinesen kommen noch Frachtkosten dazu. Die Tatsache, das einige „deutsche“ Autos per Fracht nach Deutschland kommen, weil sie woanders günstiger montiert werden können, ohne dass sich das auf den Endpreis auswirkt (…), zeigt: Das machen alle so. Das nennt sich „freie Marktwirtschaft“ und „Kapitalismus“.


    Grundsätzlich sollte bei einer Preisdiskussion keine isolierte Betrachtung eines Anbieters erfolgen. Wenn einer was ändert, tun das meistens auch alle Mitbewerber zeitnah (s. Tankstellenpreise, Milch bei Lidl, Aldi, …, – …). Was Einwände der Art „ … wenn der x teurer ist, kaufe ich was anderes“ relativiert, denn „was anderes“ ist dann – wahrscheinlich – „x + y“ teurer.


    Auch Gedankenspiele im Konjunktiv („dann hätte ich“) sind m.E. ziemlich sinnlos. „Du hast“ – weshalb ich das für mich als „so isses“ akzeptiere und mir erst wieder über vergleichbares Gedanken mache, wenn es einen Grund dazu gibt. Fakt ist: Hinterher schlauer sein, ist keine Kunst.

    Das „Mitmachen“ hängt – meine Erfahrung – vom Motivator ab. Wenn mir jemand ohne weitere Erläuterung sagt, etwas ist schlecht, gehe ich weiter, denn das ist zu pauschal und kostet mich für Nachfragen, ob ich dazu überhaupt etwas sagen könnte, zu viel Zeit. Also spare ich mir die grundsätzlich (und so geht es vielen anderen ebenfalls – s. »Kam halt nie was«). Wenn mir jemand Details dazu liefert, die eine Einschätzung ohne vorherige Nachfragen zulassen, kann ich mich dazu äußern.


    Deshalb ist – eine weitere Erfahrung meinerseits – die Wahrscheinlichkeit von Antworten/Teilnahme maßgeblich von der „Ansprache“ abhängig. Warum sonst motiviert ein Sänger auf der Bühne, von der rhythmische Musik schallt, die (zahlenden!) Gäste mit Klatschgeste zum Mitmachen? Weil es seine eigene Performance verbessert.

    Die Liste legt „konkrete Probleme“ nahe, allerdings ist (zumindest mir) unklar, was sich hinter einigen der Punkte verbirgt. Gibt es dazu irgendwo eine Erläuterung, z.B. für »Schweller Rotrost? Nahtdichtung« oder »Armaturenbrett pp blasig?«


    Wer mit so einer Liste aufläuft, sollte auf Nachfrage in der Lage sein, die einzelnen Punkte unmissverständlich zu erklären und/oder konkret zeigen können.

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    ich finde Jammern über die viel zu Hohen Anschaffungskosten eines E Autos darf jeder der genötigt ist […]

    Selbstverständlich steht jedem Jammern frei. Doch ich habe ehrlicherweise noch nie erlebt, dass es irgendetwas genutzt hätte. Was die „Nötigung“ betrifft, ist das – mit Verlaub – relativ. Im Vergleich zu anderen Menschen (in anderen Ländern) ist das objektiv ein „Luxusproblem“.

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    Laut Habeck ist das E Auto bereits in der breiten Masse angekommen

    Da ist wieder so ein „Grünen-Ding“. Meine Definition von „breiter Masse“ liegt definitiv weit über ca. 2% Marktanteil, der auch durch die weiterhin große Beliebtheit von SUVs relativiert werden muss. Bei einem Großteil der Nutzenden ist bestenfalls der Zweit- oder Drittwagen elektrisch.

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    Die Autos sind es definitiv nicht wert.

    Das ist generell so und ist keine exklusive Eigenschaft von E-Autos. Solange speziell von Männern Autos als „Geschlechtsteil-Verlängerungen“ interpretiert werden, bestimmt der subjektive Verlängerungsfaktor der Interessenten den Preis. Mit entsprechenden Rückwirkungen auf den gesamten Markt.

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    Na, so hoch würde ich jetzt nicht greifen. Wenn ich das Wechselsystem richtig verstanden habe[…]

    Das mit der austauschbaren Batterie ist explizit für den MG4 angekündigt. Was auch bei der speziell von SIAC dafür geschaffenen Fahrzeugbasis nahe liegt. Was sich für den Wechsel bei der Langstrecke eignet, lässt sich ggf. auch sehr einfach in der Werkstatt gegen einen „neuen Akkusatz“ tauschen, senkt also die Wartungs- und Erhaltungskosten signifikant. Und dann profitiert ein älteres Auto von weiterentwickelten Akkus – was bei Akkus, die kreuz und quer in Hohlräume der Karosserie verbaut sind (wie z.B. bei Tesla-Modellen) relativ egal ist: Auto zerlegen zum Akku-Tausch macht das wirtschaftlich ziemlich uninteressant.

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    Glaubt hier eigentlich irgendjemand, dass sich die deutschen/europäischen auf einen gemeinsamen Standard für Tauschbatterien einigen würden?

    Ich glaube, dass das in relativ kurzer Zeit keine Frage mehr für europäische Hersteller ist. Die haben es nämlich schlicht verpennt. Womöglich ist der Drops schon gelutscht, es hat nur noch keiner der „renommierten Autobauer“ gemerkt. Die haben sich viel zu lange auf dem (vermeintlich) Erreichten ausgeruht.

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    Ich denke, da kann man den Aufwand besser in die Entwicklung der Akkutechnologien stecken, v. a. in Richtung kürzerer Ladezeiten.

    Darüber wird schon seit sehr vielen Jahren nachgedacht (~ 100). Aber das Elend mit der Physik ist, dass die Grenzen aufzeigt. Alle „sensationelle Durchbrüche“ der letzten Jahre erweisen sich bei genauerer Betrachtung als marginale Verbesserungen oder lediglich „Laborbedingungstauglich“.

    Vor allem steht dem Ganzen noch ein konkretes Problem gegenüber: Zum Speichern von Energie muss die in der entsprechenden Menge vorhanden sein. Je mehr davon in kurzer Zeit gespeichert werden soll, desto komplexer wird das Heranschaffen, bekämpfen der Verluste und anderer „ärgerlicher Details“.

    Dann will ich es mal „anders herum“ versuchen:

    Mein Autokauf war unabhängig von einer erzielbaren Prämie. Ich habe mich gefragt, was ich als Gegenwert bekomme. Das ist bei E-Autos aktuell „schwierig“, allerdings gibt's ein paar m.E. objektiv relevante Aspekte:

    • Wie ist die Batterie verbaut? Kann die ggf. in 10 Jahren „bezahlbar“ ausgetauscht werden (beim MG4 hängt die Batterie komplett unten und ist für „Akku-Tauschstationen“ vorbereitet, wie sie in China sehr verbreitet sind – bei Deutschen Herstellern gehört die Batterie zur „Wertschöpfungskette“…) ?
    • Wie vollständig ist die SW-Ausstattung, muss ich – wie bei einigen Deutschen Herstellern – z.B. die Sitzheizung als Abo (!!!) kaufen ?
    • Was bieten mir andere E-Fahrzeug-Anbieter für 40k€?

    Wie schon erwähnt: E-Autos sind keinesfalls als Massenprodukt gedacht. Das ist bis auf weiteres (also noch ca. 10-15 Jahre) was für Leute, die das Kleingeld dafür haben.


    Es wäre politisch und infrastrukturell der Supergau, wenn sich jeder ein E-Auto leisten könnte: Unser Stromnetz kommt ja schon jetzt an die Grenze. Politisch gewollt ≠ praktisch machbar. Der Bundesnetzagentur geht jedenfalls schon gehörig die Muffe.


    Um es mal etwas sarkastisch zusammen zu fassen: Jammern über die hohen Preise für E-Autos ist der falsche Zugang zum Thema. Sei froh, dass es so ist, denn dann hast du länger Spaß an deinem…