Beiträge von ulf

    Das sollte nicht persönlich rüber kommen.

    ist bei mir auch nicht so angekommen ;)

    Solange die Dinge sachlich besprochen werden (ohne persönliche Tiefschläge wie "Dummkopf" usw.), ist bei mir alles im grünen Bereich :)


    und wie beim Verbrenner bremsen sollte schon ausreichen um die Bremsen vor dem Vergammeln zu schützen.

    Das reicht eben IMO nicht wirklich, weil bei BEV die Reku praktisch immer einen Teil der Bremsbelastung wegnimmt. Es sei denn, man bremst (beim MG4) oft genug in "N" 8o

    Wenn Du die vermeintlichen max. 17kW rechts unten im Fahrerdisplay abliest: das sind keine kW, sondern % von irgendwas mit irgendwelchen Umrechnungsfaktoren im Hintergrund. Wenn der Motor "zieht", sind es vermutlich % kW bezogen auf die jeweilige Maximalleistung.

    das Fahrzeug rekuperiert mit bis zu 17KW wenn ich stehe

    Das ist physikalisch unmöglich, denn Reku geht nur bei drehendem Motor.

    Man kann allerdings eine von außen kommende Motordrehung mit einem entgegegesetzten ständigen Stromfluß "abwürgen" (entfernt vergleichbar dem Halten eines Verbrenners am Hang nicht per Bremse, sondern mit schleifender Kupplung). Diesen drehungs-blockierenden Stromfluß siehst Du wohl beim 1PD im Stand an Steigungen oder Gefällen.

    Es kann nicht sein an einem Neuwagen, der (wir z.B. der XPower) noch keine 6 Monate auf dem Markt ist, extra Bremsfahrten durchzuführen.

    Extra Bremsfahrten halte auch ich bisher nicht für nötig, regelmäßige bewußte Hardware-Bremsungen (statt größtenteils nur per Reku zu bremsen) dagegen schon. Und das Grundproblem hat auch schon der TÜV erkannt:

    Zitat

    Demnach gibt es bei Elektroautos häufig Probleme mit den Bremsen, da diese wegen der Rekuperation deutlich weniger als bei Verbrennern beansprucht werden...

    "Mängel an den Bremsen treten bei allen untersuchten E-Autos überdurchschnittlich häufig auf"...

    Die Rekuperation entlaste zwar die Bremsen, könne in Abhängigkeit von der Fahrweise aber zum "Einschlafen der Bremsbeläge", also der Senkung des Reibwertes, führen. "E-Auto-Fahrende sollten regelmäßig kräftig bremsen, um die Bremsbeläge wieder zu regenerieren und damit die volle Bremsleistung zu erhalten"...

    gebe es beim Model 3 überdurchschnittlich viele Mängel an den Bremsscheiben.

    Wo ist der Unterschied zwischen einer Bremse beim Verbrenner und einem BEV?

    Beim Verbrenner wird die Bremse mit jeder Bremsung im Training gehalten (sobald die Motorbremswirkung nicht mehr reicht).

    Im Vergleich kann die Reku beim BEV deutlich höhere Verzögerungen erzeugen (solange man beim Verbrenner nicht bis in den beginnenden Überdrehzahlbereich runterschaltet), die BEV-Bremse wird daher in Alltagssituationen entsprechend weniger belastet und beginnt noch eher zu gammeln als beim Verbrenner.

    Ich hab nun die neuen 20"-Räder drauf

    Aaah ja!

    235/35 R20 sind beim Abrollumfang nur ~ 0,5% größer als 235/45 R18, was einen evtl. Verbrauchsvergleich kaum verfälschen würde.

    Hier gibts einen Vergleich zwischen 17" OEM-Rädern beim Lux und breiteren und schwereren Rädern bei (optisch) ebenfalls gleichem Umfang, 21,9 vs. 23,3kg pro Rad:

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    Das Ergebnis des Tests:

    Verbrauchsvergleich_Lux_Standardraeder_Tuning.JPG

    Runde 18% Mehrverbrauch des orangen Lux mit den breiteren Reifen.

    Mit welchen Anteilen nun die Reifenbreite, das Mehrgewicht bzw. die Aerodynamik (Spurverbreiterung?) am Ergebnis beteiligt sind, weiß man nicht.

    Aber ich wäre gespannt auf Deine Vorher- und Nachher-Verbrauchsdaten ;)

    Deshalb sollte man öfters mal stärker Bremsen als man eigentlich müsste. Dann dürfte es kein Rost geben.

    Ganz so einfach ist es nicht.

    Denn mit nur "ein bißchen stärker bremsen als die Reku wirkt" kann man die Scheiben nicht dauerhaft rost- und gammelfrei halten.

    Daher sollte man BEV-Bremsen oft genug deutlich jenseits der Reku-Wirkung "im Training halten".

    Dafür muß man normalerweise erstmal auf entsprechend hohe Geschwindigkeiten beschleunigen, und das kostet jedesmal besonders viel Energie bzw. Reichweite. Oder man unterdrückt die Reku-Bremsung (beim MG4 mit Gangwahl N), dann reichen schon niedrigere Geschwindigkeiten, und man kann die gleiche Bremsenbelastung mit geringerem vorgeschaltetem Energieverbrauch und Reichweitenverlust erreichen ;)

    Das bietet sich besonders bei längeren Bergabpassagen an, wenn man im Gang N überschüssiges Tempo wegbremsen kann bzw. muß, etwa als "Blitzvorbeugung", oder vor engen Kurven, Ampeln oder Einmündugen auf Vorfahrtsstraßen.

    Mein persönliches Landstraßen-Trainingsprogramm (analog zur regelmäßigen Benutzung der Handbremse meiner bisherigen Verbrenner) lautet daher "Immer wenn möglich die rechte Hand auf dem Gangrad, um vor jeder größeren Bremsung auf N schalten zu können".


    BTW: Solange mein XP rollt, akzeptiert er das Zurückschalten N->D auch ohne gleichzeitigen Tritt auf die Bremse. So kann man nach jeder mechanischen Bremsung in N wieder flüssig und ruckfrei beschleunigen anstatt nochmal extra bremsen zu müssen :thumbup:

    Ich hab grade mal beim KBA geguckt. Im Dezember wurden 2.577 MG zugelassen. Im Januar waren es dann nur noch 896.

    Ich gucke lieber auf die Zahlen unserer MG4:

    240209_MG4_Verkaeufe_seitStart.PNG

    ... und die sind im Januar auf ca. 1/7 der bisher besten Monate eingebrochen :(

    Wenn diese Tendenz in der ganzen EU so aussieht (und die EU aus Sicht von SAIC eine zulassungstechnische Einheit wäre, innerhalb derer Neufahrzeuge anhand der aktuellen Nachfragesituation leichter verschoben werden könnten als sie aus China anzuliefern), könnten die Käufer in nächster Zeit evtl. mit tollen Rabatten und kurzen Lieferzeiten rechnen.

    Habe nochmal etwas zum Scheibenputzen probiert:

    Beim normalem Bremsen in Gang N bleibt die Poweranzeige auch auf 0%, demnach würde alle Verzögerung wieder von den mechanischen Bremsen erzeugt.

    Die nötige Pedalkraft beim XP scheint mir so, als wenn man man beim leichten Bremsen das Fehlen der Reku fühlt: erstmal kommt kaum Verzögerung, aber dann beim festeren Reintreten steigt die Bremswirkung deutlich an und ist viel besser dosierbar als mit dem Handbremshebelchen.

    Zur Bremskraftverteilung kann ich nur hoffen, daß unsere Sorgenkinder (= hintere Scheiben) beim Fußbremsen in N nicht weniger geputzt werden als per Handbremshebelchen :/