Beiträge von Thunder Bird
-
-
Nach EU Verbraucherschutz ist es auch möglich den Service bei einer freien Werkstatt nach Werksvorgabe machen zu lassen ohne die Garantie zu verlieren. Würde es aber wegen evtl. Kulanzfälle nicht machen da schlägt der Hersteller dann zurück, spreche aus Erfahrung beim Stellantis Konzern.
-
Tipp, man kann sich innerhalb des Versicherungsjahres immer noch entscheiden den Schaden an die Versicherung zu zahlen u. wird dann nicht hochgestuft. Aber das werden die meisten schon wissen.
-
Nun ja, oder vielleicht doch?
Ich habe "spaßhalber" die Fragestellung "was spricht gegen einen um 0,1 bis 0,2 bar ......erhöhten....... Luftdruck....." eingeben und von der "KI" eine sich technisch genauso beeindruckend anhörende Begründung bekommen. Einiges sogar interessant genug um das mal zu plausibilsieren.
Aber trotzdem stell ich sowas hier nicht ein.
Lass uns lieber "unser Wissen" teilen, diskutieren und von mir aus auch mit konkreten Info's von google etc. oder - ganz ausgefallen heutzutage - aus Fachbüchern ergänzen.
Dann aber mit Quellenangabe, gelle.

-
Ändert nichts am Inhalt.
-
-
Z allen die das Brandrisiko angesprochen haben, ein Verbrenner mit 40 bis 70 L hochentzündlichem Benzin ist bei einem Unfall sicher nicht weniger brandgefährlich.
-
Das höhere Gewicht von Elektroautos – bedingt durch die schweren Batteriepakete im Unterboden – hat direkte und spürbare Auswirkungen auf den optimalen Reifendruck, das Verschleißverhalten und den Fahrkomfort.
Da Verbrenner und E-Autos in einer ganz unterschiedlichen Gewichtsklasse spielen, gelten bei EVs erweiterte Spielregeln:
1. Warum E-Autos den Reifendruck stärker fordern
Ein Elektroauto wiegt im Schnitt 200 bis 500 kg mehr als ein vergleichbarer Verbrenner. Zudem liegt das Gewicht tiefer und die Gewichtsverteilung auf den Achsen ist oft anders gelagert.
- Gefahr des Durchwalkens: Wenn der Luftdruck auch nur leicht zu niedrig ist, drückt das hohe Fahrzeuggewicht die Reifenflanken extrem ein. Der Reifen knickt in Kurven stärker ein und erhitzt sich schneller.
- Höhere Herstellervorgaben: Fahrzeughersteller geben für E-Autos ab Werk fast immer höhere Grunddruckwerte vor (oft zwischen 2,5 und 2,9 bar bei Kaltmessung).
- Toleranzbereich ist kleiner: Während ein Verbrenner bei 0,3 bar zu wenig Druck meist nur etwas schwammig fährt, führt derselbe Unterdruck beim E-Auto zu beschleunigtem Verschleiß an den Außenkanten und spürbarem Reichweitenverlust (höherer Rollwiderstand).
2. Der Verschleiß-Doppeleffekt: Gewicht + Drehmoment
Das höhere Gewicht ist nur eine Hälfte der Gleichung. Die zweite ist das sofort anliegende Drehmoment des Elektromotors:
- Erhöhter Abrieb beim Anfahren: Bei jedem Beschleunigen greift das volle Drehmoment ohne Verzögerung. Zusammen mit dem hohen Gewicht schrubbt der Reifen stärker über den Asphalt.
- Ungleichmäßiges Verschleißbild: Wenn der Luftdruck zu gering gewählt wird, führt das hohe Gewicht zu massiver Abnutzung an den Schultern (Außen- und Innenkanten). Ist er viel zu hoch, nutzt sich durch die hohe Masse vor allem die Mitte der Lauffläche schnell ab.
- Fahrstil-Empfindlichkeit: EVs nutzen Reifen im Schnitt ca. 20–30 % schneller ab als Verbrenner. Ein korrekt eingestellter Reifendruck fängt diesen Verschleiß ab.
3. Die Lösung: So stellen Sie den Druck optimal ein
Um die Balance aus Haltbarkeit, Komfort und Reichweite zu sichern:
- Obere Grenze der Teillast nutzen: Nutzen Sie den im Türrahmen angegebenen Teillast-Wert und geben Sie fest +0,1 bis +0,2 bar hinzu. Das schützt die Reifenflanken vor dem hohen Gewicht, schränkt den Federungskomfort aber noch nicht zu stark ein.
- Achten Sie auf XL- und HL-Reifen: Schwerere E-Autos benötigen verstärkte Karkassen. Reifen mit der Kennzeichnung XL (Extra Load) oder der neueren HL-Kennzeichnung (High Load) können bei identischem Druck deutlich mehr Gewicht tragen, ohne einzuknicken.
- Regelmäßiges Achswechseln (Rotation): Weil das Drehmoment meist auf der Antriebsachse greift und das Gewicht stark auf die Reifen drückt, empfiehlt sich bei E-Autos das Tauschen der Räder von vorne nach hinten alle 8.000 bis 10.000 km.
-
Um den perfekten Kompromiss aus geringem Verschleiß und hohem Fahrkomfort zu finden, gibt es eine klare Faustregel: Orientieren Sie sich strikt am TEILLAST-Sollwert des Herstellers und erhöhen Sie diesen um höchstens 0,2 bar.
Hier sind die entscheidenden Kriterien im Detail:
1. Das Druck-Diagramm: Der Zielbereich
Die beiden Ziele (Verschleiß vs. Komfort) arbeiten physikalisch gegeneinander. Der richtige Druck liegt genau im Schnittpunkt:
- Zu niedriger Druck (Unterdruck):
- Verschleiß: Sehr hoch an den Reifenschultern (Außenkanten). Der Reifen walkt stark, wird heiß und verschleißt extrem schnell.
- Komfort: Sehr weich, aber schwammiges Fahrverhalten.
- Zu hoher Druck (Überdruck):
- Verschleiß: Erhöht in der Laufflächenmitte. Die Kontaktfläche schrumpft, der Reifen nutzt sich ungleichmäßig ab.
- Komfort: Schlecht. Der Reifen wird spürbar hölzern und gibt Stöße direkt an das Fahrwerk weiter.
- Optimaler Druck (Sollwert bis +0,2 bar):
- Die Lauffläche liegt plan auf der Straße auf. Der Abrieb erfolgt gleichmäßig über die gesamte Breite (maximale Lebensdauer), während das Luftpolster Ecken und Kanten noch gut abfedert.
2. Praktische Kriterien für die Einstellung
A. Herstellerangaben auf dem B-Säulen-Aufkleber
Schauen Sie in die Fahrertür (B-Säule) oder den Tankdeckel. Dort finden Sie Tabellen für unterschiedliche Beladungen:
- Teillast (Comfort / Normal): Meist 1–2 Personen ohne schweres Gepäck. Dies ist Ihr Basiswert für maximalen Komfort.
- Eco-Druck (falls angegeben): Liegt meist 0,3–0,5 bar höher. Das spart Kraftstoff, geht aber spürbar zu Lasten des Fahrkomforts.
B. Die Temperaturregel (Kaltmessung)
- Messen Sie den Reifendruck ausschließlich bei kalten Reifen (Fahrzeug stand mindestens 2 Stunden oder wurde weniger als 3 km gefahren).
- Pro 10 °C Erwärmung steigt der Innendruck um etwa 0,1 bar. Wer einen warmgefahrenen Reifen auf den Kalt-Sollwert ablässt, fährt effektiv mit zu wenig Druck!
C. Temperaturunterschiede im Jahresverlauf
- Wenn Sie im warmen Herbst (z. B. 20 °C) den Druck einstellen und im Winter Minustemperaturen herschen (z. B. 0 °C), sinkt der Druck allein durch die Temperatur um ca. 0,2 bar. Checken Sie den Druck daher bei Wetterumschwüngen.
- Zu niedriger Druck (Unterdruck):
-
So viel ich weiß ist eine Preiserhöhung immer ein Grund um Kündigen zu können.