Inzwischen ist die Konservierung unseres Urban gemacht und heute bin ich mit dem Schallschutz fertig geworden.
Demontage Türverkleidungen / Heckklappenverkleidung
Mit passendem Werkzeug und etwas Schraubere-Erfahrung rel. schnell erledigt. Die Türverkleidungen haben kleine Plastikabdeckungen (1x hinter dem Türöffner/1x unterhalb der Armauflage). Dahinter sitzen 6mm Schrauben mit 8er Kopf. An der Unterkante der Verkleidungen ist mittig eine kleine Stelle zum einführen des Kunststoffwerkzeugs zum abdrücken. Von da an entweder von Hand ringsum mit etwas Ruck die Verkleidung lösen oder, als sicherere Lösung, mit etwas einer Spreizzange re./li. Im Wechsel iim Bereich der Klammern abdrücken.
Von der Innenseite müssen dann noch die Stecker (Fensterheber etc.) ausgeclipst werden (kl.Schraubendreher) und der Seilzug der Türverkleidung ausgehangen werden (selbsterklärend).
An der Heckklappe ist nir eine Schraube in der Griffmulde zu entfernen, die kleine Klappe am Schloss bleibt dran.
Demontage Kofferraumauskleidung
Heckbank umklappen. Hutablage und Kofferraum-Bodenplatte rausnehmen.
An der Rückwand / im Schlossbereich sitz eine robuste Kunststoffverkleidung. Die bekommt man mit etwas Kraft und je einem Ruck re. / li. Nach oben hin raus. Dann sind die seitlichen Verkleidungen dran. Dazu am hinteren Ende, entlang der Gummidichtung vorsichtig dahinter fassen und die je beiden Klammern lösen. Größte Vorsicht sollte man an der Oberkante walten lassen. Da ist der Verkleidungsteppich gewickelt und wird bei der Montage in die darüber liegende Kunststoffverkleidung gedrückt. Einrasten tut das Ganze nur durch Langlöcher im Teppich die über Haltenasen in dieser Plastikverkleidung einrasten. Ich habe das ohne Schäden durch Stück für Stück aushebeln mit einem langen Vergaser-Schraubendreher rausbekommen.
Im Bereich der Arretieungsbügel werden diese Verkleidungen noch von zwei Plastikstopfen gehalten. Erst den Mittelstift rausholen ( kl. Haken oder Schraubendreher), dann mit Aushebelwerkzeug die Stopfen raushebeln. Die Querverkleidung direkt hinter der Sitzbank hat drei solche Stopfen, zwei sofort sichtbar, einer versteckt genau mittig zur Sitzfläche hin.
Körperschalldämmung
Standard ist heutzutage Alu-Butyl. Aber vorsichtig bei zu Preiswerten Internetangeboten. Es kommt hier auf die Stärken der Materialschichten (schwarze Klebemasse / Alu-Tragschicht) und darauf, das keine gesundheitlichen Ausdünstungen entstehen an. Ich verwende seit langem Reckhorn ABX und habe noch nie Probleme damit gehabt. Es kann z.B. durch Ausdünstungen und Trocknung passieren, das nach Jahren das Material versprödet und sich partiell abhebt / ablöst. Das will man nicht haben (Geräusche / Rostnester).
Manche Experten propagierten die vollflächige Auskleidung der Bauteile mit Alu-Butyl. Tatsächlich sollte man nur soviel Material einbringen, bis das dröhnen spürbar reduziert, bzw. weg ist. Geht gut mit abklopfen. In der Regel sind das eigentlich nie mehr als 40% der Fläche. Beim Urban war das, aufgrund der Profilierung und Blechstärke, an der Türen deutlich weniger. Im Bereich des Kofferraum / der Radkästen reichten weniger schmale Streifen völlig aus.
Luftschalldämmung
Zu meiner Überraschung hatte der Urban an den vorderen Türverkleidungen und den Seitenverkleidungen im Kofferraum bereits zusätzliche Dämmung gegen Luftschall. Ich habe diese jedoch entsorgt und durch dickere, luftigere Akustik-Matten aus dem Lautsprecherbau ersetzt. Dann auch vollflächig und auch an den hinteren Türen. Um Halt zu geben reichen wenige Punkte Montagekleber aus. Da an den hinteren Türen bei mir nie Lautsprecher eingebaut werden habe ich die Löcher mit Alu-Butyl verschlossen. Die Schaumstoffattrappe des habe ich gekürzt und damit die Lautsprecheröffnung in der Türverkleidung verschlossen.
Lautsprecher
Die Lautsprecher sitzen einem Kunststoffrahmen. Den habe ich zirkulär mit einem Alu-Butyl Streifen versteift. Genauso habe ich die Rundung, wo der Lautsprecher in der Türverkleidung aufstößt versteift. Das ursprünglich etwas blecherne Klangbild ist nun satt und sauber bis zur max. Lautstärke hin. Hinten kämen bei uns Lautsprecher in die Verkleidung der C-Säule. Aber da man beim Urban die Verteilung des Klangs im Raum einstellen kann machen wir das erstmal nicht.
Radhausschalen
Die Radhausschalen sollte man nicht mit irgendwelcher Plattenware bekleben. Egal was das www dazu zeigt, über die Zeit besteht immer die Gefahr der Ablösung usw.. Wirklich zufrieden bin ich erst seitdem wir unsere Radkästen mit einer Anti-Dröhn-Beschichtung versehen lassen. Die Dämmung der Abrollgeräusche ist deutlich und das Material bleibt in sich elastisch.
Türdichtung
Zwischen Vorder- und Hintertüren entstehen durch den Spalt entlang der B-Säule Windgeräusche. Beim Urban zwar nicht so dolle, aber dennoch hörbar. Durch eine zusätzliche, genau dafür profilierte Dichtung sind diese Geräusche nicht mehr wahrnehmbar.
Motorhaube
Die After-Market-Dämmmatte ist nicht besser oder schlechter als das, was wir alle von Serienmatten kenn. Die Passform ist gut und Befestigungsstopften sind reichlich mehr als benötigt dabei. Montage dauert keine 5 Minuten.
Fazit
Wir fanden das spontan erheblich leiser. Geräusche werden eigentlich nur noch oberhalb der Fensterline zugeordnet. Das Motorgeräusch ist jetzt deutlich im Hintergrund. Vergleichsmessung haben wir noch nicht gemacht. Die Bedingungen (Strecke / Witterung) sind zu unterschiedlich. Mit den Arbeiten für den Korrosionsschutz zusammen alles in allem so um 6 - 7 Std. Arbeit, verteilt auf 3 Tage.
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weiter Bilder folgen.