Beiträge von C-Evo

    Also mein DC-DC-Wandler im BMW E-Roller liefert 500 Watt. Ich denke schon dass der Wandler im MG deutlich mehr kann. Ich hab leider nur ein Zangenamperemeter für Wechselstrom. Gibt‘s sowas auch für Gleichstrom?


    Die Frage würde sich stellen wenn man die Blei- gegen ne LiFePo4-Batterie tauscht. Denn durch den viel geringeren Innenwiderstand kann die bei entsprechender Spannungsdifferenz schnell einen ungeahnt hohen Strom ziehen. Und wenn der DC-DC-Wandler da nicht entsprechend vor Überlastung geschützt ist könnt‘s kritisch werden.


    Ich hatte das mit einem Kunden der ne Yamaha fuhr und ihm zweimal die LiMa abgeraucht ist nach Einbau einer Li-Batterie. Yamaha meinte, das könne tatsächlich damit zusammen hängen, da die LiMa vor Überlastung nur durch den relativ hohen Innenwiderstand einer Blei-Batterie geschützt sei. Vereinfacht gesagt, die LiFePo4 zog einfach zu viel Strom.

    Richtig.

    Aber wenn man mit dieser Konstantspannung bei möglichst hohem Wirkungsgrad des Ladegeräts laden will, muß die Batterie schon zum Teil entladen sein - denn je tiefer der SOC einer Bleisäurezelle, desto höher der Ladestrom. Verglichen damit dauert die Ladung von 95 bis 100% SOC ewig lange, und während all dieser Zeit müßte der DC-DC-Wandler laufen und evtl. sogar der Schütz aktiv sein, der als mechanisches Relais wohl auch einiges an Strom zieht - was am Ende wieder den Bruttoverbrauch / 100km erhöht.

    Ich kann mir schon vorstellen, daß das 12V-Lademanagement bei stehendem Fahrzeug nicht auf konstant 100% SOC zielt, sondern eher auf ein Fenster von (frei erfunden) z.B. 60 - 90%. Und um dieses Fenster einigermaßen zu treffen und zu halten, ist eine (Ent-)Ladestrombilanz via Shunt sicher hilfreicher als wenn die Software ohne diese Daten auskommen muß.

    Ja, unter dem Gesichtspunkt der „Standladung“ hast Du recht. Aber ich denke diese Standladung wird eher die Ausnahme sein. Und die wird denke ich von der Spannung als Regelgröße ausgelöst. Und da wahrscheinlich auch erst kurz bevor die 12V-Batterie klinisch tot ist. Die normale Ladung wird aber überwiegend im Fahrbetrieb und während des Ladens der Fahrbatterie geschehen. Und da musst einfach nur ne Spannung von um die 14,3V mit einer ausrechend potenten Stromstärke zur Verfügung stellen. Das reicht. Maximal noch mit einer Temperaturregelung die die Spannung bei hohen Temperaturen absenkt.

    Auch immer wieder meine Rede!

    Ich lade sein 2014 den 12kWh-Akku meines BMW-E-Rollers mit dem serienmäßigen Mennekes-Ladeziegel über Verlängerungskabel und Schuko. Weder explodiert das Haus, noch entsteht eine Störung im Raum-Zeit-Kontinuum, noch tat sich je ein schwarzes Loch auf. 🤣


    Es müssen schon sehr viele ungünstige Umstände zusammenkommen dass da mal was zu kokeln anfängt. Viel mehr passiert aber auch nicht, denn die Schwachstelle ist der Schuko-Stecker bzw. die Steckdose und hier sind alle verwendeten Materialien (gilt übrigens auch für Kabelisolierungen und Klemmen) schon seit Jahrzehnten schwer bzw. nicht entflammbar. Das einzige was beachtet werden muss ist, dass die verwendeten Elemente neuwertig und in einem guten mechanischen Zustand sein sollten. Opas Kabeltrommel in einer ausgenaggeltem Steckdose aus den 60er-Jahren sind definitiv nicht geeignet. Alles andere geht gut und mit vertretbarem Risiko.

    BTW ist das Kastchen an der Massepolklemme ziemlich sicher ein Shunt zur Strommessung von Ladung und Entladung. Damit kann theoretisch der SOC bestimmt werden und so eine Steuergröße für das "inteligente Laden" aus dem Fahrakku erzeugt werden.

    Wobei eine Bleibatterie keine großartige Laderegelung benötigt. Die Ladestromquelle muss lediglich eine maximale Spannung haben die der Ladeschlussspannung des Batterietyps entspricht. Der Ladestrom begrenzt sich selbst einmal durch den Innenwiderstand der Batterie und zweitens durch das „Spannungsgefälle“ zwischen DC-DC-Wandler und Batterie.

    Bei herkömmlichen „Lichtmaschinen“ (richtig: Generator) kann eine aufwändigere Regelung Sinn machen, da die Spannung und der Strom durch unterschiedliche Drehzahlen und Lastzustände recht unregelmäßig zur Batterie fließt. Aber bei einem DC-DC-Inverter ist das weniger relevant. Interessant wäre es zu erfahren wieviel Strom dieser DC-DC-Wandler maximal liefern kann. Die Ladespannung ist ja recht bequem im Fahrerdisplay ablesbar.

    Ich würde mir gleich ne kleine und leichte Lithium-Batterie einbauen. Diese altertümlichen Bleibatterien sind schon längst veraltet und gehören rausgeworfen. Die angegebene Kapazität kann nur max. zur Hälfte sinnvoll genutzt werden, die Spannung baut bei Belastung stark ab weil der Innenwiderstand exorbitant hoch ist und vor allem sie ist sauschwer und wenig zyklenfest.


    Bei einer Lithium-Batterie sollte eine mit 20-25Ah mehr als ausreichend sein. Und da sie keinen extrem stromziehenden Anlasser beliefern muss, spielt selbst extreme Kälte keine Rolle. Tesla z.B. werden alle schon lange mit LiFePo4-Batterien ausgeliefert.

    Ich hab mich auch schon gefragt, warum sowas nicht "einfach" gemacht wird, um ohne Trennkupplung das PSM-Bremsmoment zu eliminieren.

    Womöglich sind die unvermeidbaren elektrischen Verluste im WR und im ohmschein Widerstand des Stators ähnlich groß wie die Bremsmomentverluste des stromlos mitlaufenden PSM, so daß der regeltechnische Aufwand sich nicht lohnt...?

    Einen PSM kannst Du NIEMALS "stromlos mitlaufen" lassen! Sobald er stromlos in Bewegung gesetzt wird erzeugt er Strom und entwickelt genau das Bremsmoment dass Du von der höchsten Rekuperationsstufe kennst. Das ist auch exakt der Grund warum Du niemals ein Auto mit einer PSM-Achse "mitlaufend" abschleppen darfst. Der Motor würde sich innerhalb weniger 100m selbst zerstören und den gesamten Umrichter dazu.

    Wenn DU bei Deinem MG4 während der Fahrt einfach den Fahrschalter auf N stellst erlebst Du genau das was ich Dir weiter oben beschrieben hab. Das Drehfeld wird mit dem rotierenden Motor mitgeführt und die fließenden Ströme tendieren theoretisch gegen Null. Aber halt nur theoretisch. In der Praxis bleibt ein ganz leichtes Antriebsmoment von einigen wenigen Prozent.


    Deshalb ist es üblicher Konsens der Autohersteller an der Hauptantriebsachse einen PSM-Motor einzusetzen und an der sekundären Antriebsachse einen Motor mit fremderregten Rotorläufer einzusetzen. Dieser läuft wenn er stromlos ist einfach (elektr.) widerstandslos mit und es werden keinerlei Induktivitäten erzeugt.