Deutschland wieder. Ein Ladepunkt ist im Zweifel eine (vielleicht sogar blaue?) Steckdose wie sie heute doch in jeder Wohnung zu Dutzenden zu finden ist. Üblicherweise mit drei Phasen für den Herd und Elektroboiler z.B. Und jetzt sollen ein paar Aufputz verlegte Kabel mit ner blauen Steckdose und nem Zähler Zehntausende von Euro kosten?
In Mehrfamilienhäusern gibt es einen Hausanschluss, der irgendwie dimensioniert ist. Wenn nun im Worst Case 20x 22kW laden, übersteigt das im Zweifelsfall die Leistung und es fliegen alle Sicherungen. Daher muss bei vielen Verbrauchern ein Lastmanagement her, das die Wallboxen drosselt. Laden z.B. nur 1-5 Nutzer, kann der volle Ladestrom abgegeben werden. Laden 20 gleichzeitig, drosselt man z.B. auf 6kW. Hierfür gibt es bei Wallboxen das OCPP Protokoll, über dass diese durch eine Steuereinheit geregelt werden können. Was das Ganze teurer macht, ist die Lastverteilung und die Installation durch einen Elektriker.
Einfach irgendwie irgendwo anschließen klappt vielleicht technisch noch in einem Einfamilienhaus. Selbst da bin ich mit unserem MG4 Standard an die Grenzen gestoßen, weil der nur einphasig lädt. Wenn beim Aufladen bei vollem Ladestrom noch weitere Verbraucher auf der Phase genutzt werden, fliegt selbst eine 32A Sicherung.