Künftige Ladepunkt-Pflichtausstattung von Wohnhäusern

  • Wer (demnächst) als BEV-Besitzer zur Miete wohnt oder eine Eigentumswohnung in einem Mehrparteienhaus hat, für den könnten die neuen Bestimmungen interessant sein, u.a.:

    Zitat

    Bei neuen Wohngebäuden mit mehr als drei Stellplätzen gilt künftig, dass mindestens 50 Prozent der Stellplätze mit Vorverkabelung und die übrigen Stellplätze mit Leitungsinfrastruktur ausgestattet werden und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden muss.

    Die Pflicht zur Ladeinfrastruktur ist nun auch bei größeren Renovierungen gegeben. Das betrifft konkret Wohngebäude mit mehr als drei Stellplätzen bzw. Nichtwohngebäude mit mehr als fünf Stellplätzen, bei denen im Zuge einer Sanierung auch der Parkplatz oder die elektrische Infrastruktur erneuert werden.

    Gruß Ulf


    MG4 XPower MY23 in Brighton Blue, gebaut Juli 23, 4-Jahres-Leasing seit Nov.23, R46 mit Tempomat (Frontradar)-Update :)

    Akku-SoH: laut Eigenberechnung aus Ladedaten im April 2026 = 96,6%; laut Reichweitentest im Mai 2026 = 97,7%

  • Gut für den ein oder anderen BEV Besitzer, schlecht für alle anderen, denn die Mieten werden dadurch wieder höher.

    Silence S01 Connected eRoller L3e (95 km/h)

    Derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger für meinen >17 Jahre alten Chevrolet Captiva LPG.

    Im Blick: MG4 EV Urban Comfort54 kw

  • In unser EWG gibt es 22 feste Stellplätze die den Eigentümer zugeteilt sind. Da wird es schwierig die Kosten zu verteilen.

    MG4 Standard MJ. 23 ZL 2/24 Dover Weiß

    R40 Auto meiner Frau

    MG4 Trophy orange mit schwarzem Dach EZ 09/23

    R 67 T-Box 23/23 2. Inspektion am 02.09.25 bei 8.230 km

  • Hallo...

    Ich würde eher vermuten daß der Vermieter die Aufbaukosten durch einen Ladepreis von 60ct aufwärts wieder reinzuholen versucht. Welchen Preis der Ladestrom hat ist ja nicht reglementiert.


    MfG Rohwi

    MG4 Comfort 09/22 mit

    17700 km gekauft in 04/25

    33000km in 12/25


    Privatkauf ohne Garantieen weil der Ersatbesitzer die 2.Inspektion nicht durchführen lassen hat.(der Preis hat gestimmt)

  • In unser EWG gibt es 22 feste Stellplätze die den Eigentümer zugeteilt sind. Da wird es schwierig die Kosten zu verteilen.

    Eigentlich nicht. Zu meiner ETW gehört auch eine TG mit 19 Stellplätzen, die alle einen festen Eigentümer haben. Die Eigentümer müssen beschließen, dass Plätze mit Ladepunkten ausgestattet werden und eine Lastverteilung verbauen. Gesetzlich gibt es nur einen Haken: Nur die Eigentümer, die einen Ladepunkt haben wollen, müssen zunächst die Gesamtkosten bezahlen. Würden alle mitmachen, wären es rund 2500 Euro pro Ladepunkt. Machen nur zwei mit, bezahlen die erstmal jeweils 24.000€. Ich versuche zur nächsten Förderung mal, die Eigentümer mit der aktuellen Förderung von 1500 Euro pro Ladepunkt zu überzeugen. Leider denken viele nicht daran, dass ihr nächstes Auto voraussichtlich elektrisch fahren wird.

  • Deutschland wieder. Ein Ladepunkt ist im Zweifel eine (vielleicht sogar blaue?) Steckdose wie sie heute doch in jeder Wohnung zu Dutzenden zu finden ist. Üblicherweise mit drei Phasen für den Herd und Elektroboiler z.B. Und jetzt sollen ein paar Aufputz verlegte Kabel mit ner blauen Steckdose und nem Zähler Zehntausende von Euro kosten?


    Diese German Angst ist wirklich der größte Bremsfaktor für Innovation. Das nimmt kein gutes Ende...

    kW (Kilowatt) ist die Leistung und gibt an, wie schnell das Auto beschleunigt oder wie schnell es lädt.

    kWh (Kilowattstunde) ist die Energiekapazität und gibt an, wie viel Energie in den Akku passt (ich lade 2 Stunden mit 22kW = 2h x 22kW = 44 kWh) bzw. wie schnell der Akku sich leert bei dem Verbrauch pro 100km (kWh/100km)


    MG4 Standard, EZ 6/2025, 12500km, produziert in China 12.9.2024, Standort Kanaren/Teneriffa, Neupreis hier ohne Förderungen 23600 Euro.

  • Deutschland wieder. Ein Ladepunkt ist im Zweifel eine (vielleicht sogar blaue?) Steckdose wie sie heute doch in jeder Wohnung zu Dutzenden zu finden ist. Üblicherweise mit drei Phasen für den Herd und Elektroboiler z.B. Und jetzt sollen ein paar Aufputz verlegte Kabel mit ner blauen Steckdose und nem Zähler Zehntausende von Euro kosten?

    In Mehrfamilienhäusern gibt es einen Hausanschluss, der irgendwie dimensioniert ist. Wenn nun im Worst Case 20x 22kW laden, übersteigt das im Zweifelsfall die Leistung und es fliegen alle Sicherungen. Daher muss bei vielen Verbrauchern ein Lastmanagement her, das die Wallboxen drosselt. Laden z.B. nur 1-5 Nutzer, kann der volle Ladestrom abgegeben werden. Laden 20 gleichzeitig, drosselt man z.B. auf 6kW. Hierfür gibt es bei Wallboxen das OCPP Protokoll, über dass diese durch eine Steuereinheit geregelt werden können. Was das Ganze teurer macht, ist die Lastverteilung und die Installation durch einen Elektriker.

    Einfach irgendwie irgendwo anschließen klappt vielleicht technisch noch in einem Einfamilienhaus. Selbst da bin ich mit unserem MG4 Standard an die Grenzen gestoßen, weil der nur einphasig lädt. Wenn beim Aufladen bei vollem Ladestrom noch weitere Verbraucher auf der Phase genutzt werden, fliegt selbst eine 32A Sicherung.