Deshalb sollte man öfters mal stärker Bremsen als man eigentlich müsste. Dann dürfte es kein Rost geben.
Ganz so einfach ist es nicht.
Denn mit nur "ein bißchen stärker bremsen als die Reku wirkt" kann man die Scheiben nicht dauerhaft rost- und gammelfrei halten.
Daher sollte man BEV-Bremsen oft genug deutlich jenseits der Reku-Wirkung "im Training halten".
Dafür muß man normalerweise erstmal auf entsprechend hohe Geschwindigkeiten beschleunigen, und das kostet jedesmal besonders viel Energie bzw. Reichweite. Oder man unterdrückt die Reku-Bremsung (beim MG4 mit Gangwahl N), dann reichen schon niedrigere Geschwindigkeiten, und man kann die gleiche Bremsenbelastung mit geringerem vorgeschaltetem Energieverbrauch und Reichweitenverlust erreichen 
Das bietet sich besonders bei längeren Bergabpassagen an, wenn man im Gang N überschüssiges Tempo wegbremsen kann bzw. muß, etwa als "Blitzvorbeugung", oder vor engen Kurven, Ampeln oder Einmündugen auf Vorfahrtsstraßen.
Mein persönliches Landstraßen-Trainingsprogramm (analog zur regelmäßigen Benutzung der Handbremse meiner bisherigen Verbrenner) lautet daher "Immer wenn möglich die rechte Hand auf dem Gangrad, um vor jeder größeren Bremsung auf N schalten zu können".
BTW: Solange mein XP rollt, akzeptiert er das Zurückschalten N->D auch ohne gleichzeitigen Tritt auf die Bremse. So kann man nach jeder mechanischen Bremsung in N wieder flüssig und ruckfrei beschleunigen anstatt nochmal extra bremsen zu müssen 