Beiträge von ulf

    Ich habe festgestellt, dass die Vibrationen über die Zeit weniger werden... Man bekam von den Vibrationen taube Finger.... Jetzt ist das nicht mehr so schlimm. Was aber geblieben ist, ist das Brummen.

    Bis auf die tauben Finger sind meine Erfahrungen praktisch die gleichen.

    Verbreitert man die Spur jetzt nur 30mm, was 15mm auf jeder Seite entspricht, dann wird aus der reinen Radialkraft von ca. 450kg bei unserem MG4 auch noch ein Kippmoment aufgebracht, das in etwa 70Nm groß ist. Das hört sich nicht nach viel an, bedeutet aber das an dem Radlagerring (etwa 60mm Durchmesser) am oberen Ende ca. 225kg drücken und am unteren Ende 225kg ziehen. Und das permanent!

    Habe ich einen Denkfehler?

    Wenn ich es nachrechne, sieht das so aus:

    a) 450kg x 0,015m Hebel = 6,75kg x m (bzw. 66,2Nm)

    b) Auf einen 6cm-Hebel umgerechnet: 6,75kg x m / 0,06m = 112,5 kg

    c) Lagert man den 6cm-Hebel in der Mitte, um die Druck- und Zugkräfte am Radlagerring zu errechnen, dann komme ich auf je 56,25kg Druck oben und Zug unten - also auf 1/4 Deiner Werte.


    Meine Gedanken-Analogie dazu ist ein Radkreuz, an dem sich die Drehmomente beider Hände (Kraft x Hebelarm, angenommen jeweils 30cm pro Seite) addieren. Dabei ist die Wirkung gleich bzw. es ist egal, ob man beidhändig an einer Seite z.B. mit 100N zieht (ergibt 30Nm), oder am gleichen Hebel mit 50N zieht und am entgegengesetzten Hebel mit 50N drückt (ergibt 2 x 15Nm = ebenfalls 30Nm).

    Ich hab die leise Befürchtung das es den Neuen nicht mehr als XP geben wird. Dann wäre der MG4 für mich auch raus.

    Dito bei mir... und es wäre 1 Argument mehr, den schönen blauen XP zum Leasing-Ende zu kaufen - falls er sich bis dahin als technisch robust erweist und der Akku noch gesund genug ist.

    Ich schätz mal 10 Minuten dauert es länger.

    Auf meiner Fahrt vom Saarland in den Chiemgau und zurück habe ich auch meistens bis 90% geladen, wo der MG4 immerhin :rolleyes: noch ~ 28kW gezogen hat (bei 80% ca. 55kW). Aus dem Bauch heraus schätze ich den Mehr-Zeitbedarf für 90 statt 80% auch auf ca. 10 Minuten, aber das waren mir die knapp 30km mehr BAB-Reichweite wert.


    Nur einmal hat mich der Geiz-Teufel geritten, nämlich beim "Ladepark" Spielplatzstr.6, 89312 Günzburg: da stehen 2 EnBW-HPC, wo ich als Auch-Hausstromkunde ohne Abo für 51c/kWh laden kann - aber 1 HPC war defekt, und der andere natürlich besetzt. Dann gibt es dort noch 1 LEW-HPC mit 1 freien Anschluß (so daß ich nicht warten mußte), wo mich die kWh dank EWE-Go-Ladekarte im Roaming allerdings "nur" 62c kostet. Also habe ich nur von 28 bis 60% geladen, so daß ich sicher bis zur nächsten BAB-nahen EnBW-Gelegenheit kam und dort von 32% wieder bis 90% geladen habe.

    62 statt 51c/kWh in meinem Fall klingen nach Peanuts, aber: Hätte ich bei Günzburg am LEW-HPC bis 90 statt 60% geladen, dann wären die 30% mehr immerhin um 2,19€ teurer gewesen als an einem EnBW-HPC.

    Und ja, diese kleine Flucht vor den saftigen HPC-Ladepreisen hat mir (als Rentner, der meistens keinen Zeitdruck hat) tatsächlich Spaß gemacht ^^ Schließlich tanken viele Verbrennerfahrer auch gezielt an "billigen" Tanken und / oder zu "günstigen" Tageszeiten.

    Autobahn und Langstrecke geht mit dem Lux auch problemlos, rein elektrisch.

    "Problemlos" ist so wunderbar subjektiv ;)

    Und es paßt auch auf mein normales Kurzstrecken-Fahrprofil, bei dem der Strom im Akku immer wieder bis zurück an die Wallbox reicht.

    Doch schon auf seltenen Langstrecken muß ich mir jede Ladepause schönreden (Entspannung, Entschleunigung bla blubb...), und das geht zum Glück auch, weil ich mir als Rentner keinen Zeitdruck mehr aufladen muß.

    Wer aber z.B. Reichweiten und kurze Tankzeiten a la Diesel als unverzichtbar erlebt (z.B. Vertreter mit ständigem Zeitdruck plus Langstreckenfahrprofil), für den wird ein BEV a la MG4 nicht mal ansatzweise problemlos, sondern völlig unakzeptabel sein.

    Wenn dieser Thread sich zunehmend in Richtung Reiseberichte verschiebt, hier noch meine Erfahrungen mit dem XP zwischen Saarland und Chiemgau (Hauptstrecke: A8 und B10 plus Landstraßen-Nahverkehr in Bayern) mit ~ 1.300km in 1 Woche:

    Das Laden mit AC und DC ging überall problemlos, wo meine Ladekarte(n) akzeptiert wurden und keine Flexpole-HPC standen. Dank des AC- und DC-Roaming-Preisdeckels mit der EWE-Go-Ladekarte (ohne Abo!) brauchte ich mich nirgendwo über höhere Ladepreise als 62c/kWh zu ärgern, habe aber natürlich als EnBW-Hausstromkunde möglichst bei EnBW für 51c/kWh geladen.

    Im Nahverkehr verbrauchte der XP insgesamt ca. 14,8 kWh/100km, auf der Langstrecke mit Tempomat 124 (wo möglich und erlaubt, wobei die Ladepausen den Schnitt auf 63 bzw. 68 km/h drückten) ca. 20 kWh/100km: das finde ich für eine Spaßkiste dieses Kalibers völlig OK.

    Auf der BAB ist der XP für mich vor allem dann genial, wenn ich aus einem nervigen Pulk von Langsamfahrern, plötzlich ausscherenden Überholern und von hinten heraurauschenden Schnellfahrern in den freien Bereich vor mir flüchten will: Wie schnell der XP bei Vollstrom auf das Schnellfahrer-Tempo kommt, ohne einen auflaufenden Hinterman zum Bremsen zu zwingen, erstaunt mich immer noch - weil ich selten auf der BAB fahre. In diesen Momenten wird mir immer wieder klar, daß der XP für mich die beste Wahl aus der MG4-Familie ist.

    Habe dann hinten 50 mm verbreitert, sah gut aus,aber nach 30000 km sang das erste Radlager sein Lied. ...


    Im Übrigen neigt auch mein Chrysler aufgrund der großen und breiten Felgen, die nicht Serie sind, zu Radlagerschäden.

    Waren die 50mm am Wohnmobil pro Achse oder pro Rad?

    Wieviel Verbreiterung pro Rad fährst Du am Chrysler?

    Kippmomente sind aber nicht mit einer Radialbelastung gleichzusetzen

    Da sehe ich auch so.

    IMO erzeugen sowohl Spurverbreiterungen als auch Kurvenfahrten Kippmomente.

    In #17 hast Du das Kippmoment von 15mm Spurverbreiterungen pro Rad umgerechnet in

    Zitat

    das an dem Radlagerring (etwa 60mm Durchmesser) am oberen Ende ca. 225kg drücken und am unteren Ende 225kg ziehen.

    Wenn ich anhand von #20 das max. Kurvenfahrt-Kippmoment von 1.938 Nm pro Rad in die Druck- und Zuglast auf 6 cm Hebellänge umrechne, komme ich auf ca. 3.292 kg, die sich in je 1,646 Tonnen Druck- und Zugkraft oben und unten aufteilen - also mehr als das 7-fache der statischen Spurverbreiterungsbelastung.

    Daher sehe ich eine Spurverbreiterung von 15mm pro Rad immer noch eher entspannt als dramatisch... ?(