Beiträge von Mc-Fly

    Wahl ist aber wohl (bis jetzt) nur in einem Sanierungsprozess eine Art der Insolvenz bei der die Geschäftsführung noch handlungsfähig bleibt und es um die Rettung des Unternehmens und nicht um die Abwicklung geht. Noch steht die Zukunft des Unternehmens im Fokus. Heißt man sollte Cash nur gegen Ware hergeben und nicht in Vorkasse gehen, aber die, die dort bestellt haben können stand heute ihr Auto noch bekommen.

    A) Die, ja richtig, noch handlungsfähige GF wird dennoch eng überwacht, sonst würde jeder eben Insolvenz anmelden u. sich für 3 Mon. wirtschaftlich förderlich die Gehälter seiner Mitarbeiter bezahlen lassen.


    B) Es ist nicht eine Art der Insolvenz, es ist schlicht eine. Auch bei einer Insolvenz mit gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter geht es in den ersten drei Monaten nicht primär um die Unternehmensabwicklung. Auch dort wird genauso versucht zu sanieren, neue Investoren und/oder Banken zu finden.


    C) Die Insolvenz in Eigenverwaltung wird sehr gründlich geprüft, nicht vom Richter, von entspr. Fachleuten, und dann wird der Antrag bewilligt oder eben nicht.


    D) Man darf davon ausgehen, dass so oder so für die nächsten drei Monate der Regelbetrieb aufrecht erhalten wird. Die übernommenen Löhne u. Gehälter durch die Arbeitsagentur werden finanzielle Spielräume geben. Die GF bewegt sich da auf einen schmalen rechtl. Grad. Man kann nicht Kasse machen, aber nicht liefern, um wohlmöglich Gelder umzuschichten. Das wird schon angemessen beobachtet. Eingang = Ausgang, nicht Eingang, Geld woanders hin (Löcher füllen), kein Ausgang. Andernfalls hat die GF recht schnell Termine beim Staatsanwalt. Also Freestyle geht da noch weniger als bisher.


    E) Nicht ein Kaufvertrag ist mit der Begründung "sie sind ja insolvent" mal eben durch den Besteller kündbar. Sie gelten, min. so lang wie die Insolvenzkarenzzeit. Erst danach beginnt besagte Abwicklung des Betriebes.

    Na dann mal "Mahlzeit". Habe gerade einmal online recherchiert, verschiedene Artikel zur Insolvenzmeldung der Wahl-Group gefunden u. gelesen, weil ich selbst leider auch betroffen bin. Das immer wieder zitierte "der Geschäftsbetrieb läuft über alle Häuser ganz normal weiter" können die sich zumindest mir gegenüber sparen. War vor Jahren im besten Alter mit zwei kleineren Kindern als Mitarbeiter selbst mal Betroffener in einem insolventen Betrieb (550 Mann stark). Das gleiche hochtrabende Gerede, geht weiter, kriegen wir im Griff usw., ich sage, nichts geht da genauso weiter. Als erstes kamen Zulieferer, die noch flux ihrer kurz zuvor gelieferten Waren wieder abholten, danach direkt die vom Gericht bestellten "Wachmänner", dann die sogenannte Berater der Gläubigerbanken. Von wegen Insolvenz in Eigenverwaltung. Auf den Gerichtspapieren mag das vielleicht so stehen, wahrhaft legen sich da schon gewiss Fußfesseln an.


    Zum Positiven, die Insovenzgelder für Löhne u. Gehälter wird dem Unternehmen Luft zum Atmen geben, und ja, der Geschäftsbetrieb läuft überwacht weiter. Rechnungen schreiben, Zahlungen horten u. nicht liefern, wird nicht funktionieren, da haben besagte "Wachmänner" die Augen drauf. Das Unternehmen wird durch die Insolvenzgelder (Löhne/Gehälter) schließlich extrem entlastet, wenn man so will über Versichertengelder der Arbeitsagentur. Das gibts rechtlich nur einen ganz schmalen Grad, welcher im Zweifel die Verantwortlichen GFs schnell zum Staatsanwalt führen kann.


    Die Autos die in der 3-monatigen Insolvenzzeit kommen, werden sodann auch regelkonform abgewickelt, davon darf man durchaus ausgehen. Bei Zahlung ist natürlich, wie hier x-fach schon gesagt, dennoch Vorsicht geboten, insbesondere je weiter man an das Ende der Insolvenzkarenzzeit gerät. Aber wer jetzt gerade oder vor kurzem erst bestellt hat, ja, mit Blick auf das Ende der 6000 € MG Förderung Ende September macht es durchaus Sinn darüber nachzudenken seine Bestellung nach Möglichkeit woanders neu zu platzieren, um sich die MG-Förderung "sicherer" als bei der Wahl-Group mitnehmen zu können. Denn bildet sich nichts tragfähiges in den 3 Monaten, wird das Gericht die Insolvenz auch abwickeln lassen, dann geht da das Licht zumindest erst einmal aus u. alles was im Topf gerade drinne ist wird der Deckel draufgemacht.


    Weiter gibt es ja auch durchaus positive Beispiele in der Wirtschaft, wo sowas übles anschließend dann positive Schlagzeilen macht. Den annähernd 1000 betroffenen Mitarbeitern kann ich es nur wünschen. Ich schaffe heute noch in dem damals betroffenen Unternehmen. Es steht 20 Jahre später besser da als je zuvor, trotzdem, es waren hundsüble 3 Monate, ich kann den Wahl-Group-Mitarbeitern ech nachempfinden. Sie sollten zusammenhalten, nur dann kann neues daraus hervorgehen. Einfacher gesagt als getan!

    Anfang/Mitte Juni bestellt. 24980 € für einen 54er Premium. Inkludiert sind Überführung und Zulassung sowie Fussmattensatz, Warndreieck, Verbandsset, volle Akkuladung zum Start. Ladekabel, meine ich, war ohnehin Serienumfang.


    Fahren so 130 km zwecks Abholung. Es gab zu unserem Bestellzeitpunkt vereinzelte Angebote mit noch einmal ca. 450 € weniger, auch inkl. Überführung. Ich weiß aber nicht, ob a) die weiteren Beigaben inkludiert bzw. verhandelbar gewesen wären und b) wäre der Abholort gleich 600 - 700 km (Süddeutschland) weit weg gewesen. Zeit und Weg sind letztlich auch Geld, haben es dann gut sein lassen.

    Meine mal gelesen zu haben, soll quer Beet so laufen, also nicht nur MG spezifisch. Hersteller liefert Händler das Fahrzeug an. Nicht nur wegen der Sicherheit werden die Papiere unabhängig vom Fahrzeug ausgeliefert, sondern auch wegen dem rechtl./jurist. Zahlungsverkehr zum Hersteller. Es gibt keine Papiere, wenn die zuvor gelieferten Fahrzeuge nicht positiv auf den Konten der Hersteller wertgestellt sind. Heißt Zug um Zug, erst Auto hin, dann Geld zurück, danach (Eigentümerwechsel) gibts die Papiere. Bei hunderten von Händler kann ein Hersteller nicht stetig deren Liquidität überwachen. Er schützt sich so vor Zahlungsausfällen, denn das Fahrzeug bleibt unbezahlt Herstellereigentum (Inhaber der Zulassungspapiere). Macht kaufm. durchaus nachvollziehbar Sinn. Auch sowas könnte ja ursächlich für stotternden Dokumentenzufluss beim Händler sein. Weiß man alles nicht, Fakt ist, das würde kein Verkäufer dem Kunden erzählen.

    Habe nochmal nachgesehen. Wie gesagt, habe seit Bestellung Anfang/Mitte Juni nie eine offizielle AB bekommen. Was ich im Kommunikationswerdegang ausmachen konnte ist lediglich eine E-Mail seitens des Verkäufers, einen Tag nach meiner Bestellung, dass das Auto bestellt ist bzw. innerhalb des MG-Bestellsystems eingelastet sei. Denke, sollte doch als Nachweis reichen, hoffe ich zumindest.

    Es geht immer noch schlimmer. Der MG4 Urban ist ja für meine Frau. Ich erhielt meinen Neuwagen vor ca. 18 Mon., natürlich auch verspätet. Der Hammer aber, er fiel buchstäblich vom Transporter. Ich wollte mittels zugesandten Papieren gerade zulassen, als ich den Anruf, kurz danach die Bilder vom Entladeunfall erhielt. Man glaubt gar nicht wie schnell die aktiv werden, wenn eine Fehlzulassung droht. War natürlich traurig!


    Auch ein großes Haus mit zig Niederlassungen in Süddeutschland. Es brauchte einige Wochen, um ein gleiches Fahrzeug zu beschaffen, gelang dann aber über die DE-Zentrale des Herstellers. Es gibt da wohl Sonderverfahren für sowas. Wie auch immer, endlich Freude!


    Es musste wohl so kommen. Es folgte das hier viel zitierte Problem der zugehörigen Dokumentenbeschaffung. Ich lernte dort, kaufmännische Zentrale in einem Autohaus, hin u. her zu den anderen Häusern im Verbund. Über vier Wochen saß man auf mein Geld, bevor endlich die Papiere bei mir eingingen. Am Ende hatte ich gar zwei Fahrzeugbriefe, 1 x richtig, 1 x falsch. Die VIN des neuen Fahrzeugs lag übrigens nur knapp 3000 Nr. über der des verunfallten, somit wohl gleiche Wochenproduktion.


    Dieses interne, zeitfressende u. zentralisierte Chaos mag es wohlmöglich auch bei der Wahl-Group geben, zumal die Dinge dann in meinem Fall auch normal postalisch zwischen den Häusern hin- u. hergeschickt wurden. Es gab keine direkten Weg, ohne den Umweg über besagtes zentrales Autohaus. Dann war Urlaubszeit hier, der nicht da dort, Bestätigung Zahlungseingang wieder hier, neue Rechnungsstellung gegen Gutschrift Unfallwagen wieder dort, usw., ein nicht nachvollziehbares Drama.


    Wünsche ich keinem hier und unterstelle derartiges auch nicht der Wahl-Group.

    Jepp, so sehe ich das auch.


    Wenn man die Erfahrung machen durfte, dass der Kaufvertrag zunächst gemachte Sonderzusagen nicht enthielt, oder die Farbe nicht einmal gemäß Herstellerangabe geführt war (für grau kann man ja zur Not auch silber halten), na ja, das lässt schon gewisse Oberflächlichkeit bei der Dokumentenerstellung erkennen.


    In meinem Job gehören bei derlei Werten auch ordentliche ABs zum Kunden verschickt, zumal die Standard AGBs üblich die offizielle Auftragsannahme des Händlers davon sogar abhängig machen. Aber auch da bin ich ja nicht alleine, der keine erhielt.


    Wenn hier welche schreiben, dass deren Händler auf 100 und mehr Fahrzeuge warten, ist das ein Verkaufsvolumen von 2 - 2,5 Mio. €. Denke, gewissen Informationsrückfluss darf man da schon erwarten. Vielleicht wenigstens mal eine unaufgeforderte Statusinfo nach 2/3 oder 3/4 der Lieferzeit. Macht doch wenigstens einen guten dienstleisterischen Eindruck, auch wenn die Info dann nicht so dolle sein sollte. Kunden erst kurz vorm LT, dann wohlmöglich noch auf deren aktive Nachfrage hin vor dem Kopf zu stoßen, dass es nichts oder noch nichts wird, das kann es doch auch nicht sein.


    Ich habe bisher nicht nachgefragt, werde es frühestens auch erst 2 Wo. vorm (unverb.) LT tun. Sollte die Auskunft dann eine negative sein, werde ich schon deutlich fragen, warum da nichts selbstständig vom Händler kam. Da interessiert mich auch nicht wer da schuld ist, oder das man leider selbst nix wisse (immer die einfachste Antwort). Fakt ist, man weiß doch was man dem Kunden mitgeteilt hat. Es gehört ergo kommuniziert. Es ist ein Abstimmungs-, Terminierungs- oder auch reines Informationsflussproblem, welches ausschließlich in Verantwortung von Hersteller u. Händler liegt. Kriegen die es nicht hin, gehört es schlicht verbessert.


    Ich warte einfach weiter ab, gewisses Selbstverständnis habe aber auch ich. Das würde ein Verkäufer, der mir erst eine späten, dann einen früheren, dann aber doch einen späteren LT ausführt, auch äußerst deutlich von mir zu hören bekommen.

    Hallo,


    nach langem Mitlesen grüße ich dann einmal alle Gleichgesinnten hier. Habe mir dann auch einmal einen Account angelegt, um etwas aktiver hier mitreden zu können.


    Bestellt haben wir Anfang Juni für meine Frau einen MG4 Urban Premium (camden grey). Tja, und wo? Genau, bei der relativ großen hier schon allzu oft zitierten "Wahl-Group". Auch ich/wir hören seit Bestellung rein gar nichts mehr vom Autohaus. Fairerweise soll gesagt sein, dass wir unsererseits aber auch bisher nicht aktiv zum Bestellstatus nachgefragt haben.


    Bei Bestellung hieß es zunächst Lieferung Monatswende November/Dezember, eher sogar Dezember. Wir dachten darüber recht lange nach, weil es uns doch zu extrem erschien, wir weiter auch die THG-Quote noch für 2026 einstreichen wollten. Unaufgefordert kam dann vom Verkäufer die Nachricht, er könne nach neuerlichen Lieferinformationen durch den Hersteller MG nun die zweite Hälfte Oktober als Liefertermin realisieren (unverbindlich selbstverständlich). Wir unterschrieben.


    Was ich nun aber hier lese, gerade auch zur "Wahl-Group", na ja, stimmt uns dann doch etwas nachdenklich, zumal, so ich richtig verfolgt habe, ja hier bisher keiner dort sein "Bestellfahrzeug" abholen durfte. Muss ja aber letztlich auch noch nichts heißen.


    Wären euch daher für alle Infos, insbesondere auch zum Thema "Wahl-Group", dankbar. Wir sind von dem Fahrzeug leider zu allem Übel auch noch abhängig, sagten das bei Bestellung natürlich auch deutlich (das steht natürlich nicht mit schwarzen Buchstaben auf dem weißem Bestellpapier). Von den hier bereits diskutierten, erwarteten stärkeren Kontingenten für "good old Germany" wurde uns aber schon im Juni erzählt. Es war halt da schon die Begründung für den dann vorgezogenen unverbindlichen Liefertermin Mitte/Ende Oktober.


    Wären echt höchst enttäuscht, wenn bei dem Bestellwerdegang nun der Auslieferungstermin, welcher eigens klar vorgezogen wurde, wieder nach hinten gestellt werden würde. Da würde ich dann fast schon System unterstellen wollen.


    Aber, wollen ja mal positiv bleiben, hoffen wir das beste - für alle Wartenden hier!


    LG