Eine elektrische Parkbremse ist auch elektronisch. Aber das ist nur das eigene Steuergerät.
Ich war selber für die Fertigung elektrischer Parkbremsen zuständig - bei einem großen Zulieferer.
Das zugehörige Steuergerät (sitzt meist auf der Asche) überwacht sich selbst mit zwei unterschiedlichen Prozessoren, hat Aktuatoren, um die Bremsklötze mechanisch anzuziehen (ähnlich einer Feststellbremse) und ist natürlich im Fahrzeug integriert.
Gleichzeitig ist es aber unabhängig nur über den Schalter ansteuerbar - siehe Notbremsfähigkeit. Die ist nämlich Vorschrift.
Sollte die Feststellbremse noch über Seilzüge funktionieren, könnte auch eine Unachtsamkeit, z.B. Fahrt über Bordstein etc. dafür sorgen, dass ein Bowdenzug abreißt, oder sich aus dem Verteilerstück (ein Aktuator auf zwei Seilzüge, einmal für links, einmal für rechts) ausklinkt. Dann funktioniert das nicht mehr,
Ansonsten sitzen die Aktuatoren direkt in den hinteren Bremsen. Und davon gibts dann zwei, einmal links in der Bremse und einmal rechts.
Sehr merkwürdig.
Mir sind das zu viele Ausfälle, von teilweise redundanten und extra laufenden Systemen.
Den Hochvoltabschaltstecker kann man übrigens im "Motorraum" sehen. Von vorne rechts, kanpp unterhalb der Abdeckung das orangene Teil.
Wer das abzieht, legt das Hochvoltsytem lahm. Ist für Notfälle (Polizei, Feuerwehr bei Unfall etc.) gedacht. Nur nicht während der Fahrt erreichbar.