Beiträge von macbeth

    Ich habe das Thema Schieflast direkt mit einem Mitarbeiter der Netze-BW in Herrenberg besprochen und das auch so im Antrag explizit angegeben.

    Jeder Antrag wird einzeln unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten geprüft. Nur 50m weiter vom Wohnhaus entfernt wurde 2005 ein Solarpark mit einer Leistung von 1MW errichtet, da trägt meine Schieflast wahrscheinlich nur minimal zur Verschiebung des Drehstromnetzes bei.

    Und wieso sollten die 50A-Sicherungen nicht reichen? Bei mir ist es mit 35A abgesichert. Und ich hab auch zwei Klimaanlagen dran und ne 22kW Wallbox….

    Das Haus/die Wohnung mit 35A und die 22kW Wallbox mit 32A abgesichert und dann noch 2 Klimaanlagen?

    Bei dieser Konstellation ist die Selektivität der Schutzorgane doch überhaupt nicht gewährleistet.

    Bedingt korrekt.

    Die Wallbox größer 11kW benötigt eine Genehmigung vom VNB, da diese größer als 11kW ist. Die Schieflastgrenze darf auch eine 22kW-WB die genehmigt wurde längst nicht überschreiten. ABER man kann (anscheinend) auf Antrag auch mehr Schieflast auf einer Phase genehmigt bekommen. Wobei mein VNB auf die Anfrage schon nicht antwortet.

    Mit einer größeren komplexen Anlage und einem entsprechendem Lastmanagment könnte man allerdings bei smarten Komponenten auch selbst die Schieflast im Hause steuern (lassen) und dann auch mehr als 4,6kW aus einer Phase ziehen, ohne das eine tatsächliche Schieflast außen auftritt (weil z.B. ein gesteuerter WR die Schieflast wieder auffängt.


    Meine positive Erfahrung mit Netze-BW: Ich habe am 13.12.2023 den Online-Antrag für die Zustimmung gestellt, meine 22kW-Wallbox von Vestel, die bereits bei der Installation mit 32A abgesichert wurde, aber wegen der damaligen KfW-Förderung auf 11kW eingestellt war, mit dem vorhandenen DIP-Schalter auf 22kW einzustellen und zu betreiben.

    Ich habe explizit erwähnt, dass ich einen MG4 Standard mit Einphasenladung habe und statt 3,7kW lieber mit 6,6kW laden würde.

    Bereits nach 3 Stunden erhielt ich die schriftliche Zusage zur Umstellung meiner Wallbox. Diese Genehmigungen sind bei Netze-BW übrigens immer für 4 Monate gültig.

    Die angesprochene Schieflast hat dort niemanden interessiert und die 50A-Hauseingangssicherungen des 2016 errichteten Einfamilienhauses wurden trotz vorhandener Wärmepumpe als ausreichend angesehen.

    Nein die Einstellung gilt nur für den bordlader.

    Ab comfort kann das ja 11kw. Also 3 Phasen á 230v x 16 Ampere = 11kw

    Manche wollen aber langsamer laden wegen PV oder um das private Netz nicht zu überlasten und stellen die Geschwindigkeit runter. Beispielsweise auch beim Ladeziegel laden wollen viele nur mit 12a, damit die Steckdose nicht überlastet wird. Das wäre dann aber auch nur eine Phase mit 230v.

    Bei dreiphasigem Wechselstrom gilt P = U x I x cos phi x Wurzel aus 3

    cos phi ist in der Regel 1, U ist 400V und nicht 230V, dann ist P = 400V x 16A x 1 x 1,732


    Der MG4 Standard kann an einer 11kW Wallbox einphasig nur mit P = 230V x 16A = 3,68 kW geladen werden.

    Um die maximale Ladeleistung von 6,6kW zu erreichen, benötigt es einer 22kW Wallbox P = 230V x 32A = 7,36 kW

    Der Betrieb dieser 22kW-Wallbox bedarf aber der Genehmigung des Netzbetreibers aufgrund Schieflast (> 4,6kVA)