12V-Batterie ist nach gut 3 Jahren platt - kann ich da einfach eine im Fachhandel kaufen und einbauen?

  • Nachtrag zu #128 :

    Während der Entladetests hatte ich die Masseklemme abgenommen, so daß der XP komplett stromlos war.

    Ber der Gelegenheit habe ich auch eine rundimentäre Möglichkeit zum groben Messen der Lade- und Entladeströme der Batterie gefunden: das kurze dicke Kabel zwischen Pluspol und Sicherungskasten hat einen Widerstand von ca. 0,72 mOhm. Mit einem üblichen DMM mit 0,1mV Spannungauflösung im Niedrigbereich kann man den Spannungsabfall an dem Kabel messen: 0,1mV entsprechen dann einem Strom von ca. 140mA, 0,2mV sind ca. 280mA usw.


    Funfact am Rande: Um ca. 4Ah von vollgeladen bis zum nächsten "intelligenten" Nachladen innerhalb von rund 8einhalb Stunden aus der Batterie zu ziehen (wie im Diagramm in #118 zu sehen), wäre ein Dauerstrom von ~ 470mA nötig. D.h. am Kabel zwischen Pluspol und Sicherungskasten müßten 0,3mV abzulesen sein.

    Aber oh Wunder: Nach dem Wiederanklemmen der Batterie und einer kurzen Probefahrt sank der Meßwert nach dem Abschließen innerhalb von einigen Minuten stufenweise von 6,0mV (entsprechend 8,4 Ampere) nicht auf 0.3mV, sondern auf 0,0mV! Und anschließend sank die Batteriespannung von gestern Nachmittag 15.25 Uhr mit 2 Zwischenmessungen bis heute um 8.55 Uhr (also während 17einhalb Stunden) von 13,15 auf 13,12Volt: das ist praktisch überhaupt kein Spannungsverlust bzw. keine Entladung im Vergleich zu vorher!

    Woran das liegt, kann ich nur spekulieren: Vorher hat der XP wohl mindestens eines seiner Systeme nicht mehr (ganz) einschlafen lassen, und ca. 1 Tag mit abgeklemmer Batterie hat nun einen heilenden Reset ausgelöst.

    Anläßich der kommenden Fahrten werde ich bei stehendem XP jedenfalls regelmäßig vorher und nachher die Spannung über dem Pluskabel messen....

    Gruß Ulf


    MG4 XPower MY23 in Brighton Blue, gebaut Juli 23, 4-Jahres-Leasing seit Nov.23, R46 mit Tempomat (Frontradar)-Update :)

    Akku-SoH: laut Carscanner-Lade-Analyse im September 2026 = 95,9%; laut BMS-Daten seit August 2026 = 96,9%

  • Das ist ein guter Hinweis ulf . Wenn ich jetzt mal wieder einen Entladetest mache um das "intelligente Nachladen" zu testen, werde ich meinen Modellbau-Lader/Entlader im Sicherungskasten anklemmen. Dann läuft der Verbrauch über den Shunt. Vielleicht merkt er dann, dass da Strom verbraucht wird und löst ein Nachladen aus.

    Die ganze E-Flotte:

    - MG4 Luxury MJ22 in Diamond Red Softwarestand: R67
    - BMW C-Evolution E-Scooter
    - Kettler E-Blaze E-Mountainbike mit Bosch CX

  • werde ich meinen Modellbau-Lader/Entlader im Sicherungskasten anklemmen. Dann läuft der Verbrauch über den Shunt. Vielleicht merkt er dann, dass da Strom verbraucht wird und löst ein Nachladen aus.

    IMO sitzt der Shunt als kleines Kästchen zwischen Batterie-Minusklemme und Massekabel und dürfte evtl. ein Hallsensor sein, denn mein LCR-Mater mit 1 mOhm Auflösung mißt auch an dem Kästchen 0 mOhm.

    Wenn der MG4 Deinen Teststrom erfassen soll, ist der +seitige Klemmpunkt wohl egal, solange Du den Kontakt zur Masse an der Karosserie (statt am -Pol der Batterie) herstellst.


    Ich schätze aber, daß die ICCU die Nachladung anhand eines Abgleichs zwischen Batteriespannung und erfaßtem Strom auslöst. Denn während meiner Versuche habe ich die Klemmenspannung der angeschlossenen(!) Batterie mit kurzzeitigen Entladeströmen über 200A (die nicht über den Stromsensor liefen) bis ca. 10,5V runtergezogen, aber konnte so kein Nachladen auslösen. Daher vermute ich aktuell, daß die Nachadespannungsschwelle auch über ein extremes Tiefpaßfilter überwacht wird, das meine provozierten Spannungseinbrüche von ca. 5 bis 10 sec einfach ignoriert.

    Gruß Ulf


    MG4 XPower MY23 in Brighton Blue, gebaut Juli 23, 4-Jahres-Leasing seit Nov.23, R46 mit Tempomat (Frontradar)-Update :)

    Akku-SoH: laut Carscanner-Lade-Analyse im September 2026 = 95,9%; laut BMS-Daten seit August 2026 = 96,9%

  • Vor ca. 1 Woche habe ich mal wieder per DMM die 12V-Spannung direkt an den Batterieklemmen gemessen und nicht schlecht gestaunt: Nach dem Belasten des Fahrersitzes und dem Klacken der Schütze sah ich 12,70 Volt! Später beim Fahren standen im Fahrerdisplay dauerhaft 14,4V: Da hatte ich bisher sommers wie winters nur 14,2V oder mal kurz 14,3V gesehen, obwohl die Voll-Ladespanung mit sinkender Säuretemperatur deutlich ansteigt und bei Knackfrost sogar in Richtung 15V geht.

    14,7V laut DMM wären eine halbwgs plausible Kalt-Voll-Ladespannung für eine schon schwächelnde oder weit entladene Bleibatterie.


    14,3 - 14,4V sehe ich jetzt immer im Fahrerdisplay: demnach hat der XP wohl seine 12V-Ladestrategie gegenüber den ersten ~ 2 Jahren geändert. Über den Auslöser kann ich nur freischwebend spekulieren; ein reguläres SW-Update scheidet IMO aus, weil ich in den letzten 2 Jahren keine Updates eingefordert habe.

    Vlt. hat die Ladeprogrammierung eine Batterie-Alters-basierte Schwelle ab der die Ladespannung angehoben wird, um den SoC pauschal auf einem erhöhten Level zu halten und so den sulfatierungsbedingten Leistungsverlust auszugleichen? Dann würde es IMO auch Sinn machen, der CCU zu sagen wenn eine neue Batterie eingebaut wird, damit erstmal wieder die reduzierte Ladespannung gefahren werden kann :/

    Ich habe schon mit einigen Suchanfragen das Forum gequält..... aber bei meinem MG4 BJ2023 sehe ich im Fahrerdisplay keine Spannung der 12V Batterie. Gibt es da ein "hidden" Menü oder bin ich einfach nur zu doof??
    In der App nach einem Scan ist die Spannung der 12V Batterie sichtbar....

    Brauchwassererwärmung über die Sonne (12m² / 2.500 kWh/a), PV-Anlage mit 5,5kWp (5.700 kWh/a), Fronius Wallbox 11kW für Laden NUR über die Sonne ;)

    MG4 Luxury, 64kWh Akku, in Fizzy Orange, abgeholt am 22.2.2023