Welches Ladegerät für zuhause mal über die Haushaltssteckdose laden?

  • 13A an ner Schuko?


    :(


    Mehr als 8A sollte man nie auf Dauer ziehen! Das absolute Maximum (wenn alles perfekt ist) sind 10A.

    Dann ist die vermutlich ~ 40 Jahre alte Aufputzdose in meiner Garage wohl ein Alienfabrikat. Über die habe ich in der ersten Zeit (bevor die Wallbox kam) meinen XP etliche Male stundenlang mit Einstellung 16A geladen, und beim Ausstecken waren die Steckerpins zwar fühlbar warm, aber nicht unangenehm heiß. Also thermisch "Lichtjahre" entfernt von einem Schmorschaden.


    Worauf man allerdings u.a. achten MUSS: Den Stecker bis zum eindeutigen Anschlag einschieben. Denn ein nur halb eingeschobener Pin hat nur einen Teil der normalen Kontaktfläche zum Dosenklemmkontakt, was den Übergangswiderstand entsprechend erhöht - und dann kann es auch bei neuwertigen Dosen und Steckern u.U. zu punktschweiß-artigen Überhitzungen einschl. Schmorschänden an den Gehäusen kommen.

    Gruß Ulf


    MG4 XPower MY23 in Brighton Blue, gebaut Juli 23, 4-Jahres-Leasing seit Nov.23, R46 mit Tempomat (Frontradar)-Update :)

    Akku-SoH: laut Eigenberechnung aus Ladedaten im April 2026 = 96,6%; laut Reichweitentest im Mai 2026 = 97,7%

  • Was man bei der ganzen Diskussion beachten sollte dass ein natives Schuko-Ladegerät (ohne Adapter von CEE) für gewöhnlich eine Temperaturüberwachung im Schuko-Stecker besitzt.
    Entsteht also eine deutliche Wärme, wird vollautomatisch die Stromstärke nach unten korrigiert, bis es wieder kalt bleibt.


    Wenn hier Leute schreiben "Hab ich immer schon gemacht, klappt wunderbar" können durchaus Recht haben und haben eine eventuelle Regelung nach unten gar nicht mitbekommen.
    PS: Die VDE schreibt bei SCHUKO-Steckdosen vor, dass diese 4h bei 22A aushalten muss. Also absichtlich die 16A überschritten, erst danach darf eine nennenswerte Wärme entstehen an der Steckdose.

    Sprich wenn die Elektroinstallation nicht gerade +30 Jahre alt ist, sehe ich jetzt nicht die große Gefahr, denn nach VDE gibt es ja durchaus Verbraucher die die kurzfristig volle 16A abrufen (Heizlüfter, Boiler, Backofen, Waschmaschine,...)

    Es müssten also mehrere Dinge gleichzeitig schief laufen:

    - Auto so leer dass deutlich über 4h geladen wird

    - Alte Elektro-Installation oder moderne die fehlerhaft ist

    - Ladegerät ohne Temperatur-Überwachung

    - sonst keine weiteren Absicherungen, die in so einem Fall auslösen

    selbst dann brennt dir eher weniger die Bude ab, sondern die Steckdose/Stecker wird schwarz. Die einzige Ausnahme sind richtig alte Elektroinstallationen! Hier sind teilweise noch mit Stoff ummantelte Leitungen in der Wand und Steckdosen verbaut, welche noch nicht der aktuellen VDE entsprechen.

  • Ich stimme zu, aber wenn wir schon technisch werden, möchte ich zu bedenken geben, dass die meisten Hausbrände durch Leitungsbrände entstehen. Während das Ausland schon länger 3x2,5 mm² bzw 5x2,5 mm² eingesetzt hat, sind viele Häuser in Deutschland noch mit 3x1,5 mm² versehen. Die möglichen 15-17m bei 16A sind da schnell überschritten und 1,5 mm² erwärmt sich auch schneller.


    In einer EFH-Garage hat ein kundiger Elektriker hoffentlich etwas stärkere Leitung genommen, aber in den typischen Garagenhöfen wurde sehr klein geplant. "Muss ja nur für Licht reichen".


    Wenn der Leitungsquerschnitt gut ist und man sich Sorgen um den Übergangswiderstand an der Schuko-Steckdose macht: so viel teurer ist eine echte Wallbox nicht, die lässt sich auch einphasig anschließen und meist per Dip-Schalter auf eine Ampere-Zahl festlegen.