Oha: Klemmschrauben mit einem normalen Schraubendreher zu killen, das habe ich bisher nicht geschafft. Ich weiß allerdings nicht, ob mir zufällig nur Dosen mit ausreichend stabilen Klemmgewinden bzw. Schraubenköpfen begegnet sind...
Das wären die interessanten Fälle: Hattest Du die selbst installiert und kannst sicher sein, daß bis zum Verschmoren niemand sonst daran rumgebastelt hatte? Wenn ja, welche Marken waren das, und wie lange hat es ungefähr zwischen der Installation und dem Schmordefekt gedauert?
Denn im Laufe der Jahre können sich Schraubklemmungen ein wenig "setzen", und dann können die Klemmstellen bei hoher Last tatsächlich wärmer werden als frisch nach der Installation. Das hatte ich auch bei einer der Klemmschrauben in besagter REV-Schukodose. Also Dose nach vermutlich ~ 30 Jahren geöffnet, Klemmschrauben nachgezogen (nur bei einer habe ich es geschafft, sie ein paar ° zu drehen), und seitden bleiben beim Ziegel-Laden auch in höchster Stufe beide Steckerpins gleich kühl.
Da kann ich Dir vielleicht was dazu berichten: ich lade schon seit 10 Jahren meinen BMW E-Roller mit 16A an Schuko. Dabei ist auch mir mal eine Steckdose leicht angekokelt. War eine Busch-Jäger die bauseits aufputz installiert war. Das passierte nachdem die Steckdose etwa 23 Jahre alt war. Nie nachgezogen und die Schukostifte waren regelrecht an den Kontaktzungen festgeschweißt. Ich konnte den Stecker nur mit aller Kraft aus der Steckdose ziehen. Die Steckdose war nur an den Löchern ganz leicht angekokelt. Also meilenweit von "brennt gleich ab" entfernt. Allerdings muss ich dazu sagen dass zwischen dem Menekes-Ladeziegel und der Steckdose ein 12m Verlängerungskabel war mit nicht Temp.-überwachtem Stecker. Der Menekes temperaturüberwachte Stecker hatte keine Reaktion verzeichnet. Ich sehe das Problem weniger an den Schraubklemmen oder (moderner) Federzugklemmen, sondern tatsächlich an der Kontaktierung zwischen Stecker und Steckdose. Also vor allem an der Federkraft der Kontaktzungen in der Steckdose.