Beiträge von Laternenparker

    Sowas gehört abgestraft! Denn dadurch entstehen genau diese Themen in den Foren wie hier, die falsche Hoffnungen aufkeimen lassen, die zu falschen Käufen führen.

    Damit wir mit der inhaltlichen Diskussion vorankommen bitte ich zwei Themen zu trennen.


    A) Zielt der Anbieter auf leichtgläubige Kunden ab?

    Sich wieder und wieder an diesem Punkt abzuarbeiten ist brotlose Kunst. Kein Mitlesender hier im Forum wird auf einen Schwindler hereinfallen.


    Die angedachte Liste der Nachrüstinteressenten schafft Transparenz. Ab Verfügbarkeit Ende 2026 werden Rückmeldung eingehen, die schnell und eindeutig zeigen ob das Angebot seriös ist. Die übrigen MG4 Urban Käufer haben vor der 2027er Fahrradsaison ausreichend Zeit für ihre Entscheidung.


    Die Beschreibung des Anbieters zur Nachrüstlösung für den alten MG4 war als Einstieg in die Diskussion nützlich wegen sehr ähnlichem Anforderungsprofil zum MG4 Urban. Einzelne verbesserungsfähige Stellen der Beschreibung führen zu Spekulationen darüber was der Anbieter zusagt.


    Mit einem Schwenk auf die für BMW i3 angebotene Nachrüstlösung entfallen alle Spekulationen. Der BMW i3 hat ab Werk keine Stützlast. Die vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) abgenommene Nachrüstlösung erreicht eine in den Fahrzeugpapieren eintragbare Stützlast von 80 kg. Das KBA wird sich die Nachrüstlösung bei einem Fahrzeug mit Alu- und Carbon-Karosserie sehr genau angeschaut haben.

    https://die-verkuppler.de/automodell/bmw-i3/


    B) Wie ist die Nachrüstlösung technisch und rechtlich zu bewerten?

    Hier bin ich auf die weiteren Beiträge gespannt. Auf den ersten Blick greifen die zum Schutz des Fahrzeughalters erdachten Puzzle-Stücke gut ineinander.


    Die beim Lastwechsel-Prüfverfahren des KBA entstehenden Belastungen simulieren eine sehr lange Nutzungsdauer mit maximaler Stützlast. Per Einzelgutachten wird jede Nachrüstung qualitätsgesichert. Die höhere Stützlast wird in in den Fahrzeugpapieren dokumentiert. Im Rahmen der Hauptuntersuchung wird die Nachrüstung regelmäßig auf Defekte oder Materialermüdung geprüft. Versicherungstechnische Grenzfälle sind nicht erkennbar beim Betrieb eines Fahrzeugs, welches ausschließlich eingetragene, KBA-zugelassene Komponenten hat - siehe millionenfach verkaufte Drittanbieter Alufelgen mit KBA-Zulassung.

    Hallo ARMPAS , bin ebenfalls gespannt und habe mich gefragt, ob die von dir zitierte Quelle einen tragischen Einzelfall von "lokaler TÜV / Prüfer lehnt die Lösung rundweg ab" zeigt oder es seitdem eine Weiterentwicklung bzw. neue Lösungsansätze gab.


    Beruhigend ist, dass der Anbieter erkennbar nicht auf Dummenfang oder leichtgläubige Käufer abzielt.


    Bei Antworten bitte bedenken, dass ich ein MG4 Interessent wie jeder andere hier bin und nur Einschätzungen sammle und dokumentiere. Eigenes Wissen ist kaum vorhanden.

    Die MG4 Urban Fahrzeugbestell-Liste sorgt für Transparenz wie es mit Konditionen und Lieferterminen aussieht.


    Bitte an admin um Prüfung ob möglich und sinnvoll, ab Ende 2026 eine ähnliche Liste für Interessenten der MG4 Urban AHK-Nachrüstlösung und ihre Erfahrungen bei TÜV und Zulassungsstelle zu haben. Laut die-verkuppler.de liegen dort schon vierzig Nachrüstanfragen vor.

    Wegen Stützlasterhöhung.


    Der Prüfingenieur von TÜV Hessen hat zurückgerufen und ebenfalls die grundsätzliche Möglichkeit aufgezeigt, nach Prüfung des Einzelgutachtens die erhöhte Stützlast zu bestätigen als Grundlage für die Zulassungsstelle. Entscheidend wäre, dass sich das Gutachten auf genau die vorgestellte Kombination von Fahrzeug und Anhängerkupplung beziehe.


    Dies habe ich im anschließenden Telefonat mit "die Verkuppler" durchgesprochen. Der Gesprächspartner hat die TÜV Ausführungen in allen Punkten bestätigt. Der Anbieter arbeitet mit einer ortsansässigen Dekra Niederlassung zusammen. Nach Montage der Anhängerkupplung übernimmt der Dekra Prüfingenieur die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN), daher "Einzelgutachten".


    Nach den Erfahrungen mit MG4 "alt" und ähnlichen Lösungen für BMW i3 verläuft die anschließende lokale TÜV Prüfung am Zulassungsort ohne Überraschungen und die erhöhte Stützlast kann eingetragen werden.


    Der Knackpunkt würde an anderer Stelle liegen. Die für MG4 "alt", BMW i3 oder zuletzt auch für Hyundai Inster konstruierten Nachrüstlösungen müssen auf einem Prüfstand des Kraftfahrtbundesamtes mit der geplanten neuen Stützlast 2 Millionen Lastwechsel durchlaufen. Anschließend wird der Zustand der beteiligten Komponenten geprüft. Liegt alles im grünen Bereich vergibt das Kraftfahrtbundesamtes sein "OK" und der Anbieter kann die Nachrüstlösung in das Sortiment aufnehmen.


    Stirbt unsere Nachrüstlösung auf dem Prüfstand hat der Hersteller MG wohl am falschen Ende gespart und der Anbieter ist umsonst in Vorleistung gegangen. Oder - in einem Einzelfall passiert - der Fahrzeughersteller verhindert das Angebot per Rechtsanwalt und Unterlassungsverfügung.


    Insgesamt sieht es für uns Käufer doch ganz gut aus. Falls der Anbieter ab Ende 2026 für MG4 Urban etwas anbieten kann bleibt ein nie ganz auszuschließendes Restrisiko, dass die wegen Kraftfahrtbundesamt eigentlich bundesweit gültige Lösung vom lokalen TÜV aus nur ihm ersichtlichen Gründen abgelehnt wird.


    Der Anbieter hat bisher übrigens keine Kooperationspartner in anderen Regionen.

    Danke für die Info, MTGL . Habe beim Kollegen nachgefragt. Er meint sich zu erinnern, dass es aus genau diesem Grund ein spezieller 2-Komponenten-Schaum wurde, welcher wegen dichter Struktur kaum Feuchtigkeit aufnimmt.


    Abhängig vom Ergebnis der Schwarmintelligenz hier im Forum würde ich es im Zweifel ab Ende 2026 einfach mal probieren und darauf achten, dass die Bastelei leicht und rückstandsfrei entfernbar ist.

    Zu "kompakter Fahrradträger immer dabei" eine Idee mit Bitte um eure Einschätzung.


    Ein Arbeitskollege fährt in seinem betagten Verbrenner eine abnehmbare Anhängerkupplung, Krimskrams und etwas Kfz-Werkzeug in der ungenutzten Ersatzradmulde spazieren. Dazu hatte er die Mulde mit einer Trennfolie ausgelegt, mit Bauschaum ausgeschäumt und für die benötigten Höhlungen gesorgt - entweder in den noch formbaren Bauschaum gedrückt oder nachträglich ausgeschnitten.


    Spricht etwas dagegen, die 98 Liter große Höhlung unter dem Ladeboden ähnlich zu nutzen - abnehmbare AHK, Ladekabel, Kleinteile - und auf der Oberseite den kompakten, folienschützten Fahrradträger in den noch formbaren Bauschaum zu drücken? Die meisten Fahrradträger sind zusammen geklappt sehr verwinkelt. Mit passender Bauschaum-Negativform bekäme man einen guten Schutz vor Verrutschen während der Fahrt.


    Wie seht ihr das?

    Als Fahrradträger können wir mit voller Überzeugung das Modell i21 des Herstellers Uebler empfehlen. Mit einem Eigengewicht von nur 13 kg wahrscheinlich eines der leichtesten Modelle und Sieger in einem ADAC Vergleichstest. Schade, dass der ADAC das von ARMPAS vorgestellte Modell nicht berücksichtigt hat.


    Der i21 hat durchdachtes Handling und kompaktes Maß in zusammen geklapptem Zustand. Begeistert waren wir von der Abklappmöglichkeit, wenn die Fahrräder montiert sind. Das hatte der vorige nicht. Einziger Nachteil ist der Preis von 860 Euro. Damit war er auch beim ADAC der mit Abstand teuerste.


    Würden wir heute für ein Auto ohne Stützlast-Problematik neu kaufen wäre das von ARMPAS verlinkte Modell mit seinem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis sicher ein Top-Kandidat. So sind wir mit dem vier kg leichteren Uebler auch ok.

    Besuch beim TÜV Hessen hier in Frankfurt hat erst mal nichts gebracht. Der passende Ansprechpartner hatte schon Dienstschluss.


    Habe bei der Abteilung "technische Prüfung" der Zulassungsstelle angerufen. Der freundliche Mitarbeiter hat die Möglichkeit einer höheren Stützlast und den in https://die-verkuppler.de/automodell/mg-4-electric/ beschriebenen Ablauf grundsätzlich bestätigt.


    Nach Montage der AHK geht es mit Auto und Einzelgutachten zum TÜV. Sofern dessen Prüfung erfolgreich verläuft passt die Zulassungsstelle anschließend die Stützlast in den Fahrzeugpapieren nach oben an. Der Mitarbeiter hat darauf hingewiesen, dass die Erhöhung sich in überschaubarem Umfang bewegt, z.B. von 50 auf 75 kg und gebeten alles Weitere direkt mit einem TÜV Fachmann zu besprechen.


    Falls der TÜV den hinterlegten Rückrufwunsch einlöst versuche ich den genauen Ablauf und die jeweils benötigten Unterlagen durchzusprehen, andernfalls reicht die Bestätigung der Zulassungsstelle für unsere Zwecke erst mal aus bis das bestellte Auto Ende 2026 geliefert wird.

    Der abschließende Tipp des freundlichen Backoffice Mitarbeiters lautete "wenn sie vorbeikommen und am Tresen stehen findet sich bestimmt früher oder später ein Prüfingenieur um ihre Frage zu beantworten".


    Ich versuche, meinen heutigen Arbeitstag früher zu beenden und mit einem Ausdruck der von ARMPAS gefundenen Stützlast-Unterlagen bei der Frankfurter Niederlassung des TÜV Hessen vorbei zu radeln.