Beiträge von ulf

    Was mache ich, wenn Start und Ziel auf gleicher Höhe liegen, dazwischen aber erhebliche Steigungen und Gefälle liegen, ich denke da z.B. an die Kasseler Berge. Der Verbrauch ist dann doch höher als wenn die gesamte Strecke eine Ebene gewesen wäre.

    Das stimmt. Aber z.B. den Mehrverbrauch in den Kasseler Bergen gegenüber einer gleich weiten Fahrt mit gleichem Durchschnittstempo in der Ebene rauszurechnen, das schaffe ich nicht. Trotzdem wollte ich mal darstellen, wie sich wenigstens Höhendifferenzen zwischen Start und Ziel mit kleinem Aufwand wegrechnen lassen.


    Hat nicht auch die Windrichtung und -geschwindigkeit einen großen Einfluss auf den Verbrauch?

    Gegen - und Rückenwind ändern den Verbrauch gravierend, Seitenwind kaum bis gar nicht. Aber auch diese Berechnung ist relativ komplex, so daß ich dafür ein Excelsheet brauche. Ein Beispiel:

    Verbrauchskurven_Wind.png

    Beim XP entscheiden läppische 10 km/h Gegen- oder Rückenwind bei 110 km/ h Fahrtempo über ca. 100km Reichweitendifferenz (schwarze Koordinatenlinien). Bei Standard, Lux und ER ist es nicht gravierend anders.

    Für meine Ladeplanungen ohne Smartphone habe ich etwas hilfreiches und sehr informatives gefunden (Zoom-Ausschnitt aus der Deutschlandkarte):


    SchnellladeparkApp.JPG

    schnellladepark.app


    Dank der Icons der meisten Stromanbieter samt Anzahl der CCS-Ladepunkte kann ich schon beim Ranzoomen entlang meiner jeweiligen Strecke sehen, wo ich mit meinen Karten günstig laden kann und wie die Chancen stehen, daß nicht alle Ladepunkte besetzt sind.

    Pfeile zeigen bei nur einseitigen BAB-Rastplätzen an, in welche Richtung der Ladepark ohne Umwege nutzbar ist.

    Per Filter kann man z.B. einstellen, ab welcher Ladepunkt-Anzahl und ab welcher Leistung pro Anschluß ein Ladepark angezeigt wird.

    Ich finde das deutlich intuitiver und übersichtlicher als z.B. die Chargeprice-Karte.

    Anders gesagt, ein Reifen mit wenig Druck rollt leichter und mit weniger Energie über einen Stein als ein Reifen mit hohem Druck. Nur beim Fahrrad ist der mögliche Druck in direkter Abhängigkeit zur Reifenbreite. Einen 1" breiten Reifen kann ich nicht mit 1,2 bar Druck fahren. Der würde sofort auf die Felge durchschlagen. Bei meinen 2,8" breiten Reifen geht das locker! Und genau da hinkt der Vergleich zum Autoreifen. Einen 215er Reifen fahr ich mit dem selben Druck wie einen 235er-Reifen. Außerdem fahren wir üblicherweise auch glatten Fahrbahnen und nicht über steinige Singletrails und Baumwurzeln.

    Tja... in der Schwalbe-Grafik mit den Aufstandsflächen kann ich keinen Bezug zu steinigem Gelände erkennen. Im Gegenteil heißt es im Text:

    Zitat

    Jeder Reifen flacht unter Belastung unten etwas ab. Daraus resultiert eine ebene Aufstandsfläche.

    ... und ebene Aufstandsflächen findet man eher auf Asphalt und Co. als im steinigen Gelände ;)

    Überträgt man die Grundaussage der Grafik auf verschiedene PKW-Reifenbreiten und setzt voraus, daß die Tragkraft der Reifen allergrößtenteils aus dem Fülldruck kommt, dann ist die Aufstandsfläche bei gleichem Außendurchmesser und gleichem Fülldruck bei jeder (praktikablen) Reifenbreite gleich groß. Allerdings wird sie mit wachsender Breite immer breiter und (reziprok zur Breite) immer kürzer: https://media.springernature.c…509_1_De_1_Fig43_HTML.gif

    Damit wird auch die Länges des Latsches in Umfangsrichtung entsprechend kürzer: https://media.springernature.c…8-26700-1_1_Fig9_HTML.png

    In der Folge federt der breitere Reifen weniger tief ein, die Walkarbeit verringert sich, und damit sinkt IMO auch der Rollwiderstand. Oder wo liegt mein Denkfehler?

    seit meinem Update auf R63 (Lux, MY2022) habe ich einen Verlust an meiner Leistung gemerkt.

    Da denke ich am ehesten an ein verpfuschtes Update. MG-Updates sind nämlich nicht so trivial wie z.B. bei Windows, sondern bestehen oft aus mehreren Schritten, die auch noch in einer bestimmten Reihenfolge erledigt werden müssen.

    wobei ich sagen muss, daß der SOC nicht gestimmt hat.

    Das kann passieren, wenn die Werkstatt den SoC laut BMS weitergibt: der liegt nämlich unter dem Display-SoC, damit beim angezeigten Laden bis 100% der Akku nicht in die beschleunigte kalendarische Alterung kommt.

    Beim XP hatte ich mal ein paar punktuelle Vergleiche aufgenommen:

    SoC_Display_BMS.JPG

    ... wobei diese Tabelle beim 77kWh-Akku natürlich anders aussehen könnte.


    Zu den (angeblichen) 8% Degradation bei 7Tkm: Bisher haben wir als ER nur den von Schlumpfi in der Übersicht, mit 100% SoH bei 9.000km. Linear extrapoliert, würde Dein Akku schon ab 26.250km unter die 70% Rest-SoC Garantieschwelle abschmieren.

    Hast Du das CoC zur Hand und kannst die Standzeit zwischen Produktion und der Übergabe an Dich erkennen? Lange Standzeiten mit voller oder sehr niedriger Ladung (die man mit unseren Mitteln leider nicht erkennen kann) können die Deradation stark beschleunigen.

    Mit der richtigen, echten Klimataste geht die einfach an/aus, nichts weiteres wird angezeigt.

    IMO muß beim Tastendruck immer das Klimamenü kommen - es sei denn, das wäre beim Standard völlig anders.

    Oder die Software bei Deinem Std ist vermurkst :/