Beiträge von kaygee

    -Leichte Fahrzeuge: klar, weniger Gewicht bringt immer Vorteile beim Verbrauch. Akku ist halt das schwerste Teil.

    -Schmale Reifen bringen sehr wenig, siehe BMW i3. Kleine Räder (17-18 Zoll), normale Breite (215-235), Aerocaps und vor allem verbrauchsoptimierte Reifen bringen am meisten.

    -Selektive Klima: nice, aber für eine WLTP Zulassung unerheblich. Für den Realverbrauch schon (aber ehrlich: ich will schon Komfort...)

    -Kleinwagen Format: unerheblich, siehe Tesla Model 3. Sparsam geht auch in größer.

    -Motorenleistung: bloß nicht zu wenig! Ebenfalls Tesla M3: auch mit knapp 300 PS ist der sparsam zu fahren, im Gegenteil: die E-Kröten mit 90-100 PS brauchen oft mehr.

    -Akku auf 95% beschränkt ist kontraproduktiv bezüglich Gewicht und natürlich Reichweite. Da ist die fehlende Reku bei vollem Akku garantiert weniger schlimm.

    -Klar, möglichst wenig extra Verbraucher und Gewicht.


    Nö, wie schon gesagt: Aerodynamisch optimiert (also nix SUV, niedrig gebaut!), Gewicht realistisch minimieren (vor allem beim Akku, aber nicht allein über die Kapazität, sonst hat man bald ein sparsames, aber unbrauchbares Auto), möglichst optimale Lager (Reibung), kräftige Motorisierung mit nur einem Motor (Gewicht). Gerade Aerodynamisch und Formtechnisch gibt es noch viel Potenzial, siehe beispielsweise den Schlör Wagen aus den 1930ern.

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    Im Model 3 Forum haben die ersten drei der Verbrauchskönige 11,76 bis 12,09 kWh/100 km bei Laufleistungen von 10.000 bis knapp 60.000 km aufzuweisen. Jeweils SR RWD Modelle. Und das sind Realverbräuche, also müssen die schon einige Strecken unter 10 kWh/100 km gefahren sein.

    Und zum Ursprünglichen zurück: bei WLTP zählt Wärmepumpe oder ähnliches garnicht. Alle Aggregate/Verbraucher aus. Also nur der Fahrverbrauch auf dem Prüfstand, mit vorgegebenen Fahrprofilen: Stadt, Umland, Landstraße, Autobahn - insgesamt 23 km, 30 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 46,5 km/h. Immerhin 8,2 km Autobahn mit max 130.

    Ah ja, und das ganze bei klimatisierten 23 Grad.

    So sieht der Zyklus aus:

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    Also sollten die 10 kWh durchaus erreichbar sein.

    Und die kommt MO von seiner besseren Aerodynamik, die ab ~ 100km/h den größten Verbrauchsanteil bildet.

    Wenn ich mir Tesla und MG4 jeweils im Profil vorstelle, wirkt das flache glatte Tesla-Design schon auf meinen Technik-Bauch besser als der verspielt-zerküftete MG4

    So sehe ich das auch. Sehr wahrscheinlich. Und ich kriege echt das Kotzen, wenn ich jetzt mehr und mehr E-Autos sehe (Hyundai Inster, Fiat Panda usw), die - um krampfhaft „SUV“ artig auszusehen - keck die eckige Nase in den Wind recken. Aerodynamisch wie ein Backstein. Klar, sind City Autos - also bloß nicht auf die Autobahn!

    OK. Das verstehe ich so, daß die Fahrprofile beim Lux und M3 doch so verschieden sind, daß die Relation Eurer Gesamtverbräuche bei einem Vergleich mit identischem Fahrprofil evtl. erheblich anders ausfallen könnte...?

    Ob das so erheblich wäre, bezweifele ich.

    Bei z. B. gleichen Kurzstrecken am selben Tag und gemässigten Temperaturen sind die Werte recht ähnlich. Bei langen Strecken - insbesondere zählen da die beiden "Stammstrecken", weil vergleichbar - ist es eben, soweit ähnlich von den Witterungsverhältnissen, auch garnicht sooo viel anders, der Tesla braucht bei gleichem AB-Tempo rund 2 kWh/100km weniger. Dafür kann ich halt den Bereich von 160-230 km/h nicht mit dem MG abbilden, da saugt der Tesla schon mächtig am Akku bei Vollstrom ;) ca. 50-60 kWh/100 km...

    Aber nicht vergessen, der Tesla ist einiges älter.

    Langzeit(?)-Erfahrung

    über nunmehr drei Jahre (02/23) und fast 80.000 km gesammelt.

    19,3 kWh/100km bei "viel Langstreckenanteil" dürften für Dich DeLorca ein Fabelwert sein, aber daß der alte MG4 Lux dann noch etwas sparsamer läuft als der Tesla, finde ich frei nach Mr. Spock "faszinierend"

    Ist natürlich nur eine persönliche Erfahrung - und somit nicht für jeden und jedes Fahrprofil zutreffend.

    Zur Einordnung noch: beide Autos haben ähnlich viele Kilometer abgekriegt (jeweils gute 38.000 aktuell). Der MG ca. 40% und der Tesla 62% Langstrecke (DC Laden). Der Tesla hat mehr ganz lange Strecken gemacht (Bretagne, Südfrankreich, Norddeutschland), der MG hauptsächlich die 540 km zur Oma und die 650 km zum Sohn. Mit dem MG fährt meine Frau zweimal die Woche ins Büro (50 km einfach), also kriegt der einige Mittelstrecke Stadt/Landstrasse. Der Tesla bekommt etliche ganz kurze Strecken ab (3-5 km), die schlagen im Winter enorm zu Buche, da er keine Wärmepumpe fürs Heizen hat, sondern PTC. Da sieht man dann schon kurzzeitig Momentanverbräuche von knapp 200 kWh/100 km. Nein, kein Schreibfehler. Ausserdem ist das Auto sieben Jahre alt (die neueren Modelle, insbesondere die RWD sind deutlich sparsamer), AWD mit angeblich 498 PS und steht auf 19" Felgen, der MG auf 17".

    Alleine dies, um zu sagen, daß die Vergleichbarkeit gar nicht so einfach ist - wir fahren halt nicht mit zwei Autos simultan.

    Wir nutzen (nach einer relativ kurzen Angst- und Eingewöhnungsphase) die Fahrzeuge so, wie wir das auch früher mit den Verbrennern gemacht haben, also mit allem was an Komfort für uns angenehm ist - ohne dabei besonders auf den Verbrauch zu schauen. Was natürlich bei Solaranlage, Wallbox und kostenlosem Laden beim AG für meine Frau ziemlich egal ist - da halten wir die Autos auch auf 20-80% um die Akkus zu schonen.

    Auf den langen Strecken haben wir auch anfangs vorsichtig und früh geladen, jetzt planen wir vor mit ABRP und der Einstellung bei 5% zu laden (und laden natürlich daheim kurz vor Abfahrt auf 100%). Dann suchen wir Ladestationen aus, die auch entsprechende Infrastruktur haben (meine Frau mag keine Fast Food Ketten) und auch noch eine oder zwei VOR der geplanten. So kann man, bei höherem Verbrauch als geplant, ausweichen. Kann auch sein, dass noch 10 oder 15% drin sind, wenn man am geplanten Ladepunkt ist.

    Übrigens hat ABRP jetzt einen Vergleichsrechner für E-Autos, kein Account nötig, einfach bis zu drei Fahrzeuge auswählen und für eine selbst gewählte Strecke vergleichen. Da sieht man auch ziemlich genau, wie ABRP arbeitet: meist ist die optimale Ladung ca. 10-70% und es wird davon rückwärts gerechnet - was sich dann oft in einer ersten Ladung von z.B. 27-42% niederschlägt, was ziemlicher Unsinn wäre. Für diesen Vergleich jedoch ganz interessant, sucht euch mal eine ordentlich lange Strecke - also über 1000 km - aus und vergleicht mal... Ich empfehle Cadillac Escalade IQ, da hat man ein ordentliches Fahrzeug mit knackiger Reichweite...

    Ok, das erklärt manches: wir planen eher mit fünf Prozent zu laden (klappt natürlich nicht immer, können auch ein paar mehr Prozent sein). Laden bis 80 dauert kaum länger als 20-80, sind aber 15% mehr drin. Untenrum lädt der Akku am schnellsten, das sehen wir extrem beim Tesla: bis 30% lädt der mit 250 kW, dann geht’s runter. Wenn ich damit schnell fahren will, lade ich bis 65%, dann ist die Ladeleistung runter auf 100 kW. 5-65 dauern knapp zehn Minuten, bei 150-180 km/h sind es dann wieder rund 150 km.

    Nur: die Durchschnittsgeschwindigkeit ist - zumindest auf den Autobahnen, die wir benutzen - kaum viel höher als bei 120-130. Baustellen, Beschränkungen und Verkehr bremsen stark. Die höchsten Schnitte auf Strecken über 500 km haben wir in Frankreich erreicht, Tempomat 135/115 je nach Limit, Durchschnitt 120-125 km/h mit Maximalreichweite und Superverbrauch. Natürlich auf relativ leeren Autobahnen, wenn man im Berufsverkehr von Großstädten landet, ist es Essig mit Durchschnitt. Ach ja, und mit Mautpiepser, der spart viele Verzögerungen.