Letztlich ist jede Verbindungsstelle einer Verdrahtung ein Schwachpunkt, da dort immer Kontaktwiderstände vorhanden sind - egal ob in der Verteilung, oder der Steckdose. Dort gibt es obendrein zwei Problemstellen: der Anschluss an die Verdrahtung und die Kontakte zum Stecker.
WAGO Klemmen gibt es seit den 1970er Jahren, also sooo neumodisch sind die nicht. Deren großer Vorteil ist - neben dem Zeitgewinn - das diese immer gleichbleibend guten Kontakt gewährleisten, unabhängig vom Geschick des Installateurs beim festschrauben.
Nach nunmehr drei Jahren und ungefähr fünfzig Ladevorgängen an unseren zwei Autos - jeweils mit dem Tesla Ladeziegel, der bei Schuko auf 13A begrenzt ist - gab es an verschiedenen Steckdosen in mehreren Ländern keinerlei Problem.
Allerdings hat der Tesla Lader auch einen Temperaturfühler im Stecker und regelt notfalls runter, das ist aber bisher nie eingetreten.
Ob natürlich eine schlechte Kontaktstelle in einer Verteilerdose irgendwann zu kokeln anfängt, ist schwer vorherzusehen. Ich habe persönlich schon üble Fälle gesehen, beeindruckend.
Bei einer ordentlichen Verdrahtung - auch älter, habe schon Systeme mit klassischer Nullung gesehen, die wirklich sauber und handwerklich gut gemacht waren - sollten auch einige Stunden mit höherer Last gehen. Bei meiner Schwiegermutter in Thionville würde jeder VDE Elektriker schreiend davonlaufen, alleine der Hauptverteiler ist geradezu abenteuerlich - aber bisher hat es gut geklappt, man muss nur schauen zu Geringlastzeiten (nachts) zu laden. Wenn nix anderes dran zieht, ist das Risiko geringer.
Ah ja, ich bin E-Techniker seit 1985.