Beiträge von ulf

    Inzwischen habe ich meine Frühjahrs-Kalibrierungsladung nach der Anleitung in #1 und #2 gemacht.


    Das Ergebnis ist enttäuschend: Runde 2% SoH-Verlust innerhalb von 5 Monaten und ca. 1.500km seit Herbst 2025 !?
    Das paßt so überhaupt nicht zu den ca. 3% Verlust in 22 Monaten und ~ 10Tkm zwischen Bau des XP und Herbst 2025:


    260324_4Kalilad_Ulf.jpg


    Als Erklärung vermute ich aktuell, daß sich in der ersten Ladephase eine Art Spannungskissen aufbaut, d.h. die Spannung steigt etwas schneller an, als es eigentlich der geladenenen Energie entspräche.

    So konnte das Maximum der letzten kWh/Volt-Kurve (nach dem Ladestart bei 368V) nicht so hoch steigen, wie es nach einem Ladestart bei ca. 360Volt gewesen wäre. Nebenbei wurde das Maximum erst bei ca. 372V erreicht statt der üblichen 369-370V.


    Hier eine andere Grafik der gleichen 4 Kalibrierungsladungen mit meiner Vermutung des Spannungsverlaufes bei einem Ladestart mit 360Volt (lila):

    260324_4Kalilad2_Ulf_mod.jpg

    In diesem Fall hätte die Spannung bei 52kWh vor dem Lade-Ende um ca. 1 Volt höher gelegen, was einen berechneten SoH von ca. 96% (statt 94,65%) ergeben hätte: das würde plausibel zum bisherigen Degradationsverlauf meines Akkus passen.


    Meine nächste Kalibrierungsladung werde ich daher bei 360V starten.

    Fall noch jemand mit meiner Methode aus #1 und 2 den SoH seines Akkus beschätzrechnen will, lautet mein heutiger Tip:

    Beginne die Kalibrierungsladung bei 360 - 361V (anstatt 366V), egal welcher SoC angezeigt wird!
    Der Rest der Anleitung aus #1 und 2 ist mit Stand von heute weiterhin richtig.

    Bei einem Unfall werden die Türen durch die Airbagsteuerung automatisch geöffnet, weil das Airbagsteuergerät ein Signal ans Zentralverríegelungsmodul sendet und diesem sagt, es solle die Türen öffnen

    Dafür müssen aber alle diese Komponenten (plus Stromversorgungskabel plus Datenkabel zwischen den Komponenten) den Crash funktionsfähig und ohne Aussetzer überstehen. Und darauf würde ich nicht in jedem Einzelfall wetten :/

    das 49,2° C weit weg von jeder Brandgefahr ist.

    Wobei mir das 49°C-Bild beim 10. Mal HInschauen eher wie eine Wagoklemme als eine Steckdose erscheint.

    Wenn es also in einer Verteilerdose "heißer" wird als in einer Steckdose, sollte sich die Brand-Angst doch bitteschön in Richtung dieser neumodischen Wagoklemmmen verlagern - mit der Folgerung, daß die guten alten Lüsterklemmen (mit gut angezogenen Schrauben!) vermutlich erheblich kühler bleiben ^^

    Faktisch wurde die Leistung des Lux aber gesenkt. Da spielt es keine Rolle ob er jetzt der schwächste in der Reihe ist.

    Da finde ich es in D konsequent, wenn es den Namen Luxury nicht mehr gibt, sondern beide Hecktriebler nun "Premium" (64kWh bzw. 77kWh) heißen.

    Viele Steckdosen sind für einen Dauerstrom von 10A ausgelegt und nur für Spitzenströme con 16A. Da das Aufladen des Autos über Stunden geht, sind die 10A in diesem Fall das Maximum und auch nur dann, wenn die Steckdosenkobtakte nicht schon ausgeleiert sind.

    Kann man z. B. Hier nachlesen:


    https://www.elektrikerwissen.d…stbarkeit-von-steckdosen/

    Danke für den Link :)

    Denn darin finde ich zum 1.Mal Infos wie "dass Steckdosen ihren Nennstrom von 16A für eine Stunde ohne Überhitzung aushalten müssen."

    Wer sich mit ein wenig physikalischem Grundverständnis von Wärmekapazitäten das Mini-Gewicht einer Schukodose vorstellt, dem wird klar:

    Die (Verlust)Leistung einer Wärmequelle, die so ein Steckdöslein nach einer Stunde noch nicht zum Schmoren gebracht hat, wird es auch in 20 Stunden nicht schaffen (Stichwort: asymptotische Temperaturkurve).

    Umgemünzt für den Alltag von Ottonormalverbraucher:

    Starte eine Ziegel-Ladung mit 16A, bleibe ~ 10 Minuten bei der Steckdose und achte auf Qualm bzw. Schmorgeruch. Bleibt beides aus, dann ziehe den Stecker und fühle, ob ein oder beide Steckerpins schmerzhaft heiß geworden sind. Wenn nicht, ist die Steckdose keine potentielle Brandquelle.