Beiträge von ulf

    Die Stirnfläche des MG4 beträgt etwa 2,3 m2, der Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) etwa 0,29 das ergibt eine Luftwiderstandsfläche von etwa 0,66 m2.

    Die Stirnfläche des Tesla Model 3 beträgt etwa 2,2 m2, der cW-Wert) etwa 0,22 das ergibt eine Luftwiderstandsfläche von etwa 0,51 m2.

    Laut XP-Pressemappe ist cw = 0,303 und die Fläche 2,36m². Das ergibt eine Luftwiderstandsfläche von etwa 0,715 m²,

    XP_cw-Wert.jpg


    Die Luftwiderstandsfläche des MG4 ist bei einer um etwa 0,1m2 (etwa 4,5 %) größeren Stirnfläche also etwa 0,15 m2 (etwa 6,5 %) größer als die des Tesla Model 3.

    Diese Rechnung verstehe ich nicht. Ich würde einfach beide Luftwiderstandsflächen durcheinander teilen und bekomme 0.66m² / 0,51m² = 1,29, d.h. 29% mehr Luftwiderstand beim MG4?

    Mit den Pressedaten des XP wären es sogar 0,715 / 0,51 = 1,40 = 44% mehr Luftwiderstand beim XP?

    der Tesla braucht bei gleichem AB-Tempo rund 2 kWh/100km weniger.

    Genau da sieht man die bessere BAB-Effizienz des (alten) Tesla ;)

    Und die kommt MO von seiner besseren Aerodynamik, die ab ~ 100km/h den größten Verbrauchsanteil bildet.

    Wenn ich mir Tesla und MG4 jeweils im Profil vorstelle, wirkt das flache glatte Tesla-Design schon auf meinen Technik-Bauch besser als der verspielt-zerküftete MG4 ?(

    Den Bergab-N-Bremstest habe ich nochmal in einem Mini-Szenario gemacht: ca. 1km Strecke mit ~ 20 Höhenmetern Gefälle. Darin 1mal gemächlich von 50 auf 0 gebremst wegen Stopschild, und nochmal am Ende des Tests mit Minimalverzögerung von ca. 70 auf 0. Dann ausgestiegen zur Fühlprobe: Alle 4 Scheiben waren gleich lauwarm.


    Meine beiden Tests lassen mich nun vermuten, daß der MG4 (XP) in harmlosen Situationen beim Rollen in N die Bremsleistung grundsätzlich gleichmäßig auf beide Achsen verteilt.

    So gesehen, wären zum Putzen der hinteren Scheiben weiche Bremsungen sogar relativ wirkungsvoller, solange nicht (wegen Achslastverschiebung) Bremskraft von hinten nach vorne umgeleitet wird ...?

    Aber wenn ich nach dem Winter meine gammeligen HA-Scheiben sehe, schreit mein Bauch immer "Die müssen mal wieder dringend mit einer Menge Vollbremsungen behandelt werden!" ?( :?: :/

    Alleine dies, um zu sagen, daß die Vergleichbarkeit gar nicht so einfach ist - wir fahren halt nicht mit zwei Autos simultan.

    OK. Das verstehe ich so, daß die Fahrprofile beim Lux und M3 doch so verschieden sind, daß die Relation Eurer Gesamtverbräuche bei einem Vergleich mit identischem Fahrprofil evtl. erheblich anders ausfallen könnte...?

    In der Praxis (bei Verbrennern) führt eine Verdopplung der Geschwindigkeit (z.B. von 80 auf 160 km/h) oft nicht exakt zur Vervierfachung, sondern zu einem extrem hohen Mehrverbrauch, wobei eine "Verdreifachung" einen typischen, sehr hohen Anstieg realistisch beschreibt.

    Daß der Verbrenner-Verbrauch mit steigendem BAB-Tempo nicht so krass explodiert wie bei BEV, liegt am Verbrenner-Wirkungsgrad, der mit dem Nutzdrehmoment steigt.

    Einfach gesagt: Je mehr Gas man gibt, umso besser wird der (mickrige) Wirkungsgrad. D.h. beim Rasen wird der Sprit effizienter ver(sch)wendet als beim Bummeln - Stichwort Muscheldiagramm.

    Mein Ratschlag das der XP nicht zum Reisen taugt, ist eher für andere Kaufinteressenten gedacht, die in den Daten was von 400 km Reichweite lesen und in der Realität dann mit der bitteren Wahrheit konfrontiert werden.

    Tja... allgemein gelten ja speziell Teslas als langstrecken-effizientes Gegenteil. Allerdings wundert mich dann etwas die Langzeit(?)-Erfahrung von kaygee :

    Im Gesamtverbrauch liegen wir mit dem 22er Lux bei 188 Wh/km und mit dem 19er Tesla bei 193. Beide kriegen viel Langstrecke ab mit gerne 130+.

    19,3 kWh/100km bei "viel Langstreckenanteil" dürften für Dich DeLorca ein Fabelwert sein, aber daß der alte MG4 Lux dann noch etwas sparsamer läuft als der Tesla, finde ich frei nach Mr. Spock "faszinierend" ^^