Vor 3 Tagen habe ich meine erste SoH-Kali-Ladeaufzeichnug mit dem Carscanner gemacht.
Was mir nicht bewußt war: Der XP schaltet sich auch beim AC-Laden nach ~ 30 Minuten ohne Last auf dem Fahrersitz aus. Dadurch wurden keine Daten im wichtigen Bereich um 370 - 373V aufgezeichnet, und ich konnte die ersten ca. 16% SoC gleich wieder auf der Straße verballern, um dann bei ca. 360V Ruhespannung die nächste 11kW-Ladung zu starten.
Die lief dann mit 3 beabsichtigten Aufzeichungspausen durch (= die zitterfreien Teile der Graphen) ...
260915_KaliLadung XP.png
... und ergab als Testergebnis einen aktuellen SoH von 95,9%.
Am Smartphone habe ich die Lade-Aufzeichung nur 1x kurz vor dem Anstecken der Wallbox gestartet und es dann die ganzen 6einhalb Stunden im MG4 liegen lassen. Die Kommunikation mit dem Dongle (Vgate iCar Pro 2S) ist jedesmal wieder automatisch gestartet, nachdem ich den Fahrersitz kurz belastet habe. So gab es während der ganzen Aufzeichnung deutlich weniger Probleme als ich vorausgeschätzt hatte - nämlich Null.
Die SoH-Karriere meines XP anhand von solchen DIY-Tests in einer Grafik (zusammen mit dem XP von Romeo)
260915_DiY_SoH_Romeo_Ulf.jpg
Demnach hat mein Akku während 1 Jahr (seit letztem September / 9.685km) auf rund 3.700km Strecke ca. 0,8% SoH verloren. Das liegt deutlich unter meinen Vorahnungen, und es bestätigt meine Umsteige-Entscheidung vom Verbrenner zum BEV.
Nebenbei bestätigt die Grafik, daß
1. die ausgelesenen SoH-Daten des BMS (mit 100% bis ca. 2 Jahre ab Produktion des MG4) kräftig nach oben geschönt sind
2. bei meinem Wenigfahrerprofil die kalendarische Degradation deutlich dominiert. Denn die läuft umso lansamer, je kühler der Akku (in der Garage) gelagert wird. Deshalb ist der SoH-Verlust im Winterhalbjahr (zwischen 9.658 und 11.565km) minimal im Vergleich zum Sommerhalbjahr.