Beiträge von ulf

    OK... in dem Link sehe ich

    Code
    Kompatibel mit SAIC-Gruppe:Speziell für Wuling, Baojun, Roewe, MG, Maxus entwickelt, um die OEM-Diagnose zu unterstützen.

    ... und das macht Hoffnung, daß Du damit weiterkommst :)

    st denn schon mal der Systemdruck der Klimaanlage geprüft worden?
    Zu wenig Kältemittel und die Anlage geht erst gar nicht in Betrieb.
    Dazu hat sie einen Sicherheitsdruckschalter.

    Hier sind die AC-Ruhedaten meines XP, der bisher noch normal heizt bzw. im Sommer kühlte.

    2025-12-29_13-45-14_AC_Ruhezustand.pdf

    Bei zu wenig Kältemittel dürften IMO die Druckwerte unten im PDF deutlich niedriger liegen...?

    Dann müßte jamakr4 nur jemanden finden, der die Livedaten seiner AC ausliest. Bzw. sollte das jede MG-Agentenwerkstatt erst recht hinkriegen :/

    So, die neuen Daten reichen für ein Update, diesmal mit dem "Kilometerkönig" MG_4444 (Daten-Stand August 2025).

    Die Laufleistungs - und kalendarische Grafik zeigen nun auch die DIY-Beschätzrechnungen aus Kalibrierungsladungen von Romeo und mir.


    Forumdaten5_Degra_Laufleistung.jpg


    Forumdaten5_Degra_Baudatum.jpg


    Bei den Standards sind die Herstellungsdaten der MG4 von CaptainFuture01 und Ganhan ja (noch) nicht bekannt. Für die untere Grafik habe ich fiktiv-plausible Daten genommen, die beide auf dem Kurs der anderen Standards zeigen. So scheint auch eine gewisse Struktur in die SoH-Verläufe der LFP-Akkus zu kommen.


    Bei den ausgelesenen NMC-SoH-Daten sammeln sich bis auf den Lux von V-Strom 1000 praktisch alle MG4 im Bereich der (zufällig) ziemlich genau von powo01 gezeigten Gasse "5.5% Jahres-Degradation ab 2 Jahre nach Herstellungsdatum".

    Linear extrapoliert ergäbe das in 7 Jahren ab Fertigung 27.5% Degradation bzw. 72,5% SoH --> kein Garantiefall.

    Stünde so ein MG4 aber zwischen Fertigung und EZ 2 Jahre "auf Halde", dann wäre der SoH schon nach rund 5 1/2 Jahren ab EZ unter die 70%-Garantiegrenze gesunken.

    Ich glaube nicht, daß die SoH-Programmierung von SAIC so dumm geschrieben ist, sondern daß der ausgelesene (und DIY-100%-Reichweiten-)SoH rechtzeitig oberhalb von 70% nicht mehr weiter sinkt - oder so langsam weiter sinkt, daß er erst nach Ablauf der Garantie unter 70% fällt.


    Wenn sich mein selbst beschätzrechneter SoH (ca. 1,3% Degradation bei ca. 6Tkm/Jahr) so weiter entwickelt wie bisher, wären nach 7 Jahren noch ca. 91,9% SoH übrig.

    Bei Romeo wären es ca. 2,3% Degradation bei ca. 26Tkm/Jahr, und nach 7 Jahren bzw. ~ 185Tkm läge der SoH bei ca. 84%.


    Wenn hier alle weiter mitmachen, wird das nächste Jahr spannend hinsichtlich der weiteren SoH-Verläufe :)

    Wenn ich das hier so verfolge, wird der SOH nur durch die Zeit schlechter, die km Leistung ist scheinbar egal.

    Wenn man den vorgekauten Daten des NMC-BMS glaubt, hast Du recht.

    Wenn ich aber versuche, die SoH-Entwicklung bei Romeo und mir anhand von Spannungs- und Stromverlauf unserer Kalibrierungsladungen zu beschätzrechnen, zeigen die Egebnisse, daß die ~ 40Tkm höhere Laufleistung von Romeo 's XP den SoH wohl doch schon deutlich nach unten drückt:

    https://www.mg4-forum.de/attachment/2841-forumdaten4-kaldegra-baudatum-mittel-jpg/

    Hier mal eine Grafik meiner bisherigen - mit Datenaufzeichnungen überwachten - Kalibrierungsladungen, die für mich einen guten Grund für den Start unter 10% SoC zeigt:

    Ladespannung_Zelldrift_KaliLadungen_Ulf.jpg


    Für alle 3 Ladungen hatte ich den Akku bis 2% runtergefahren.


    Dabei entsprachen die 2% SoC folgenden Akkuspannungen:

    Mai 2024 (ca. 1/2 Jahr nach Fahrzeugübernahme) = 355V

    September 2025= 330V

    Oktober 2025 = 359V


    Das klingt erstmal nicht gravierend, aber die Zelldriften zeigen: Je niedriger die Restspannung des Akkus, umso weiter driften die Zellspannungen auseinander (die Mai-2024-Graphen von Akkuspannung und 50mV Start-Zelldrift überschneiden sich am Anfang).

    Zwischen Mai 2024 und September 2025 hatte ich 2 weitere Kalibrierungsladungen gemacht, allerdings mit höheren Start-SoCs um 8%, IIRC.


    2% SoC hat mein BMS also anderthalb Jahre lang nicht gesehen und in dieser Zeit anscheinend vergessen, unterhalb welcher Akkuspannung die Zelldrift stark zu steigen beginnt. Vermutlich als Folge davon startete die September- Kalibrierungsladung mit (für mich) erschreckenden 195mV Zelldrift. Während dieser Ladung hat das BMS wohl seinen Fehler erkannt und die SoC-Spannungs-Kennlinien aller Zellen neu sortiert, so daß die kurz darauf wiederholte 2-100%-Ladung mit 359V Akkuspannung bei nur noch 13mV Zelldrift startete.

    Das ist für mich ein "gesunder" Wert, der sich aber bis zur nächsten geplanten Kalibrierungsladung im kommenden Frühjahr wieder zum Schlechteren ändern könnte.

    Umgekehrt hätte sich die Zelldrift bei fast leerem Akku ohne die Kalibrierungen ab 2% SoC wohl noch weiter verstärkt, und bei jeder Fahrt bis zum fast leerem Akku hätte sich die Low-SoC-Zellalterung der "schwachen" Zellen noch weiter beschleunigt.

    Genau dieses Problem zu minimieren ist für mich der Grund, (spätestens) alle halbe Jahre eine mit Kontrolldaten überwachte Kalibrierungsladung deutlich unterhalb 10% Soc zu starten. Mein technisches Bauchgefühl vermutet, daß der Nutzen dieser relativ seltenen Akku-stressigen Aktionen höher ist als der damit verursachte SoH-Verlust.