Beim Entladen sinken dann beim LFP-Akku die Spannungen erst mal mehr oder weniger gleichmäßig, weil LFP eine weitgehend sehr flache Spannungskurve hat.
Erst bei niedrigen SoC kommt dann die schwächste Zelle zuerst in den steilen Bereich der Spannungskurve, so dass sie viel schneller Spannung verliert, als die anderen.
Der XP hat NMC, aber das spielt bei der Grundsatzbetrachtung keine große Rolle.
Ich schätze, daß das BMS besonders die u10 - 100% Kalibrierungsladungen nutzt, um die SoC der Einzelzellen (anhand der erkannten Einzel-SoH) so untereinander zu verschieben, daß die Zelldrift beim Entladen möglichst lange minimal bleibt. Dann würden die stärksten Zellen gar nicht bis 100% aufgeladen, sondern z.B. nur bis 98% - wenn die schwächste Zelle schon 2% SoH mehr verloren hätte als die stärksten.
Das würde den ewig langen Ausgleich beim Laden bis 100% erklären - und auch die hohen Platinentemperaturen, wenn z.B. die letzten 2% Lade-Energie teilweise in den Platinen verheizt werden anstatt in die stärksten Zellen zu kommen.
Dann würde auch die Vorgabe Sinn ergeben, spätestens alle 6 Monate eine u10 - 100% AC-Ladung zu machen: denn nur so kann das BMS die kompletten Spannungskurven bzw. SoH aller Einzelzellen neu abspeichern, um den SoC aller Zellen bei jedem Laden so zu justieren, daß die Zelldrift beim Entladen möglichst lange minimal bleibt..