Wow, was für eine Arbeit.
In meinen Augen sind Reifenlabel aber relativ unaussagekräftig. Diese werden ja von den Herstellern ausgegeben und nicht von einer neutralen Stelle.
Ich würde einem "echten" Reifentest immer mehr Vertrauen schenken als den Reifenlabeln.
1) Es ist richtig, dass die EPREL-Liste eine Selbsteinstufung ist.
Da kannst du aber nichts ohne Plausibilitätschecks reinstellen, und es wird auch kontrolliert.
WÄRE die Selbsteinstufung untauglich, würde man sie nicht durchziehen.
Bei zig Branchen gibt es diese Selbsteinstufung als Label, und sie ist meist kaufentscheidend.
Dass sie funktioniert, sieht man auch im Test.
Der einzige Reifen mit Nasshaftung "A" steht auf Platz 3 (Pirelli Cinturato All Season SF3), der beste mit Nasshaftung "C" (Dunlop All Season 2) ist gerade mal Mittelfeld.
2) Unter einem "echten Reifentest" verstehe ich nicht das abnicken der Premiumhersteller nebst ignorieren der anderen weltgrößten Hersteller, aber gleichzeitig von unbedeutenden Herstellerm irgendwelche Schlappen zu testen. Zumal schon bei 4 Billigreifen schon in der Selbsteinstufung feststeht, dass die objektiv nix taugen können. Wozu dann noch testen?
Ich könnte es noch verstehen, wenn man super eingestufte Billigreifen testet, und die in der Wertung dann durchfallen.
Aber so hatte man
- 1/3 des Testfeldes mit gefährlichem Unsinn und Pfusch getestet (Billigreifen mit Nasshaftung "C", wer soll die kaufen?)
- aber dafür 1/3 des Testfeldes Raum für nur 2 Marken gelassen. Michelin schafft immer nur Mittelfeld, Continental bis auf den Testsieger auch. Was soll das?
Und um seine Vorurteile gegen Budgetreifen zu bestätigen, hatte man obendrein mit unzutreffenden Vermutungen argumentiert.
Ein "echter Reifentest" hätte das nicht nötig.
Konkret: 2 Reifen von Sailun schaffen Nasshaftung "A", der Hersteller (Nr. 9 weltweit, China Nr. 1) wird aber in allen mir bekannten Tests ignoriert.
Die Reifen kannst du problemlos in Deutschland kaufen, z.B. bei ATU.
3) Mail zur Stellungnahme an den ADAC ist als Kritikrückmeldung raus