Wahl-Group: Austausch über Lieferverzögerungen MG4 und MG4 Urban 2026.

  • Für mich ist die Situation relativ klar. Der Vertrag den wir haben, ist immer noch gültig, solange der Insolvenzverwalter nichts anderes mit uns aushandelt. Schafft es Wahl das Auto zu liefern UND den Brief bereit zu stellen, dann gibt's Geld. Brief, Geld und Auto muss für mich gleichzeitig passieren. Notfalls fahre ich hin und bezahle vor Ort gegen Aushändigung des Briefes. Das Auto kann ich dann selber anmelden und später abholen. Ansonsten wie eben erwähnt über ein Treuhand geht auch.

    Falls das Auto nicht geliefert wird, Frist setzen und Vertrag kündigen, dann evtl neu bestellen mit neuer Wartezeit.

    Aber : Die Insolvenz beendet NICHT automatisch den Vertrag. Der gilt immer noch. Der Händler hat ein Anrecht auf den Verkauf und wir müssen kaufen, solange die Firma existiert und nichts anderes (mit dem Insolvenzverwalter) ausgehandelt wird.

    Das Geld für den Anwalt könnt ihr euch sparen.

    Alles richtig wie du geschrieben hast - das ist ein super Beitrag; v.a. auch die Information, dass eine Insolvenz nicht automatisch den Kaufvertrag beendet. Gerade bei einer Insolvenz wird sich der Händler vermutlich auch nicht auf "Kulanz" einlassen bei einseitiger Vertragskündigung, wohl wissend, dass es in einer Insolvenzsituation für den Händler schwierig ist "neue" Käufer zu finden für ein Fahrzeug, dass für jemand anderen gedacht gewesen ist.

    Es könnte aber eben auch sein, dass es bei manchen Ärger gibt (sei es weil er schon bezahlt hat) oder sei es, dass es eben nicht so läuft wie du im geschrieben hast "Geld, Brief, Auto muss gleichzeitig passieren". Hier könnte es zu Situationen kommen bei denen evtl. rechtliche Hilfe benötigt wird. Denke, dass würde aufgrund der Anzahl der Käufer auch viele Personen betreffen... da ist dieses Forum dann gut zum Austausch.


    z.B. hilft es auch das kleingedruckte im Kaufvertrag zu lesen, dort steht möglicherweise etwas zu den Zahlungsmodalitäten - wie diese geleistet werden müssen und wann genau. Und hier könnte, muss aber nicht es zu Komplikationen kommen - z.B. wenn dort steht dass die Zahlung vorab zu leisten ist, der Händler aber keiner Blitzüberweisung etc. zustimmt oder diese, genau wie Barzahlung ausgeschlossen wird. Gerade die Thematik "Ware gegen Geld - Geld gegen Ware" kann etwas heikel sein im Falle einer Insolvenz.

    Ein Problem wurde schon kurz angesprochen: sollte es letztlich (warum auch immer) zu einer Nichtlieferung kommen hat man als Käufer nichts davon wenn man das Auto unbedingt wollte, selbst wenn man bis hierhin kein Geld verloren hat. Das Problem ist die 6000,00 € Prämie vom MG (die möglicherweise zeitlich nicht verlängert wird) und möglichweise auch die staatlichen Prämie im Nachgang die verloren gehen kann. Die staatl. Prämie sollte man aus Sicherheitsgründen eh nicht beim Kauf einrechnen - aber die 6000,00 € Prämie von MG konnte man gesichert mit einrechnen. Diese Prämie ginge möglicherweise verloren wenn man nach einigen Hin und Her doch anderswo neu bestellen muss - wie gesagt, einfach so wird man auf die Schnelle nicht aus dem aktuellen Vertrag rauskommen.

  • Alles richtig wie du geschrieben hast - das ist ein super Beitrag; v.a. auch die Information, dass eine Insolvenz nicht automatisch den Kaufvertrag beendet. Gerade bei einer Insolvenz wird sich der Händler vermutlich auch nicht auf "Kulanz" einlassen bei einseitiger Vertragskündigung, wohl wissend, dass es in einer Insolvenzsituation für den Händler schwierig ist "neue" Käufer zu finden für ein Fahrzeug, dass für jemand anderen gedacht gewesen ist.

    Es könnte aber eben auch sein, dass es bei manchen Ärger gibt (sei es weil er schon bezahlt hat) oder sei es, dass es eben nicht so läuft wie du im geschrieben hast "Geld, Brief, Auto muss gleichzeitig passieren". Hier könnte es zu Situationen kommen bei denen evtl. rechtliche Hilfe benötigt wird. Denke, dass würde aufgrund der Anzahl der Käufer auch viele Personen betreffen... da ist dieses Forum dann gut zum Austausch.


    z.B. hilft es auch das kleingedruckte im Kaufvertrag zu lesen, dort steht möglicherweise etwas zu den Zahlungsmodalitäten - wie diese geleistet werden müssen und wann genau. Und hier könnte, muss aber nicht es zu Komplikationen kommen - z.B. wenn dort steht dass die Zahlung vorab zu leisten ist, der Händler aber keiner Blitzüberweisung etc. zustimmt oder diese, genau wie Barzahlung ausgeschlossen wird. Gerade die Thematik "Ware gegen Geld - Geld gegen Ware" kann etwas heikel sein im Falle einer Insolvenz.

    Ein Problem wurde schon kurz angesprochen: sollte es letztlich (warum auch immer) zu einer Nichtlieferung kommen hat man als Käufer nichts davon wenn man das Auto unbedingt wollte, selbst wenn man bis hierhin kein Geld verloren hat. Das Problem ist die 6000,00 € Prämie vom MG (die möglicherweise zeitlich nicht verlängert wird) und möglichweise auch die staatlichen Prämie im Nachgang die verloren gehen kann. Die staatl. Prämie sollte man aus Sicherheitsgründen eh nicht beim Kauf einrechnen - aber die 6000,00 € Prämie von MG konnte man gesichert mit einrechnen. Diese Prämie ginge möglicherweise verloren wenn man nach einigen Hin und Her doch anderswo neu bestellen muss - wie gesagt, einfach so wird man auf die Schnelle nicht aus dem aktuellen Vertrag rauskommen.

    Ich feage mich ob man dass Geld nicht dierekt an MG oder deren Hausbank Bnp Paribas überweisen kann und der Brief zu einem nach Hause geschickt wird und dann das Autohaus nur noch dass Auto rausgeben muss denn MG hat doch interesse daran dass der Kunde sein Auto bekommt oder bei MG eine Bankbürgschaft hinterlegt ich frage nur wissen tue ich es nicht. Rechtliche Beratung kann man vielleicht auch bei der Berbrsucherzentrale bekommen?

  • Na dann mal "Mahlzeit". Habe gerade einmal online recherchiert, verschiedene Artikel zur Insolvenzmeldung der Wahl-Group gefunden u. gelesen, weil ich selbst leider auch betroffen bin. Das immer wieder zitierte "der Geschäftsbetrieb läuft über alle Häuser ganz normal weiter" können die sich zumindest mir gegenüber sparen. War vor Jahren im besten Alter mit zwei kleineren Kindern als Mitarbeiter selbst mal Betroffener in einem insolventen Betrieb (550 Mann stark). Das gleiche hochtrabende Gerede, geht weiter, kriegen wir im Griff usw., ich sage, nichts geht da genauso weiter. Als erstes kamen Zulieferer, die noch flux ihrer kurz zuvor gelieferten Waren wieder abholten, danach direkt die vom Gericht bestellten "Wachmänner", dann die sogenannte Berater der Gläubigerbanken. Von wegen Insolvenz in Eigenverwaltung. Auf den Gerichtspapieren mag das vielleicht so stehen, wahrhaft legen sich da schon gewiss Fußfesseln an.


    Zum Positiven, die Insovenzgelder für Löhne u. Gehälter wird dem Unternehmen Luft zum Atmen geben, und ja, der Geschäftsbetrieb läuft überwacht weiter. Rechnungen schreiben, Zahlungen horten u. nicht liefern, wird nicht funktionieren, da haben besagte "Wachmänner" die Augen drauf. Das Unternehmen wird durch die Insolvenzgelder (Löhne/Gehälter) schließlich extrem entlastet, wenn man so will über Versichertengelder der Arbeitsagentur. Das gibts rechtlich nur einen ganz schmalen Grad, welcher im Zweifel die Verantwortlichen GFs schnell zum Staatsanwalt führen kann.


    Die Autos die in der 3-monatigen Insolvenzzeit kommen, werden sodann auch regelkonform abgewickelt, davon darf man durchaus ausgehen. Bei Zahlung ist natürlich, wie hier x-fach schon gesagt, dennoch Vorsicht geboten, insbesondere je weiter man an das Ende der Insolvenzkarenzzeit gerät. Aber wer jetzt gerade oder vor kurzem erst bestellt hat, ja, mit Blick auf das Ende der 6000 € MG Förderung Ende September macht es durchaus Sinn darüber nachzudenken seine Bestellung nach Möglichkeit woanders neu zu platzieren, um sich die MG-Förderung "sicherer" als bei der Wahl-Group mitnehmen zu können. Denn bildet sich nichts tragfähiges in den 3 Monaten, wird das Gericht die Insolvenz auch abwickeln lassen, dann geht da das Licht zumindest erst einmal aus u. alles was im Topf gerade drinne ist wird der Deckel draufgemacht.


    Weiter gibt es ja auch durchaus positive Beispiele in der Wirtschaft, wo sowas übles anschließend dann positive Schlagzeilen macht. Den annähernd 1000 betroffenen Mitarbeitern kann ich es nur wünschen. Ich schaffe heute noch in dem damals betroffenen Unternehmen. Es steht 20 Jahre später besser da als je zuvor, trotzdem, es waren hundsüble 3 Monate, ich kann den Wahl-Group-Mitarbeitern ech nachempfinden. Sie sollten zusammenhalten, nur dann kann neues daraus hervorgehen. Einfacher gesagt als getan!

    MG4 Urban EV Premium, camden grey, bestellt Anfang/Mitte Juni 2026

  • Mal eine andere Theorie:


    Ist es möglich, dass gerade aufgrund der sehr vielen Bestellungen und die dadurch verursachte Lieferverzögerung durch MG (überschätzte Nachfrage), dass diese Firma dadurch in Liquiditätsprobleme gerutscht sind?

    Wenn da gefühlt täglich wer ohne Beratung einfach reinrennt und sagt "Das und das will ich, los bestellen", da sagen die ja nicht... uuhhh nein... sondern ballern das halt alles ins Bestellformular und ab dafür. Und die Geschäftsleitung hatte diese Bestellflut innerhalb kürzester Zeit nicht auf dem Schirm?

  • Ist es möglich, dass gerade aufgrund der sehr vielen Bestellungen und die dadurch verursachte Lieferverzögerung durch MG (überschätzte Nachfrage), dass diese Firma dadurch in Liquiditätsprobleme gerutscht sind?

    Wenn der Preis seriös kalkuliert war, ist das sehr unwahrscheinlich, da für eine verbindliche Bestellung eine Bank immer zwischenfinanzieren würde. Das kostet natürlich und geht von der Marge ab. Ich kenne es aus einer anderen Branche, dass gerne mit Billigpreisen auf große Abnahmemengen und daraus folgende extra Vorzüge spekuliert wird. Sich von so etwas in die Zange nehmen zu lassen, hätte MG aber gar nicht nötig gehabt- und da liegt dann schon ein gewisses Risiko- insbesondere wenn der Händler das mit allen Herstellern so abgezogen hätte.

  • "Glückwunsch" übrigens an:



    28. August 2026DeutschlandTThommyMG4 EV Urban 54 kWh ComfortStone Green22130€ inkl. Zulassung, Autohaus Wahl (Aachen)30. April 20276 Tage

    Am gleichen Tag hat kailo89 übrigens das "Gerücht" (welches wohl Retrospektiv doch keins war) veröffentlicht.


    Mich würde ja mal interessieren, ob solch eine Bestellung mit Wissen durch die Firma, schon rechtlich eine fragewürdige Handlung war. Oder ob man da schon TThommy informiert hätte müssen. Vielleicht kann TThommy dazu was sagen.

  • "Glückwunsch" übrigens an:


    28. August 2026DeutschlandTThommyMG4 EV Urban 54 kWh ComfortStone Green22130€ inkl. Zulassung, Autohaus Wahl (Aachen)30. April 20276 Tage

    Am gleichen Tag hat kailo89 übrigens das "Gerücht" (welches wohl Retrospektiv doch keins war) veröffentlicht.


    Mich würde ja mal interessieren, ob solch eine Bestellung mit Wissen durch die Firma, schon rechtlich eine fragewürdige Handlung war. Oder ob man da schon TThommy informiert hätte müssen. Vielleicht kann TThommy dazu was sagen.

    Nabend, bisher wurde ich nicht proaktiv informiert - ich lasse die Nachrichten mal sacken (bei mir und den Mitarbeitern) und hake Anfang nächster Woche nach. Jetzt in der "Panik" dort direkt auf der Matte stehen, würde auch nicht helfen.

  • Genau, Panik ist sinnlos, die Verträge gelten nach wie vor, ob es uns Betroffene passt oder nicht, min. bis zum Ende der 3-mon. Insolvenzkarenzzeit.


    Da sicher der Regelbetrieb weitergeht (Insolvenzrecht), habe ich weniger Angst davor, dass mein Fahrzeug in der Insolvenzzeit nicht ausgeliefert wird, als vielmehr davor, dass MG sich entscheidet dort wegen zu lang offenstehender Rechng. vorerst nicht mehr anzuliefern, obwohl die Fahrzeuge eigentlich für Wahl kommisioniert waren. MG diese Fahrzeuge wohlmöglich nach gewisser Wartezeit einfach auf andere Vertriebswege bringt. Auch MG muss ja letztlich sehen, dass der Rubel rollt.

    MG4 Urban EV Premium, camden grey, bestellt Anfang/Mitte Juni 2026

  • Bin kein profi im Bilanzrecht aber ich denke bei dem Großteil der Bestellungen handelt es sich noch um ein schwebendes Geschäft (Verträge wurden unterzeichnet aber Auto/Brief wurde noch nicht geliefert ans Autohaus).

    Da wird meines Wissens nach noch nichts in der Bilanz des Autohauses erfasst bzw gebucht.

    Nachdem die 1000+ Bestellungen abgefertigt wurden sollte sich die Situation bilanziell verbessern, sofern die das Auto nicht nur mit 50€ Marge verkaufen...


    Würde aber wie bereits erwähnt darauf bestehen erst bei Abholung des Autos zu überweisen.