Wahl-Group: Austausch über Lieferverzögerungen MG4 und MG4 Urban 2026.

  • Ich habe heute eine Mail des Verkaufsleiters erhalten. Zur Info, ich habe das Auto bereits voll bezahlt.


    Hier der ungekürzte Text:

    Liebe Kunden der Wahl-Gruppe,

    Sie haben bei der Wahl-Gruppe ein Fahrzeug gekauft, für das Sie den vollständigen Kaufpreis beziehungsweise eine Anzahlung auf den Kaufpreis entrichtet haben. Das Fahrzeug wurde vor Beginn der Sanierungsverfahren noch nicht an Sie übergeben.

    Wir wollen, können aber nicht

    Wir verstehen, dass Sie eine Antwort auf die Frage haben möchten, wie es mit dem Fahrzeug weitergeht. Seien Sie versichert, dass das auch unser Anliegen ist. Umso mehr schmerzt es uns, dass es uns in diesen für unsere Gruppe herausfordernden Zeit nicht möglich ist, Ihnen für Ihr Anliegen eine schnelle und vor allem verbindlich abschließende Antwort zu geben. Wir können Ihre Verwunderung darüber verstehen – gerade, da unsere Autohäuser und Werkstätten ja geöffnet haben. Wir versichern Ihnen: Dass wir Ihnen noch nicht konkret sagen können, wie es bei Ihrem Fahrzeug weitergeht, liegt nicht daran, dass wir es nicht wollen. Es ist schlichtweg so, dass wir es aus rechtlichen Gründen noch nicht können.

    Ihre Zahlung kann eine Insolvenzforderung sein

    Bitte beachten Sie: Die Zahlung, die Sie für den Kauf des Fahrzeuges bereits geleistet haben, ist rechtlich gesehen eine Insolvenzforderung.

    Eine Insolvenzforderung könnten Sie nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Sachwalter zur Insolvenztabelle anmelden. Die Eröffnung der Verfahren erwarten wir zum 1. Dezember 2026. Am Ende des Verfahrens, wenn alle offenen Sachverhalte geklärt und abgearbeitet sind, würden Sie darauf gegebenenfalls eine Insolvenzquote ausgeschüttet bekommen.

    Das bedeutet: Sie bekämen im Fall, dass es sich bei den Anzahlungen um eine Insolvenzforderung handelt, gegebenenfalls einen Teil Ihres Geldes zurück. Wie hoch dieser Anteil jedoch sein könnte, lässt sich seriös erst prognostizieren, wenn die Verfahren ihrem Abschluss entgegengehen. In der Regel ist bei Verfahren dieser Größenordnung von einer mehrjährigen Bearbeitungsdauer auszugehen.

    Wir tun aber alles, was unter den gegebenen Umständen möglich ist, um eine Lösung für Sie zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas Wahl

    Geschäftsführender Gesellschafter


  • Letztendlich bedeutet dieses Schreiben nichts Neues. Es klärt lediglich über den rechtlichen Hintergrund auf. Ich lese aber auch daraus, dass an einer möglichen Lösung gearbeitet wird und hoffe das Beste für alle Kunden. Es ist natürlich trotzdem sehr frustrierend nach 3 Wochen jetzt lediglich solch ein Schreiben präsentiert zu bekommen, und natürlich befürchtet man dann auch das Schlimmste. Ich hätte mir Informationen bzgl. Fortschritten gewünscht, aber das ist offenbar leider noch nicht möglich.

  • Ich habe noch eine Aussage eines Vertrieblers von heute Vormittag. Er sagt, er habe die Information der Geschäftsführung, dass mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet wird. Da ging es um die Kunden, die bereits gezahlt haben.

  • Wollten die zum 1. Dezember nicht wieder aus der Selbstverwaltung raus und im Normalbetrieb sein? Nun erwarten die, dass das Verfahren am 1. Dezember eröffnet wird?

    Kenne mich mit Insolvenz so gar nicht aus, verstehe ich da was falsch?

    Ich habe eine Insolvenz als Mitarbeiter mitgemach, Jahre her. Genauso lese ich das auch. Man erwartet bereits die Eröffnung des Verfahrens zum 01.12.2026. So ich weiter richtig lese, ist diese Standardantwort für Kunden, welche bereits an- oder kompl. bezahlt haben, dazu signiert im Namen der GF. Leute, das bedeutet sicher nichts gutes. Es wird Zeit für Gesetze, dass Privatkunden bei sowas als erstes ihr Geld zurückerhalten. Schließlich bekommen ja die lieben Kanzleien, welche da die Insolvenz verwalten totsicher auch immer ihr Geld. Bei reinen industrieellen Insolvenzen, wo keine Privatgelder involviert sind, mag man das ja anders sehen.


    Mein Gott, es tut mir so leid für euch die bereits angezahlt, wohlmöglich voll bezahlt haben. Eine riesen Sauerei seitens Wahl. Die rufen weiter Zahlungen ab, von Privatkunden, in dem Wissen, dass es bald schweren Ärger mit den Banken geben wird. Ist ja nicht so, als das abends alles ok ist, und morgens stellt man plötzlich fest, oh je, wir sind zahlungsunfähig.

    MG4 Urban EV Premium, camden grey, bestellt Anfang Juni 2026, unverbindl. LT KW43/2026

  • Dass das Verfahren am 1.12. eröffnet wird heißt eben nicht, dass die Eigenverwaltung dann gescheitert ist. Obwohl es sich um eine Insolvenz in Eigenverwaltung handelt, ist es immer noch eine Insolvenz und natürlich muss da das Insolvenzgericht entscheiden wer da was und wie erhält. Das bedeutet aber auch, dass spätestens am 1.12. die angestrebte Lösung für die Kunden erreicht sein muss, die ihre Fahrzeuge schon bezahlt haben. Andernfalls ist die Möglichkeit verstrichen, und die Gelder landen in der Insolvenzmasse. Diese Lösung muss natürlich auch insolvenzrechtlich möglich sein und mehrere Beteiligte zufrieden stellen.

  • Wie auch immer, da geht nichts mehr auch nur halbwegs pünktlich raus bzw. wird ausgeliefert. Von wegen, der Geschäftsbetrieb geht im Sinne unserer Kunden ganz normal weiter. Sagte ja vor etlichen Tagen schon, wie wollen die weiter ausliefern, wenn sie keine Macht mehr über ihre Liquidität haben. Ich verstehe auch nicht, warum die das Recht haben die Verträge aufrecht zu halten, ohne zu wissen, ob sie diese überhaupt bedienen können, uns Endkunden aber wiederum keine Wahlfreiheit zur Aufhebung eines solchen Vertrages zusteht. Mit welchem Recht haben die darüber die Entscheidungshoheit. Nochmal, wissen selbst nicht was aus den Verträgen wird. Irgendwann wissen sie's vielleicht, und mit dem Insolvenzrecht im Rücken wird uns dann doch in vielen Wochen erklärt, nicht lukrativ, wir kündigen die Lieferverträge auf.

    MG4 Urban EV Premium, camden grey, bestellt Anfang Juni 2026, unverbindl. LT KW43/2026