Beiträge von WTB

    Das ist natürlich totaler Irrsinn, da sollen die erstmal ihren eigenen Laden entbürokratisieren, ehe sie die Politik kritisieren.

    Die selber kritisieren die Politik nicht wirklich beim Thema Bürokratie, eher beim Thema Rahmenbedingungen. Viele von außerhalb geben der Bürokratie die Schuld, was oftmals zur Kritk an der Politik führt. Daher hatte ich auch hier geschrieben. Von der Politik könnte sicherlich auch manches anders gemacht werden, aber vieles haben die Autobauer selber verbockt

    Stehe gerade auf dem Hof meines Händlers.

    Hier sind 31 - in Worten: Einunddreißig - MG4U zu bestaunen, in allen Farben und Ausstattungen ausser Holborn Blue und Active.

    Auch in rot????


    Zitat

    Zwischenzeitlich durfte ich das Auto, das der MG4U ersetzen sollte, nun doch noch für einen mittleren dreistelligen Betrag reparieren lassen, um mobil zu bleiben.

    So wird mir es vermutlich jetzt auch gehen. Aber shit happens, vielleicht hab ich auch Glück und ich kann die Zeit bis zum Urlaub irgendwie überbrücken und der MG kommt dann.

    Danke für den Einblick. Wenn das so ist, dann ist das natürlich eine hausgemachte Bürokratie-Misere, da müsste man dann mal ergründen, warum die das so machen.

    Gründe sind laut denen Standardisierung und bessere Lagerhaltung.

    Standardisierung z.B. soll jede Bedienoberfläche einer Steuerung möglichst gleich aussehen und aufgebaut sein. Dafür musst Du dich aus einem Funktionsbaukasten von denen bedienen. Bei einem Hersteller ist es so, dass Du (um überhaupt eine Steuerung programmieren zu dürfen) eine Schulung bei ihrem Dienstleister buchen musst. Dauer der Schulung: Eine Woche. Die musst natürlich selber bezahlen.

    Das gilt für den neusten Standard von denen. War früher nicht so.


    Bessere Lagerhaltung:

    Hierzu musst du deine in der Anlage verwendeten Bauteile bei denen freigeben lassen. Hierzu musst alle möglichen Datenblätter, Zeichnungen oder Anleitungen in Deutsch und Englisch einreichen. Auch wenn es nur ein Sonderteil für ein Werk in Deutschland ist. Zuerst prüft das eine zentrale Stelle im Werk x. Danach wird das zu den Planern und Instandhaltern vom Zielwerk zur Prüfung geschickt.

    Selbst wenn Du Originaldatenblätter vom Hersteller einreichst kann es passieren, dass die das ablehnen und die technischen Daten oder Artikelnummern nicht glauben, weil der Mitarbeiter auf Ebay eine Foto des Produktes gefunden hat, wo daneben ein Karton abgebildet war, wo eine andere Artikelnummer zu sehen war. Ist mir wirklich passiert.

    Und verwenden darfst Du nur Bauteile von bestimmten Herstellern, selbst wenn die Hersteller selber sagen, dass das quatsch ist, da Sie den Anwendungsfall so nicht abdecken können und das konkurenzprodukt besser geeignet wäre.

    Dadurch musst deutlich teurere Bauteile einsetzen.

    Aber hey, wir standadisieren, dadurch haben wir eine optimierte Lagerhaltung der Ersatzteile. wir können das schön über eine App aufrufen, was, wo am Lager liegt. Dass der Prüfprozess oder der Einsatz der teureren Teile mehr kostet, spielt keine Rolle.


    Und dann bestellen die Ersatzteile für Ihr Lager. Das Bauteil trägt auch einen Aufkleber mit der richtige Nummer und die können das in Ihrem tollen System nicht mehr zuordnen. Dann bekommst als Hersteller ne Mail mit Bildern und der Frage, wo das Bauteil in derAnlage verbaut ist.


    Klingt alles sehr übertrieben und nach erfunden. Ist aber alles leider wahr. Und nach den Erfahrungen frage ich mich, wie der Hersteller, den ich nicht nennen werde, überhaupt ein fahrtüchtiges Fahrzeug auf die Straße bekommt.


    Und nach allen Erfahrungen, hält sich mit Mitleid mit den deutschen Herstellern sehr in Grenzen.

    Und es ist ja nicht nur die Autoindustrie, alle leiden unter hohen Energiekosten, hohen Arbeitskosten und einer irrwitzigen Bürokratie.


    Warum sind deutsche eAutos so viel teurer? Eben wegen hoher Energiekosten, hoher Arbeitskosten und einer irrwitzigen Bürokratie. Und es gibt noch einen Grund: die Tiefstpreise in China müssen die Konzerne mit Gewinnen aus anderen Märkten quersubventionieren.

    Ich habe (leider) mit einigen Autoherstellern beruflich zu tun. Mein Arbeitsgeber stellt Anlagen her die wir unter anderem auch an die Automobilkonzerne verkaufen. Du schreibst von irrwitzigen Bürokratie. Sicher rollen von der EU gerad einige Vorschriften heran, die man als bürokratisch sehen kann. Keine Frage. Wenn ich die Werksvorschriften unserer Kunden sehe, dann ist das was die EU macht ein Witz. Allen voran die deutschen Automobilkonzerne. Egal ob es VW, Mercedes, BMW oder was weß ich wer ist.


    Beispiel VW. Da denkst, dass ist ein Konzern und alle Töchterunternehmen müssen sich an das gleiche halten? Nein. Jeder macht sein eigenes Süppchen und die sind sich untereinander nicht grün. Sogar jeder VW Standort kann nicht immer mit jedem anderen. Beispielsweise baust Du eine Anlage für, sagen wir mal Skoda. Zwecks Umstruckturierungen brauchen die die Anlage nicht mehr, sondern die soll stattdessen an VW direkt gehen. Das kannst quasi vergessen. Du musst die komplette Anlage einmal auseinander bauen und neu machen, weil die unterschiedliche Vorschriften haben, obwohl oben immer VW Konzern steht.


    Oder anderes Beispiel. Für eine Großanlage (anderer Autokonzern) habe ich Vorschriften bekommen, dass waren 4,5 GB als Dateigröße. Das waren nicht die Konzernvorschriften, nein, das waren die Vorschriften für 1 größeres Projekt! Klar mit Mustersoftware, etc. Aber reine Textdokumente waren das 531 PDF-Dateien mit irgendwas über 15.000 Seiten an Vorschriftentext. Das soll einer lesen? Da kennen sich die Automobiler selber nicht drin aus. Da wird geprüft, mit X-Fachleuten diskutiert. Keiner der Experten trifft Entscheidungen oder trifft welche die der Kollege dann nicht akzeptiert oder andere Ansichten dazu hat. Da wird ne Produktionshalle jahrelang geplant, kurz vor der Inbetriebnahme beginnt man erst mit der Auslegung vom Brandschutz und merkt dann, dass das alles so nicht geht und man das von Anfang an hätte anders machen müssen. Dann wird eben nochmal schnell ne neue Vorschrift geschrieben.... Von deutschen Autobauern und Ihrer Bürokratie könnte ich dir Sachen erzählen. Sei es über Genemigungen die über 5 stellen laufen (eine Stelle davon ist in Idien) oder noch andere Sachen.


    Im Vergleich dazu haben wir die gleichen oder sogar größere Anlagen nach China, Mexiko,... gelierfert. Dort gibt es auch Vorschriften, aber nicht so bekloppte. Nach 2 Jahren (Neubau Großprojekt) laufen die Anlagen. Aktueller Fall in Deutschland: Nach 3 Jahren hat man gerade einmal die Anlagen installiert und beginnt mit der Inbetriebnahme und steht sich dabei selber im Weg. Ähnlich läuft es sicherlich auch bei Stuttgart 21 oder lief es beim Berliner Flughafen. Und so Sachen haben nichts mit EU oder Deutscher Bürokratie zu tun, die Unternehmen haben einfach selber intern eine zu große Bürokratie aufgebaut und zu hohe Anforderungen die nicht immer sein müssen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass eine Steuerung für eine Anlage, nach Autobauerstandard das 3-fache kostet, während die Standard Steuerung, die genau das gleiche kann eben nicht das 3-fache kostet. Und mehr Output kommt nicht aus der Anlage raus.


    Das China extrem die eigenen Hersteller subventioniert, darüber muss man nicht diskutieren. Aber die deutschen Hersteller stehen sich in manchen Sachen einfach selber im Weg. Sie sind selber zu bürokratisch und haben in manchen Sachen zu hohe Anforderungen die nicht sein müssen. Getreu dem Motto Wir standadisieren, koste es was es wolle.


    Sorry für den langen Text. Ich möchte die Bundesregierung oder die EU nicht in Schutz nehmen, aber nur Ihnen allein die Schuld zu geben, das wäre unfair.

    Heut Mittag war ich ja bei meinem Autohändler und hab mich, während ich warten musste, auf dem Hof umgeschaut und 3 Urban gesehen. Die Zettel vom Schiff waren schon entfernt, man hat nur noch die Klebestreifen gesehen, mit denen die Zettel befestigt waren. So wie es auch auf dem Bild im Beitrag von Migi zu sehen ist. Ich meine hiermit den etws älteren Beitrag hier:


    Was mir aber aufgefallen ist und wovon ich bloderweise kein Bild gemacht habe, war eine Art Antenne oder vielleicht ein RFID chip oder etwas ähnliches. Auf dem Bild von von Migi sieht man das auch klein. Das Ding sitzt auf der Beifahrerseite oben in der Ecke der Windschutzscheiibe (der weiße Streifen). Sind an sich drähte die in mehreren Reihen auf Rechteck verlaufen. Auf anderen Bildern von gelieferten Urbans sieht man die auch. Die sitzen immer an verschiedenen Stellen, daher gehe ich davon aus, dass das wohl was vom Transport ist. Die Antenne oder was das ist, hatte ich bisher noch nicht bemerkt, weder auf der Probefahrt, noch sieht man die auf irgendwelchen anderen Bildern von Urban besitzern. Oder irre ich mich da und die hat doch jeder Urban? Falls die jeder hat, was ist das dann?


    Wenn die nur für den Transport ist, was kann man damit üblicherweise speichern? Nur ne Fahrgestellnummer oder mehr?

    Weiß einer was der jährliche Service im den Dreh kostet? Würde gerne verhandeln dass der erste Service bei autokauf ggf. Gratis ist.

    Den Betrag 200 bis 300 wurde ja schon genannt.

    Nur als Info. Wenn Du least, dann gibt es die Option die Wartungskosten mit rein zu nehmen. Dafür verlangt Arval dann 40 Eur monatlich. Ist halt ne Mischkalkulation über mehrere Jahr, aber vielleicht hilft dir die Info.

    WTB Ich würde mich auch gerne mal in meinem Autohaus, bei dem ich bestellt habe, umsehen, was da so los ist in Sachen Urban. Leider über 100 km entfernt. 😢

    Hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Meins ist recht nah, dafür bekommt mqn den MG vermutlich woanders günstiger. Aber für mich zählt eben mehr, dass ich jemanden vor Ort habe und nicht x Kilometer fahren muss.

    So langsam wird es echt zeit, dass mein Urban kommt. Sitze gerade im Autohaus, da mein bisheriges Auto zickt und wenig Kühlmittel hat. Ist das gleiche Autohaus wo ich den MG bestellt habe.

    Hab mich daher mal im Hof umgeschaut. Dort stehen auch 3 Urban. Einmal grün, einmal weiß und einmal schwarz. Leider kein roter.

    Zettel von welchem Schiff die kommen, sind entfernt. Sind noch etwas dreckig, aber auf den schnellen Blick keine Schäden gesehen.

    Dafür einen anderen Kunden am Empfang gehört, der etwas von Papieren gesagt hat, welche seit Ewigkeiten fehlen. Klingt also auch nach einem MG Kunden.