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Heute habe ich unseren Urban zu Dinitrol in DK gebracht. Dort lasse ich folgendes machen:
1. Vorversiegelung mit Dinitrol ML.
Dazu werden alle erreichbaren Falze, sämtliche Hohlräume und Montageflächen (z.B. Auflageflächen der Federn) eingesprüht. ML ist extrem stark penetrierend und kriecht quasi überall dazwischen wo selbst MikeSander nicht hinkommt.
2. Versiegelung Alu -Teile und thermisch belasteter Teile, wie Lenkung oder Abdeckungsblechen hinter den Bremsscheiben, mit Dinitrol 4010. Das ist hochgradig temperaturstabil.
3. Unterbodenschutz mit Dinitrol Metallic. Das ist eine Wachsbeschichtung die zur Stabilisierung einen geringen Bitumenanteil und Metall Flakes enthält. Nehmen u.a. einige EU-Armeen gerne und ist die Nr. 1 in Scandinavien. Es wird grifftrocken und bleibt auf Dauer elastisch.
4. Beschichtung der Radhausschalen mit einer speziell dafür entwickelten Anti-Dröhn-Beschichtung. Kenne ich vom ZS Hybrid+ und weiß das es viel bringt.
Vorbereitet habe ich dafür einiges selber. Es geht natürlich auch ohne, aber so wird's viel besser.
1. Türen und Heckklappe freigelegt.
An den Türverkleidungen sind zwei kleine Kunststoffplatten mit einer Aussparung. Um da hebeln zu können habe ich mir einen kleinen Grillspieß passend gemacht. Dahinter sitzt jeweils 1 Schraube. Die Verkleidung selbst hat ganz unten in der Mitte auch eine kleine Aussparung wo man einen Kunststoffhebel ansetzen kann um den Spalt zu vergrößern. Manche breiten dann beherzt zu und "reißen" die Verkleidung quasi ab. Ich habe das mit einer Spreizzange gemacht um nicht zu beschädigen.
Am der Heckklappe sitzt die kleine Kunststoffplatte im Zuziehgriff, dahinter auch eine Schraube. Die kleine Platte am Schloss kann drin bleiben.
Die Seilzüge vom Türöffner sind einfach auszuhebeln, sieht man leicht. Die Stecker haben etwas fummelige Arretierungen, da hilft ein kleine Schraubendreher zu eindrücken der Haltelippe. Vorne, etwas in der Mitte habe ich immer Platz zu gewinnen einen Kabelbinder durchtrennt.
Vorne sind die Lautsprecher geschraubt und schnell draußen. Hinten sind da beim Comfort keine drin. Stattdessen ist da eine labile Attrappe aus einem Schaumstoff-Styropor ähnlichen Mix mit Karosserieknete verklebt. Muss man vorsichtig lösen, ebenso wie die Plastikfolie zum verschließen der Montageöffnung.
Die äußeren Türblätter sind schon mit Anti-Dröhn-Platten beklebt. Da musste ich nur an einigen Stellen ergänzen.
2. Kofferraum freilegen
Die Plastikverkleidung am Heck muss als erstes raus und lässt sich gut nach oben hin mit etwas Wucht rausnehmen. Die seitlichen Verkleidungsteppiche sind hinten geclipt und vorne, da wo die Sitzbank einrastet, mit zwei Stopfen befestigt. Sehr (!!!) vorsichtig muss man oben an der Kante zur Kunststoffverkleidung sein. Da ist nur der mit kleinen dünnen Langlöchern in das Plastikteil eingehakt. Ich habe die Haltenasen mit einem langen Vergaser-Schraubendreher von der Innenseite unten her einzeln ausgehebelt und alles heile raus bekommen.
Hinter der Sitzbank ist über einer Quertraverse noch ein Verkleidungsteppich. Der ist gut sichtbar mit drei Clipsen befestigt und geht leicht raus. Die Teppich-Auskleidung in der Bodenwanne liegt nur auf und ist einfach rauszunehmen.
Jetzt liegt auch, gut sichtbar in der linken Ecke, der Kombistecker der Rückleuchten, dazu eine Gummidurchführung und ein Massepunkt frei. Braucht man um den E-Satz der AHK abzuschließen, Plug&Play wie bei meinem ZS Hybrid+.
Der Heckbereich ist auffallend stabil profiliert und das Blech scheint da ziemlich dick zu sein (jedenfalls für Autoblech). Deshalb haben hier wenige zusätzliche Alu-Butyl-Streifen (das gute von Reckhorn/dünstet nichts aus) ausgereicht um die Drönresonanz des Bleches auszugleichen.
Warum der ganze Aufwand?
Das Auto bekommt im Anschluss noch zusätzlichen Schallschutz und dazu müssen die Verkleidungen sowie runter. So teilzerlegt kommt natürlich um Längen besser an verdeckte Stellen in den Türen und auch die hinteren Radläufe sind nur so optimal zu erreichen. Gedauert hat die ganze Aktion keine 2 Stunden. Lag aber auch am passend Werkzeug und ich habe das schon oft gemacht. Ist aber nicht so kompliziert und lässt sich mit etwas Grundkenntnissen und vielleicht mehr Zeit gut selber machen.
Vom Schallschutz Berichte ich gerne später.