Nein, da muss ich als ausgebildeter Rettungssanitäter leider widersprechen!
Ein "Stromschlag" durch einen menschlichen Körper ist bei Wechselstrom wesentlich gefährlicher und tödlicher als bei Gleichstrom. Denn der Wechselstrom mit seinen üblicherweise 50 Hz hat die letalste Wirkung dadurch, dass er das Herzreizleitungssystem durch den Sinusknoten, den Atrioventrikularknoten, das HIS-Bündel, die Tawara-Schenkel und die Purkinje-Fasern stört und damit das gefährliche Kammerflimmern auslöst.
Diese Wirkung fehlt beim Gleichstrom komplett und beschränkt sich rein auf die thermische Wirkung durch's Gewebe bei einem Stromfluss. Die Gefährlichkeit ist damit komplett anders zu bewerten. Auch die Gefährlichkeit alleine an der Spannung festzumachen ist faktisch falsch. Denn die Leistung die durch den Körper fließt hängt vor allem auch maßgeblich vom Widerstand des gesamten Stromkreises ab wie uns Herr Georg Simon Ohm gelehrt hat.
Jeder Elektriker weiß dass man mit entsprechender isolierender Schutzausrüstung auch an sehr hohen Spannungen "unter Spannung" arbeiten kann. Und Nein, die brauchen dann nicht jeden Tag einen neuen Elektriker!
Ich möchte mich mit der pauschalen Antwort "400V ist lebensgefährlich" nicht abfinden, weil technisch falsch! Ich sage 400V KANN lebensgefährlich sein. Möchte aber die genauen Umstände dazu wissen wann sie lebensgefährlich ist. Als einer mit dem berühmten "gefährlichen Halbwissen" über Elektrik würde ich z.B. sagen dass ein Stromfluss zu Erde an einem isolierten Akku eigentlich nicht stattfinden sollte, oder?
Und bitte nur antworten wer es WIRKLICH weiß und mir das auch schlüssig erklären kann. Eine KI kann ich selbst "füttern". Das macht deren Antworten aber deshalb nicht immer richtiger.