Beiträge von MG 404

    Cool, was sagt der Fachmann aus DK denn zum werkseitigen Schutz?


    Dinitrol ML hatte ich mir für meinen 4er tatsächlich auch geholt (auch genau für Blechüberlappungen).

    Das hat richtig Freude gemacht. Er kennt ja schon reichlich MG weil hier wegen der Nord- und Ostsee doch mehr Versiegelungen gemacht werden. Er kennt also die gute Verarbeitung schon.

    Von der Kathaphorese-Tauchbad-Lackierung war er aber beeindruckt und die Dichtmassen seien genau richtig von der Menge her. Mehr macht heute kaum ein Hersteller und Hohlräume mit fast nichts drin sind leider auch Standard. Bei unseren Autos sind dafür Bereiche voll lackiert, wo andere nur einen dünnen Nebel oder gar keine Farbe drauf haben. Der Motorraum wird ja gesehen und selbst da haben wohl einige keine Farbe mehr drauf (finde ich furchtbar) und bei MG sind sogar die Türen hinter der Verkleidung satt lackiert.

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    Heute habe ich unseren Urban zu Dinitrol in DK gebracht. Dort lasse ich folgendes machen:

    1. Vorversiegelung mit Dinitrol ML.

    Dazu werden alle erreichbaren Falze, sämtliche Hohlräume und Montageflächen (z.B. Auflageflächen der Federn) eingesprüht. ML ist extrem stark penetrierend und kriecht quasi überall dazwischen wo selbst MikeSander nicht hinkommt.


    2. Versiegelung Alu -Teile und thermisch belasteter Teile, wie Lenkung oder Abdeckungsblechen hinter den Bremsscheiben, mit Dinitrol 4010. Das ist hochgradig temperaturstabil.


    3. Unterbodenschutz mit Dinitrol Metallic. Das ist eine Wachsbeschichtung die zur Stabilisierung einen geringen Bitumenanteil und Metall Flakes enthält. Nehmen u.a. einige EU-Armeen gerne und ist die Nr. 1 in Scandinavien. Es wird grifftrocken und bleibt auf Dauer elastisch.


    4. Beschichtung der Radhausschalen mit einer speziell dafür entwickelten Anti-Dröhn-Beschichtung. Kenne ich vom ZS Hybrid+ und weiß das es viel bringt.


    Vorbereitet habe ich dafür einiges selber. Es geht natürlich auch ohne, aber so wird's viel besser.


    1. Türen und Heckklappe freigelegt.

    An den Türverkleidungen sind zwei kleine Kunststoffplatten mit einer Aussparung. Um da hebeln zu können habe ich mir einen kleinen Grillspieß passend gemacht. Dahinter sitzt jeweils 1 Schraube. Die Verkleidung selbst hat ganz unten in der Mitte auch eine kleine Aussparung wo man einen Kunststoffhebel ansetzen kann um den Spalt zu vergrößern. Manche breiten dann beherzt zu und "reißen" die Verkleidung quasi ab. Ich habe das mit einer Spreizzange gemacht um nicht zu beschädigen.

    Am der Heckklappe sitzt die kleine Kunststoffplatte im Zuziehgriff, dahinter auch eine Schraube. Die kleine Platte am Schloss kann drin bleiben.


    Die Seilzüge vom Türöffner sind einfach auszuhebeln, sieht man leicht. Die Stecker haben etwas fummelige Arretierungen, da hilft ein kleine Schraubendreher zu eindrücken der Haltelippe. Vorne, etwas in der Mitte habe ich immer Platz zu gewinnen einen Kabelbinder durchtrennt.


    Vorne sind die Lautsprecher geschraubt und schnell draußen. Hinten sind da beim Comfort keine drin. Stattdessen ist da eine labile Attrappe aus einem Schaumstoff-Styropor ähnlichen Mix mit Karosserieknete verklebt. Muss man vorsichtig lösen, ebenso wie die Plastikfolie zum verschließen der Montageöffnung.


    Die äußeren Türblätter sind schon mit Anti-Dröhn-Platten beklebt. Da musste ich nur an einigen Stellen ergänzen.


    2. Kofferraum freilegen

    Die Plastikverkleidung am Heck muss als erstes raus und lässt sich gut nach oben hin mit etwas Wucht rausnehmen. Die seitlichen Verkleidungsteppiche sind hinten geclipt und vorne, da wo die Sitzbank einrastet, mit zwei Stopfen befestigt. Sehr (!!!) vorsichtig muss man oben an der Kante zur Kunststoffverkleidung sein. Da ist nur der mit kleinen dünnen Langlöchern in das Plastikteil eingehakt. Ich habe die Haltenasen mit einem langen Vergaser-Schraubendreher von der Innenseite unten her einzeln ausgehebelt und alles heile raus bekommen.

    Hinter der Sitzbank ist über einer Quertraverse noch ein Verkleidungsteppich. Der ist gut sichtbar mit drei Clipsen befestigt und geht leicht raus. Die Teppich-Auskleidung in der Bodenwanne liegt nur auf und ist einfach rauszunehmen.


    Jetzt liegt auch, gut sichtbar in der linken Ecke, der Kombistecker der Rückleuchten, dazu eine Gummidurchführung und ein Massepunkt frei. Braucht man um den E-Satz der AHK abzuschließen, Plug&Play wie bei meinem ZS Hybrid+.


    Der Heckbereich ist auffallend stabil profiliert und das Blech scheint da ziemlich dick zu sein (jedenfalls für Autoblech). Deshalb haben hier wenige zusätzliche Alu-Butyl-Streifen (das gute von Reckhorn/dünstet nichts aus) ausgereicht um die Drönresonanz des Bleches auszugleichen.


    Warum der ganze Aufwand?

    Das Auto bekommt im Anschluss noch zusätzlichen Schallschutz und dazu müssen die Verkleidungen sowie runter. So teilzerlegt kommt natürlich um Längen besser an verdeckte Stellen in den Türen und auch die hinteren Radläufe sind nur so optimal zu erreichen. Gedauert hat die ganze Aktion keine 2 Stunden. Lag aber auch am passend Werkzeug und ich habe das schon oft gemacht. Ist aber nicht so kompliziert und lässt sich mit etwas Grundkenntnissen und vielleicht mehr Zeit gut selber machen.


    Vom Schallschutz Berichte ich gerne später.

    So denken wohl auch die Kollegen bei Stellantis. Die ersten eFrontera haben z.B. kein Parklicht, und es scheint auch nicht per Update oder so nachrüstbar.

    Das Parklicht ist aber laut StZO Pflicht, stört Stellantis aber scheinbar nicht. Wenn dir ausserorts nachts einer reinbrettert und das Parklicht war nicht an, dann gibt es eine Mitschuld.

    Hab das Grad mal aus Interesse nachgelesen. In StVO 17/4 ist ein Parklicht als "kann" geregelt. Wenn ein Hersteller davon keinen Verbrauch machen will und das in der Typgenehmigung beim KBA auch so formuliert, dann ist das nicht nur bei Stellantis völlig legal.

    Du bist als Fahrer in der Pflicht, da hast du schon recht. Dazu kannst und darfst du das Standlicht verwenden.

    Alles was (elektrisch) am Auto leuchtet ist Teil der Beleuchtung, ob aus Sicht- oder Designgründen ist dabei egal. Das e-Prüfzeichen ist der (!) Nachweis dafür, dass die Beleuchtungsteile geprüft sind. Ohne e-Prüfzeichen keine ABE, wie bei ABE-Zubehör mit integriertem Leuchtmittel (z.B. Heckspoiler mit 3. Bremslicht). Für das eigentliche Leuchtmittel gibt's m.W. überhaupt keine ABE, da das in der EU mit dem ECE Prüfverfahren, also dem e-Prüfzeichen, geregelt ist.


    Das Ganze steht in der StVZO und den TüV Bestimmungen genauer drin. Die KI ist mir da noch zu fehlerbehaftet. Ich bleib lieber bei den Originalquellen.

    Das war einmal. Inzwischen sind beleuchtete Logos erlaubt.


    Gruß,

    Frank

    Auch als Nachrüstlösung?

    Mir ist nicht klar ob aus China importierte Leuchtlogos ein e-Prüfzeichen haben. Weißt du das evtl.? Oder sonst jemand?

    Ohne das wären, streng genommen, trotzdem unzulässig.


    Aber davon ab finde ich unser MG Chrome-Emblem viel schöner. Inzwischen ist Chrome ja leider ziemlich verpönt und wird durch mattschwarz oder Cremetöne ersetzt. Neuerdings haben dann die Autos durchgehende Leuchtbänder, was ja noch ginge. Aber dann ein rotes Logo hinten und ein weißes vorne jew. mit Beleuchtung gefällt mir persönlich nicht. Aber ich akzeptiere natürlich wenn jemand das schön findet und sich drüber freuen kann.

    Die Logos sind beim Urban, bis auf eins, alle geklebt. Das hintere ist ja zugleich der Öffner der Heckklappe. Von innen sind keine Löcher oder Clips zu sehen. Ist heutzutage auch aus Kostengründen Standard.

    Ich hatte früher auch oft die Logos entfernt. Aber bei unseren MG's bleiben die mit Absicht dran. Sind chick und wir finden MG einfach Klasse.

    Wir haben seinerzeit unseren MX 5 bei einem Oldtimer Restaurator machen lassen. Das Auto war gestrippt bis aufs Blech, hat eine Woche gedauert, preislich bei 1000€ vor 8 Jahren

    Für das Auto, zumal völlig gestrippt, wird das in D heutzutage auch nicht mehr Kosten. Da musste wahrscheinlich "nur" abgeklebt und gespritzt werden. Der teure Teil ist da ab- und anbauen der ganzen Verkleidungen, sowie die Reinigung oder Entrostung (je nach Auto).

    Diesen Artikel hab ich gerade wieder gefunden. Ist verständlich geschrieben und beantwortet vielleicht die meisten Fragen zu Thema.

    Ist schnell gelesen.....


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