Vermutlich wird einfach nicht angezeigt, dass der Akku mit über 100% SOH startet. Deshalb sieht man die Änderung anfangs nicht.
Beim Standard startet man eher leicht unter 100% und sieht daher sofort die Degradation.
Vermutlich wird einfach nicht angezeigt, dass der Akku mit über 100% SOH startet. Deshalb sieht man die Änderung anfangs nicht.
Beim Standard startet man eher leicht unter 100% und sieht daher sofort die Degradation.
Vermutlich wird einfach nicht angezeigt, dass der Akku mit über 100% SOH startet. Deshalb sieht man die Änderung anfangs nicht.
Ich glaube nicht daß der 647kWh-Akku einen "Verschleißpuffer" hat, um in den ersten x Jahren die Nutzkapazität auf dem erlebten Neu-Maximum zu halten. Denn dafür müßte IMO die Schluß-Ladespannung bei 100% SoC ungefähr so ansteigen, wie die reale Kapazität nachläßt.
Aber mein Akku wurde im Mai 2024 bis 440V geladen, und im Oktober 2025 immer noch genauso. Das zeigt mir, daß da wohl ohne "oberen Verschleißpuffer" gearbeitet wird.
Aber untenrum wird offenbar getrickst, wie die 2% SoC -Ladestartspannung im September 2025 zeigt:
Kapazitaetskurven_KaliLadungen_Ulf.jpg
Denn zwischen Mai 2024 und September 2025 hatte ich den Akku für die Kalibrierungsladungen im Herbst 2025 und Frühjahr 2025 nicht mehr auf 2% SoC-Anzeige runtergefahren, sondern nur bis ca. 8% SoC. Das hatte sich das BMS wohl gemerkt und gedacht "Wenn der Typ den Spannungsbereich unterhalb ca. 357V eh nie nutzt, kann ich die 357V als 8% Rest-SoC anzeigen und so den Eindruck von mehr Kapazität vorlügen, als tatsächlich noch da ist."
Der Schwindel ist dann aufgeflogen, als ich den Akku wieder auf 2% SoC-Anzeige = 330V runtergefahren habe und dabei die Akkuspannung samt Zelldrift aufgezeichnet habe:
So hatte das BMS im tiefsten SoC-Keller ca. 3,5kWh Kapazität freigegeben, die bei der anschließenden Kalibrierungsladung (1. Grafik, grüne Kurve) einfach wieder verschwunden waren ![]()
Die 2,3kwh, die laut EV Database als Puffer vorhanden sind, sind also nicht dazu da um 100% Ladungen zu verhindern?
Ich dachte immer, dass die Differenz aus Brutto und Netto genau dafür existiert (Zusätzlich zum Puffer unter 0%) und erst mit fortschreitender Degradation freigegeben wird.
Meine Vermutung war, dass die LFP Akkus deshalb kaum Puffer haben (0,2kwh), weil das BMS die 100% Ladung regelmäßig zur Berechnung braucht und daher der Obere Puffer entfällt.
Die 2,3kwh, die laut EV Database als Puffer vorhanden sind, sind also nicht dazu da um 100% Ladungen zu verhindern?
Vlt. doch, denn der SoC in den BMS-Daten steigt bei 100% laut Display nicht über 93%. Wären diese 7% BMS-SoC ein Verbrauchspuffer, dann müßte der Wert im Laufe der Zeit (und Laufleistung) bei Ladungen auf 100% Display-SoC allmählich ansteigen. Da hat er bei mir über ca. anderthalb Jahre und 7.600km aber nicht getan.
95,4 bei 24.600 km
Hier Mal ein Update von mir:
76910
405 km bei 100%
Das wären 93% SoH und das zeigt auch der OBD Scanner
Von mir mal ein Update:
19700 km
98,5% SOH lt. Carscanner
Mal wieder ein Update:
SoC 80% ausbalanciert, Auslesedatum: 8.3.2026, gefahrende km: 38932 km
SoH ausgelesen mit Car-Scanner: 96,3 %
Mal wieder ein Update:
Forumdaten7_Degra_Laufleistung.jpg
Forumdaten7_Degra_Baudatum.jpg
Die meisten NMC-MG4 scheinen sich allmählich in einem Korridor des angeblichen Degradationsbeginns zwischen 1 und 2 Jahren ab Baudatum mit folgenden 3,36% Kapazitätsverlust pro Jahr zu versammeln (= rote Strichellinien).
Da aber die kalendarische Degradation unerbittlich ab der Produktion des Akkus zu laufen beginnt und selbst unter günstigen Bedingungen ca. 1,5%/ Jahr beträgt...
... halte ich konstante 100% SoH bis 2 Jahre ab der Produktion des MG4 für praktisch ausgeschlossen und gehe stattdessen davon aus, daß die SoH-Daten der NMC-MG4 größtenteils systematisch nach oben geschönt sind.
Zwar liefern manche Autobauer ihre BEV mit einer für den Fahrer nicht nutzbaren Degradationsreserve oberhalb 100% SoC-Anzeige aus, die in der ersten Nutzungsphase des Akkus allmählich aufgebraucht wird, um die real nutzbare Kapazität konstant zu halten.
Aber das würde sich durch eine allmählich steigende Ladeschluß-Spannung bei 100% SoC-Anzeige verraten, z.B. 420 Volt bei Auslieferung des BEV, 428V nach 1 Jahr, 435V nach 2 Jahren usw. Wenn diese Ladeschluß-Spannung irgendwann nicht mehr weiter steigt, ist die Degradationsreserve verbraucht, und die nutzbare Kapazität incl. Reichweite beginnt zu sinken.
Doch zumindest mein XP zeigt nichts dergleichen, sondern die u10 -> 100% Kalibrierungsladungen werden seit Mai 2024 bis zuletzt im Oktober 2025 immer bei exakt 440 Volt beendet.
Daher deute ich die SoH-Grafiken der Forumsdaten so, daß die NMC-BMS-Software bis ca. 2 Jahre ab Baudatum des MG4 eine scheinbare Degradationsreserve mit 100% SoH simuliert, während der reale SoH z.B. bei Romeo mit seinem Vielfahrer-Profil vermutlich schon auf ca. 94% gefallen ist. Das ergibt sich aus Datenaufzeichnungen von Ladestrom, -spannung und Uhrzeit während seiner und meiner Kalibrierungsladungen, näheres siehe hier.
Gegenüber den NMC-Akkus scheinen mir die LFP-BMS der Standards deutlich glaubhaftere SoH-Daten zu liefern, auch wenn der ausgelesene SoH zwischendurch mal steigt und dann wieder fällt (schön zu sehen z.B. bei X-ray ).